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Donnerstag, 24. Dezember 2015, 08:49 Uhr

Weihnachtsgeschenke für Politiker

Weihnachten – Zeit der Bescherung. Auch für Politiker. Ein paar Geschenkvorschläge:

Für Angela Merkel einen Klappstuhl, damit sie sich künftig auf CSU-Parteitagen auf der Bühne setzen kann.

Für Horst Seehofer ein Buch: “Gutes Benehmen für Anfänger. Wie werde ich ein höflicher Mensch?”.

Für Thomas de Maiziere eine Versicherung gegen allgemeine Verunsicherung.

Für Sigmar Gabriel einen Kompass, damit er künftig mit dem SPD-Schiff keinen Schlingerkurs mehr fährt.

Für Verkehrsminister Alexander Dobrindt einen Holzhammer, damit er sich die Maut endgültig aus dem Kopf schlagen kann.

Für Wolfgang Schäuble die Wartenummer 1, falls Angela Merkel mit ihrer Flüchtlimgspolitik als Kanzlerin scheitert.

Für Arbeitsministerin Andrea Nahles ein gut gepolstertes Sitzkissen, damit sie bequem auf die Kanzlerkandidatur 2021 warten kann.

Für Ursula von der Leyen ein Gewehr, das geradeaus schießt, und einen Hubschrauber, der fliegt.

Für den Berliner Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja ein gebrauchtes Fahrrad mit eingebautem Rücktritt.

Für Markus Söder eine Packung Beruhigungsmittel, damit er seinen Ehrgeiz, bayerischer Ministerpräsident zu werden, noch eine Weile zügeln kann.

Für AfD-Rechtsaußen Björn Höcke eine zweiwöchige Reise nach Aleppo, damit der Lehrer hautnah etwas über Flucht und Vertreibung lernen kann. Er darf Alexander Gauland und Pergida-Chef Lutz Bachmann mitnehmen.

Und für alle Abgeordneten einen dicken Rotstift, damit sie sparen und nicht auf die Idee kommen, Steuern zu erhöhen oder den Soli doch nicht abzuschaffen.

Frohe Weihnachten.

Dieser Text erschien heute im Rahmen meiner Kolumne im “Berliner Kurier”.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

33 Kommentare

1) Hans-Peter Buschheuer, Donnerstag, 24. Dezember 2015, 09:48 Uhr

Sehr gut. Aber Sie meinten wahrscheinlich Thomas de Maiziere, oder?
Herzliche Grüße und frohes Fest
Ihr
Hans-Peter Buschheuer

2) Frank Winkler, Donnerstag, 24. Dezember 2015, 09:57 Uhr

Meinen Sie nicht Thomas de Maizière?

3) Christian, Donnerstag, 24. Dezember 2015, 11:51 Uhr

Sie meinen aber schon Thomas de Maiziere, oder? Alles andere würde mich verunsichern;-)

Frohes Fest!

4) Hans, Donnerstag, 24. Dezember 2015, 12:11 Uhr

Thomas anstatt Lothar? Jetzt bin ich verunsichert.

5) Walter Schmid, Donnerstag, 24. Dezember 2015, 12:14 Uhr

Wünsche ALLEN hier und Ihren Lieben die schönsten Weihnachtstage! Danke ALLEN für ein weiteres Jahr des netten Austausches zur Entwicklung unseres Vaterlandes . . .
Wir können nicht behaupten, die Nachrichten seien besser geworden, aber dennoch bringt die fortschreitende Zeit auch dorthin Licht, wo man bemüht ist, vieles im Dunkeln zu halten. Deshalb besteht Hoffnung. Ihnen ALLEN nach den Festtagen einen zuversichtlichen Jahresanfang. Bleiben Sie ALLE gesund und tatenfroh im Neuen Jahr!
Ich freue mich täglich, Ihre hervorragenden Beiträge lesen zu dürfen! Danke Ihnen!

6) medispring, Donnerstag, 24. Dezember 2015, 13:43 Uhr

Für Lothar de Maiziere eine Versicherung gegen allgemeine Verunsicherung.

Thomas! :D

7) Jost Kremmler, Donnerstag, 24. Dezember 2015, 17:06 Uhr

Die Vorschlge gefallen mir gut. Ich möchte nur hinzufügen, der Klappstuhl für Merkel sollte nicht zu klapprig sein: Im nächsten Jahr wackelt sie. Und für Seehofer ist ein kleiner Holzhammer wichtiger als ein “Benimm-Buch”, falls er die Maut noch im Kopf haben sollte…:-)

8) CharlyM, Donnerstag, 24. Dezember 2015, 17:32 Uhr

THOMAS, nicht Lothar de Maizière … zum wiederholten Mal, Herr Spreng, kriegen Sie die Vornamen nicht auf die Reihe … so viel zum Thema Qualitätsjournalismus ;-)

Trotzdem: Frohes Fest!

9) ralph, Freitag, 25. Dezember 2015, 00:38 Uhr

Sie zeigen in Ihrem Text auf, das unsere Regierung in großen Teilen unfähig ist. Ich würde einige Regierungsmitglieder gern mal fragen was sie eigentlich beruflich machen.

Was aber ihre Aussage zu den Steuern angeht, da kann man Ihnen mit Sicherheit nicht zustimmen.
Was wir brauchen sind Steuererhöhungen, aber an den richtigen Stellen. Eine Reichensteuer für die oberen 10 Prozent die im Besitz von zwei Dritteln des Geldvermögens in Deutschland sind.
Nur so können die Aufgaben der nächsten Jahre geschultert werden.
Der größte Teil der Probleme kommt nämlich durch die immer stärker werdenden Unterschiede zwischen Arm und Reich. Alle reden von den Gefahren des Klimawandels, des Terrors, der Flüchtlinge usw. Das ist aber alles nichts gegenüber den Gefahren die durch die ungleiche und ungerechte Verteilung der Mittel entstehen.
Es wird Zeit umzudenken, aber solange Parteien wie CDU,CSU,SPD und die GRÜNEN die Politik diese Landes ,im Verbund mit dem Geldadel bestimmen ändert sich daran nichts .

10) m.spreng, Freitag, 25. Dezember 2015, 08:57 Uhr

Lothar ist mein Lieblingsfehler. Pardon. Korrigiert.

11) Rainer G., Freitag, 25. Dezember 2015, 10:20 Uhr

Der Militärministerin zum Fest des Friedens und der Nächstenliebe ein Gewehr zu wünschen, das geradeaus schießt und somit wesentlich effizienter tötet, ist zwar konsequent, aber um ein vielfaches perverser.
In diesem Wunsch, der wohl satirischer Natur sein sollte, kommt die komplette erbärmliche Niedertracht zum Ausdruck, die sich mittlerweile der politischen Korrektness in unserem Lande bemächtigt hat.
In diesem Sinne: Frohe weihnachten!

12) Politikverdruss, Samstag, 26. Dezember 2015, 10:57 Uhr

Ich könnte mir noch zwei Geschenke für Justizminister Maas vorstellen: Zum ersten die Einsicht, dass man als Justizminister der Bundesrepublik Deutschland selber hetzt, wenn man Demonstranten, gleich aus welchem politischen Lager sie kommen, als „hetzerischen Müll“ bezeichnet.

(http://www.tagesspiegel.de/politik/justizminister-maas-zu-pegida-wer-dem-hetzerischen-muell-zujubelt-traegt-verantwortung/12496604.html)

Hier wartet das Land noch auf eine Entschuldigung, Herr Minister!

Zum Zweiten wäre zu wünschen, dass vom Justizminister eine Initiative zur deutlichen Strafverschärfung bei Gewalt gegen Repräsentanten des Staates ausgeht. Das am Heiligabend ein Polizist und Vater von vier Kindern wegen der Nichtigkeit einer Fahrscheinkontrolle brutal getötet und ein weiterer schwer verletzt wird, ist für mich als mitfühlender Familienvater unerträglich!

Meine Anteilnahme und mein Mitgefühl sind bei den betroffenen Familien, die in ein unermessliches Leid gestürzt wurden!

Was ist aus der Initiative des Landes Hessen geworden, einen „Schutzparagraf 112“ einzuführen, Herr Minister Maas?

13) UweS., Samstag, 26. Dezember 2015, 15:17 Uhr

Ich wünsch uns allen nur eins:

Herr, schmeiss Hirn vom Himmel.

In diesem Sinne, schöne Rest-Weihnachten, alles Gute fürs neue Jahr!

14) olaf, Samstag, 26. Dezember 2015, 17:29 Uhr

Rainer G.! Sie erkennen Niedertracht in Korrektheit? Oder umgekehrt? Oder verwickeln Sie sich gerade im Spannungsfeld zw. Ihrer Weltanschauung und dem Pluralismus?
Es ist bitter zu sehen, wie Sie an der eigenen Dialektik verzweifelt werden.
Rainer G., bekennen Sie sich zum Realismus!

Übrigens, Sie haben da noch etwas Schaum am Mund seit letztem Montag. Es war wieder hitzig, nicht wahr? Time now for Christliche Nächstenlibe these days.

15) riskro, Sonntag, 27. Dezember 2015, 10:41 Uhr

Auch wenn der Wunsch satirischer Natur sein sollte, so etwas zum Fest des Friedens zu schreiben verbietet sich.

Aber vielleicht steht auch Spreng auf den Standpunkt, wenn wir die Waffen nicht herstellen und vertreiben tun es andere. Dann ist es besser, die Arbeitsplätze im Land zu erhalten. Leid, das durch Waffen erzeugt wird, hin oder her.

Wer eine solche Einstellung vertritt hat immer noch nicht erkannt, dass Waffen keinen Frieden schaffen, sondern nur weitere Krisenherde und Hass erzeugen. Vorteil ist natürlich, es werden weitere nach Möglichkeit effizentere Waffen z.B. solche, die auch geradeaus schießen benötigt, die wiederum den weiteren Export ankurbeln würden. Die Saudis, die Gutmenschen würden kaufen, wetten!

Man stelle sich vor, solch ein Wunsch würde von der AfD oder Pegida kommen. Nicht aus zu denken, was dann alles von der Journale und Politik hinein interpretiert werden würde.

Herr Spreng, wo stehen Sie? Sind Sie für ein friedliches Miteinander der Menschen?

Dann wäre mein Wunsch an Sie, dass Sie sich in den diversen Talkshows, in denen Sie öfters zu sehen und hören sind dafür einsetzen und nicht in den vorherrschenden Mainstream mit schwimmen.

Darin liegt natürlich die Gefahr, dass man Sie dann nicht mehr so oft sehen und hören wird.

In diesem Sinne ein Gutes vor allen “Gesundes” 2016!

16) riskro, Sonntag, 27. Dezember 2015, 12:26 Uhr

Olaf 14)

Ich bekenne mich zur Realität. Mir ist bewußt, dass eine Welt ohne Waffen gegenwärtig ein Traum ist. Aber auch Träume sind schon in Erfüllung gegangen. Das setzt natürlich voraus, dass der Wunsch von UweS 13) in Erfüllung geht, was wiederum realitätsfremd ist. Mist ich drehe mich im Kreis.

Aber Fakt ist: “ALLES” gegann/ beginnt mit dem ersten Schritt. Die Erfahrung zeigt, dass dann weitere dem, der den ersten geht, folgen. Siehe abschalten von Atomkraftwerken. Befürworter erhalten immer mehr zulauf.

17) Paulus, Sonntag, 27. Dezember 2015, 19:26 Uhr

@14 Olaf

Als Beobachter des Weltgeschehens, sind wir zur (Welt) Anschauung ausweglos verurteilt. der Glaube an den/einen “Realismus” der uns die Wirklichkeit zeigen kann wie sie ist, ist ein Aberglaube. Etwas für Politiker oder Lieschen Müllers “Weltverständnis”. Die praktische Brauchbarkeit der Konstruktionen die uns die Welt zeigen wie sie “wirklich” ist muss auf bereits vorgenommene Beobachtungen/Erfahrungen passen oder nicht, im Sinne einer fortwährenden Korrektur für der für “richtig” oder “wahr” gehaltener Irrtümer. Dieses Weltverständnis gilt nicht für AM und die blinden Flecken ihrer Wahrnehmung, sie sieht nicht, dass sie nicht sieht. Aber sie glaubt schon alles zu kennen – auch die Ursachen der modernen Völkerwanderung, denen sie mit den Mitteln des Asylrecht und Abmachungen/Versprechungen an Herrn E aus der Türkei Herr werden will – , das ist eine Tragik für dieses Land.

Die angemessenen Weihnachtsgeschenke für AM und ihre (auch medialen) Helfershelfer wären dem zufolge eine gelbe Armbinde mit schwarzen Punkten und ein weißer Stock.

Gruß
Paulus

18) Politikverdruss, Montag, 28. Dezember 2015, 14:21 Uhr

Auf der linken Internetplattform „Indymedia“ ist unter der Überschrift „Solidarität mit dem Polizistenmörder“ weiter zu lesen: „Ja jetzt ist ein Beamter tot und der zweite schwebt in Lebensgefahr; trotz schuss- und stichsicheren Westen! Wie dumm muss man eigentlich sein?!“

Weiter heißt es: „Dann auf den Menschen zu schießen (…) ist einfach nur mal wieder typisch ‚Bullenschweine!‘, dumm wie Brot.“ Der Autor fordert die Abschaffung von Ticket-Kontrollen bei der Bahn, „wer das nicht versteht und absichtlich weiter blockiert (…), der gehört zu Recht abgestochen oder ermordet!“

http://www.focus.de/regional/hessen/herborner-bahnhof-an-weihnachten-erstochen-linksradikale-verhoehnen-ermordeten-polizisten-im-netz_id_5177472.html

Nun können wir ja ganz sicher davon ausgehen, dass einer der härtesten Hass-Verfolger der Republik, unser Justizminister Maas, sich dieser „Sache“ annehmen wird. Oder zweifelt jemand etwa daran?

19) karel, Montag, 28. Dezember 2015, 19:41 Uhr

Für all die mit einer gelben Armbinde mit den schwarzen Punkten nebst weißem Stock:…….

Schon nach der Jahrtausendwende war von Gerhard Schröder der EU-Beitritt der Türkei
höchstselbst betrieben worden. Er hatte sogar die Zustimmung Griechenlands in 1999 zur dann einstimmig in der EU beschlossenen Aufnahme der Beitrittsverhandlungen. Wir wir heute wissen, traten die Griechen in 2000, von Schröder befürwortet, dem Euro bei.
Selbstredend ist nur Fr. Merkel für das heutige “Griechenland-Desaster” zuständig….
So was aber auch.

Nun, aus dem EU-Beitritt der Türkei wurde ja nichts, da Schröder dann seit 2005 verhindert wurde.
Und damit war zumindest der weitere gewaltige Zustrom muslimischer “Einwanderer” vorerst verhindert. Merkel dagegen plädierte für eine “privilegierte” Partnerschaft.

Wer nun der “großen Linie” folgen will, sollte schon die “blinden” Flecken erkennen, erkennen können.
“Blinde Flecken”, eher ein Ergebnis der GroKo.
Einer GroKo, in der Frau Merkel zwar die Kanzlerin darstellt,
die politische Majorität dagegen stramm links angelegt ist. Im Bundestag wie im Bundesrat.
Dagegen hilft nur die “Blinden-Binde”…….
Mit der man nicht sehen kann, daß Fr. Merkel nur Kanzlerin wurde dank der Kompromiß-Unfähigkeit in den Links-Parteien, geschweige den dazugehörenden Mut, Verantwortung zu übernehmen.
In der “Flüchtlings-Frage” war nur in der CDU/CSU kritischer Widerstand zu vernehmen.
Und wo und wer in der SPD?

Sorry für meinen “gereizter” Beitrag…… ob der gelben Armbinde.

20) karel, Montag, 28. Dezember 2015, 19:48 Uhr

Waffen???
Für Jeden, bei dem was “zu holen” ist, empfiehlt sich ein “Waffen-Schrank”.
Zumindest dort, wo das Recht des Stärkeren gilt.
Nicht in einem funktionierenden “Rechtsstaat”.
Sonst ist da bald nichts mehr “zu holen”…..

Nun denn….

21) Tiedgen, Dienstag, 29. Dezember 2015, 12:32 Uhr

@17 Paulus:
Ich stimme Ihnen zu, dass es entschieden zu viele “Welterklärer” gibt, die auf einem pseudowissenschaftlichen Fundament gründen. Über die Medien und die Internetplattformen werden ja viele verschiedene Varianten angeboten. Da wäre der Ansatz von Karl Popper schon einmal hilfreich, um zwischen spekulativer Hypothese und fundierter Theorie zu unterscheiden.

Für die Überwindung der subjektiven Weltsicht empfehle ich die offene Debatte und einen Blick in das Konzept des “Pragmatizismus” im Sinne von Charles Sanders Peirce (ein amerikanischer Strukturmathematiker und Philosoph). Kurz gesagt: skeptische Erkundung der Realität statt festem Glaube.

Es ist auch sinnlos, Menschen auf Grund ihrer Jugend oder ihrer Sozialisation in einem behüteten Elternhaus irgendwo in der Provinz einen Mangel an Realitätsbewußtsein vorzuwerfen.

Wer heute zur älteren Babyboomer-Generation aus Westdeutschland gehört, hat bereits jahrelang Erfahrungen mit den Effekten von Migranten-Integration und mit 68er Rebellen, deren Unterstützerumfeld und deren terroristischem RAF-Ableger gesammelt.

Die Bayern-Politiker haben bereits das entsprechende Alter erreicht und sind Hauptbetroffene des grenzüberschreitenden Zustroms von Migranten. Deshalb halten sie auch hartnäckig an der Kritik an der “offenen Grenze” fest. Ich denke da an das Interview des bayrischen Innenministers Herrmann, der “jovial” den Bundespolizisten die Hilfe der bayrischen Polizisten bei der Grenzkontrolle anbot, vorwiegend gedacht wohl an den kleinen Nebenstraßen, die z.Zt. nicht kontrolliert werden.

Das ist ein Angebot wider die offizielle Botschaft, aber es wäre ein Meilenstein zur Lösung des Zustroms von Migranten ohne persönliche Identifizierung und ohne Registrierung, die hier in der BRD irgendwo Unterschlupf bei “Helfern i.w.S.” finden. Also mir fallen da einige Syrer und Afghanen aus meiner Stadt ein, die einem illegalen “Landsmann” helfen würden.

Stattdessen erweitert die Regierung den Kriegseinsatz und kritisiert europäische Nachbarländer, die kein Flüchtlingskontingent abnehmen wollen.

Das ist das Problem mit den komplexen Problemen: je länger man sie ignoriert, desto heftiger muß man später reagieren und jeder “blinde Aktionismus” verschärft die Probleme. Daraus wird dann im Laufe der Zeit ein gordischer Knoten, den auch die kompetenten Katastrophenmanager kaum noch lösen können.

Ich erwähne da mal als Beispiel die Griechenlandkrise oder die Deutsche Bank, die dank des Interviews ihres Vorstandsvorsitzenden Breuer in stürmisches Fahrwasser geraten ist und Milliarden Verluste durch Kundenverluste und Rechtsstreitigkeiten hatte.
Es ist deshalb auch kein Zufall, dass Unternehmen auf Konkursfahrt gerne niederländische Manager engagieren: die sind “sturmerprobt” und blicken auf eine lange Tradition der Bergung von havarierten Schiffen zurück.”

FAZIT:
Egal welchen Kurs die BRD-Regierung einschlägt, die Nordsee-Anrainer-Staaten werden auf einem falschen Kurs nicht mitsegeln. Und ganz besonders genau werden die Briten hinschauen, wenn sie, wie geplant, über einen Austritt aus der EU abstimmen.

22) wschira, Dienstag, 29. Dezember 2015, 14:50 Uhr

@20) karel

“Sorry für meinen “gereizter” Beitrag…… ob der gelben Armbinde.”

Von Ihnen kommen doch nur gereizte Beiträge von grenzenloser Merkel-Anbetung und ebenso gzenzenlosem Linken-Bashing.

23) wschira, Dienstag, 29. Dezember 2015, 15:07 Uhr

@18) Politikverdruss

Mal wieder typisch! Warum schreiben Sie nicht gleich “Internetplattform der Linken”? Indimedia ist eine international betriebene recht obskure Plattform, die selbst nach “BILD” bisweilen auch von Linksradikalen benutzt wird. Sie insinuieren, dass Linke den Polizistenmord gut heissen. Eine durch nichts belegte Unterstellung, wenn man einmal von einem obskuren Geschmiere auf einer obskuren Plattform absieht.

24) Günter Springer, Dienstag, 29. Dezember 2015, 16:21 Uhr

Ich wünsche mir und uns allen den sofortigen Stop der Waffenproduktin und deren Verbreitung.
Dannn und erst dann bekommen wir ein gutes Jahr 2016!
Allen ein gutes Jahr 2016 mit viel Gesundheit!

25) Paulus, Dienstag, 29. Dezember 2015, 17:43 Uhr

@19 karel

Die Gedanken, mit denen eine Regierungschefin Sätze an die Öffentlichkeit richtet, verantwortet sie allein, ein Verweis auf andere, die noch viel schlechtere Kanzler in der Vergangenheit geht ins Leere. Wir wissen wir alle, dass hinter den Aussagen von Politikern Motive, Kalküle, Absichten stecken, die verborgen bleiben sollen. Ebenso wissen wir alle, dass Politik nicht im “luftleeren Raum” stattfindet sondern in vielfältigen Abhängigkeiten steht und oft auf engstem Raum umzusetzen ist. Umso wichtiger ist es für eine Regierungschefin, ihr Spielfeld sorgsam zu nutzen. Die Paradedisziplin der Politik ist nicht das Stochern im Nebel sondern das Erweitern ihrer Handlungsmöglichkeiten. Aber nicht im Stile von Abenteurern: Schengen und Dublin funktionieren nicht – was sowieso kaum jemand ernsthaft erwarten konnte -, also machen wir heute mal was ganz anders und lassen alle rein, geltende Gesetze hin oder her.

Ebenso nimmt der Beobachter wahr, dass die Formulierung “alle Staatsgewalt geht vom Volke aus” entweder eine idealisierte Übertreibung oder eine glatte Tautologie sein muss, in der jedwede Lobbytätigkeit als bereits “vom Volke ausgehend”, gedeutet wird. Die Feststellung wir leben in einer Demokratie = der Souverän ist das Volk (nicht “die Gesellschaft”!!), ist in einfacher Form damit Unsinn. Sinn ergibt eher die Aussage eines durch übergroßen Einfluss von Partialinteressen deformierten Demokratie, bei leidlich funktionierender Rechtsstaatlichkeit. An dieser Entwicklung in Richtung auf Festigung der Herrschaft der Superreichen, hat Frau Merkel tatkräftig mitgewirkt. Und dabei offenbar die Rolle der Politiker (als reine Befehlsempfänger) von Banken und transnationalen Konzernen als alternativlos “angesehen”.

Gruß
Paulus

26) wschira, Mittwoch, 30. Dezember 2015, 14:37 Uhr

@25) Paulus

Selten einen so treffenden Kommentar über das Thema gelesen.

27) Politikverdruss, Donnerstag, 31. Dezember 2015, 13:54 Uhr

23) wschira, Dienstag, 29. Dezember 2015, 15:07 Uhr,

lieber Herr Schira,

Ihre Behauptung, indymedia sei eine „obskure Internetplattform“, kann ich nicht nachvollziehen. So hat die Plattform z.B. den poldi-Award verliehen bekommen als „beste Online Initiative im Bereich Wissenschaft, Bildung und Kultur“.

In der achtköpfigen Jury sitzt unter anderem Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung. Krüger hielt auch die Laudatio.

Ich unterstelle gar nichts. Vielmehr scheint es so, dass Sie uns weißmachen wollen, indymedia sei wegen einer von Ihnen behaupteten Obskurität nicht ernst zu nehmen. Davon kann bei einer Internetplattform, die von einer Jury eine hohe Auszeichnung erhalten hat, in der mehrere Bundesminister sitzen, natürlich nicht die Rede sein.

In diesem Sinne uns weiter interessante Diskussionen und Ihnen und allen anderen Mit-Diskutanten ein frohes neues Jahr!

28) Paulus, Donnerstag, 31. Dezember 2015, 14:42 Uhr

@21 Tiegen

Danke für den Hinweis auf Peirce, werde ich aufnehmen und mich mit seinen erkenntnistheoretischen Überlegungen endlich mal beschäftigen. Diesem Hinweis bin ich schon mehrfach begegnet. Meine “Fährtenleger” sind bislang G. Frege, L. Wittgenstein, K. Popper, H. Albert, N. Luhmann, H. v. Foerster und andere Konstruktivisten. Mit Abstrichen auch Karl Marx (sein “Histomat” ist Unsinn, seine Werttheorie hat Schwächen – denn er kennt Werte ohne Preise – aber sein Ansatz bei Wertbildungsprozessen die sozialen “Herr – Knecht” Verhältnisse mit in Rechnung zu stellen, ist leistungsfähiger als eine sterile “reine Ökonomie” auf individualistischer Grundlage, die industriell produzierte Werte ohne Kosten kennt, wie es in der “subjektive Wertlehre” der Fall ist.

Ihrem Lagebild stimme ich weitgehend zu, ebenso wie der verbreiteten Neigung (nicht nur in der Politik) drängenden, komplexen Problemlagen auszuweichen und auf die “lange Bank” zu schieben (Stichwort € Krise). Durch warten wird nichts besser. Die bayrischen Vorschläge, Verschärfung der Grenzkontrollen und Einreiseanträge nicht einfach auf Zuruf des Wortes “Asyl” zu bearbeiten, halte ich in der gegenwärtigen Lage, in der sich insbesondere Bayern befindet, für selbstverständlich.

Ein Irrweg ist der Versuch der Politik, sich auf angeblich “universelle Werte” wie auf einen Imperativ berufen zu können. Dahinter stecken heikle logische und begriffliche Implikationen, die von bedeutsamen Mächten mit guten Gründen zurückgewiesen werden. “Universelle Werte”, die für alle Zeiten “der Menschheit” Handlungsmaxime zu sein haben, sind an einen abstrakten Begriff von “Menschheit” gebunden, dessen Eigenschaften niemand konkret und ohne Willkür bestimmen könnte. Wie soll da Unabhängigkeit von Zeit und Raum der Fall sein? Abstrakte und absolute Gültigkeit beanspruchende Gesetze/Theoreme/Werte führen häufig genug in logische Widersprüche.

Gruß
Paulus

29) Politikverdruss, Sonntag, 03. Januar 2016, 12:45 Uhr

Günther Oettinger zur Entwicklung der Medienlandschaft in Polen: „Je größer unsere Sorge ist, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Funktion einbüßen könnte, nämlich die Bürger unabhängig zu informieren, desto mehr müssen wir die Unabhängigkeit der Regulierungsbehörden stärken”.

Beim ersten Lesen dachte ich, er spricht über die deutschen Medien. Weit gefehlt, nicht Deutschland, sondern Polen war gemeint. Nicht das Land, in dem der Begriff „Lügenpresse“ die Runde macht, sondern das Land, das sich immer wieder erfolgreich gegen Diktaturen gewehrt hatte, erhält nun Demokratie-Nachhilfe von Deutschland.

Ich kann langsam verstehen, dass unseren EU-Partnern das moralische Imponiergehabe aus Deutschland inzwischen unerträglich sein muss. Und irgendwie erscheint mir dieser „humanitäre Imperativ“ wie einst die Forderung nach einem „Platz an der Sonne“. „Mit einem Worte: wir wollen niemand in den Schatten stellen, aber wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne.“

Wir wissen ja inzwischen von Frau Merkel, dass es „ zur Identität unseres Landes gehört, Großes zu schaffen“. Diesen „Wir-schaffen-das-Infantilismus“ nun auch noch auf unseren Nachbarn Polen auszudehnen, mit dem uns eine so wechselvolle Geschichte verbindet, erscheint mir nur noch lächerlich. Wenn schon unsere eigenen Journalisten selbstkritisch vom deutschen „Staatsfunk“ (FAZ, Holger Steltzner, 02.01.2016) sprechen, sollte man mal inne halten, bevor man mit der moralischen Keule über Polen herfällt.

Die politische Führung in Berlin scheint sich in ihrem politischen Wolkenkuckucksheim inzwischen aber fest eingerichtet zu haben. Bayrische Erdungsversuche schlugen bisher fehl. Und wie man von Reinhard Mey ja weiß, schätzt man „über den Wolken“ die Grenzenlosigkeit. Nun versucht der merkelsche „Staatsfunk“ mit unerträglicher Penetranz, den Deutschen einzureden, Deutschland ohne Grenzen sei alternativlos. Die Hilfsbereitschaft der Deutschen gegenüber den Flüchtlingen sei auch als Akzeptanz der merkelschen Politik zu sehen, wird dem Michel suggeriert.

Und so könnten unsere staatsreuen Medien weiter an dieser „Wir-schaffen-das“-Show merkeln, ja wenn da nicht Frau Prof. Dr. Köcher wäre. Die hat Bemerkenswertes herausgefunden:

Die Deutschen verlieren die Hoffnung auf eine gute Zukunft!

„Sehen Sie dem Jahr 2016 mit Hoffnungen oder Befürchtungen entgegen?“ fragten zum Jahreswechsel stellten die Demoskopen von Allensbach. Die Antwort darauf war ein Einbruch der Hoffnungswerte. So etwas gab es selten. Seit 1949 fragt Allensbach zum Jahreswechsel nach den Hoffnungen oder Befürchtungen der Leute für das kommende Jahr. Nur beim Korea-Krieg, dem Mauerbau, den beiden Ölkrisen, der Wende in der DDR, den Anschlägen auf New York und der Finanzkrise schlug die Stimmung so plötzlich um wie heute.“ (FAZ-Online 02.01.2016)

Über den Wolken mag die Freiheit wohl grenzenlos sein, Frau Merkel, aber nicht auf Erden!

30) Michael Schmidt, Montag, 04. Januar 2016, 14:42 Uhr

@Tiedgen

Kurz gesagt: skeptische Erkundung der Realität statt festem Glaube.

Ja, was denn sonst?

Dass das in deutschen kulturellen Gefilden wie eine großartige Neuigkeit erscheint, ist sicher kein Zufall, vor allem, wenn man einmal die deutschen politischen Linien des 20. Jahrhunderts und ihre Folgen betrachtet. Wie oft war die deutsche Politik Ausdruck gravierenster Fehleinschätzung der Wirklichkeit, wie oft hätte ein schlimmes Schicksal abgewendet werden können?

Und während der besseren Hälfte: Wurde nicht der hanseatische Pragmatiker als “Macher” verhöhnt? Was war mit den “blühenden Landschaften”?

Es ist kein Zufall, dass in Deutschland zwischen den Kulturwelten der Ingenieure und Naturwissenschaftlern und den “Geisteswissenschaftlern” gegenseitige Verachtung herrscht, bis hin zu Leuten, die in der Öffentlichkeit damit prahlen, dass sie nicht rechnen können.

Als Ingenieur brauchen Sie nicht über die “skeptische Erkundung der Realität” zu sinnieren. Wenn Sie einen Fehler machen, stürzt die Brücke ein, so einfach ist das. Ingenieuren und Naturwissenschaftlern braucht man nicht zu erklären, dass die Realität immer gewinnt.

Ansonsten ein frohes neues Jahr an Sie, den Blogbetreiber und alle geschätzte Mitkommentatoren!

31) Michael Schmidt, Montag, 04. Januar 2016, 14:49 Uhr

P.S. Ich finde diese Kolumne ziemlich witzig :)

32) Konservativ, Dienstag, 12. Januar 2016, 09:12 Uhr

Macht Berlin (nach dr Evakuierumg) endlich wieder zum Parkplatz.
Das wäre ein Anfang.

33) Konservativ, Mittwoch, 13. Januar 2016, 09:12 Uhr

“Es gibt kein richtiges im Falschen” Herr Spreng.

Wie ist Ihre Meinung?

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