Dienstag, 05. Januar 2016, 18:29 Uhr

Köln und das Versagen der Medien

Nach dem empörenden Vorfällen in der Silvesternacht in Köln gibt es – neben dem Mitleid mit den betroffenen Frauen – viele Fragen. Die wichtigsten richten sich an die Polizei:

Wieso konnte sie die Frauen nicht besser schützen?

Warum hat sie erst nichts von den Übergriffen mitbekommen und dann bei der Verfolgung und Aufklärung versagt?

Wieso kam es am Tag danach zu der polizeilichen Desinformation, die Silvesternacht in Köln sei weitgehend friedlich verlaufen?

Wieso gab es – wenn das Problem nordafrikanischer Bandenkriminalität polizeibekannt war – in Köln nicht schon längst eine Sonderkommission zur gezielten Verfolgung dieser Straftaten?

Die Fragen, die mich aber genauso beschäftigen, sind die Fragen nach dem Versagen der Medien:

Wieso dauerte es vier Tage, bis die Vorfälle in den nationalen Medien auftauchten ?

Und wieso sind sie nicht wenigstens dann aufgewacht, als der Kölner „Express“ darüber berichtete?

Wo sind die Reporter, die etwas über solche öffentlichen Ereignisse zeitnah erfahren und sie sofort recherchieren?

Wo sind die Chefredakteure, die die Brisanz erkennen und ihre Reporter unter Druck setzen, mehr Informationen zu beschaffen?

Gibt es eine Schere im Kopf der Journalisten, wenn es sich um „arabisch aussehende, nordafrikanische Männer“ handelt?

Wieso berichtet eine Zeitung wie BILD seitenweise über die irrealen Gewaltfilme von Till Schweiger, über die reale Gewalt vor dem Kölner Hauptbahnhof aber nur mit einer im Inneren des Blattes versteckten Meldung statt mindestens auf zwei Sonderseiten?

Was ist das für ein Journalismus, der nicht mehr mitbekommt, was öffentlich in einer deutschen Großstadt passiert?

Schämen sich die öffentlich-rechtlichen Medien nicht, wenn sie jetzt mit viertägiger Verspätung in Sondersendungen über ungeheuerliche Vorfälle in Deutschland berichten, was ihnen bei Ereignissen im Ausland am selben Tag gelingt?

Die Berichterstattung über die Ereignisse in Köln ist für die deutschen Medien ein Armutszeugnis. Und was mich am meisten ärgert: Es ist Wasser auf die Mühlen aller rechten Hetzer, die sich in ihren Angriffen auf die „Lügenpresse“ bestätigt sehen.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

168 Kommentare

1) Politikverdruss, Freitag, 22. Januar 2016, 18:44 Uhr

139) Paulus, Mittwoch, 20. Januar 2016, 17:32 Uhr,

vielen Dank für den Zuspruch. Zu Ihrem Beitrag passt auch der neueste „Beitrag“ aus Karlsruhe (BVerfG). Nahezu jeder in der Flüchtlings-Republik hat inzwischen mindestens einmal darauf hingewiesen, dass das Recht auf Asyl keine Obergrenze kenne. Nur Herr Voßkuhle noch nicht. Das holt er jetzt auf Kosten seiner Neutralitätspflicht nach. (Frankfurter Rundschau)

Es wird so der Eindruck erweckt, alle Flüchtlinge seien Asylbewerber, für die keine Obergrenze gelte. Dem ist natürlich nicht so. Artikel 31 der Genfer Flüchtlingskonvention besagt, dass das Zielland, in dem ein Asylantrag gestellt wird, vom Flüchtling nicht frei unter allen Ländern dieser Erde ausgesucht werden kann. Das Land seiner Zuflucht muss im unmittelbaren Umfeld seiner Bedrohung liegen. Es muss das erste sichere Land in der Nahbarschaft sein.

Die Genfer Flüchtlingskonvention unterscheidet den Begriff des Flüchtlings in:

-Konventionsflüchtlinge,

-Umwelt-und Klimaflüchtlinge,

-Kriegsflüchtlinge und

-Elends-und Wirtschaftsflüchtlinge

Von allen Flüchtlingsformen ist der Konventionsflüchtling derjenige, der in erster Linie ein Recht auf Asyl besitzt. Er wird aus Gründen der Rasse, Religion, Nationalität oder wegen seiner politischen Überzeugung verfolgt und ist deshalb schutzbedürftig.

Für die Flüchtlingsformen gelten unterschiedliche Bestimmungen. Kriegsflüchtlinge sind z.B. nicht als Flüchtling im Sinne von Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention (Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge) von 1951, als Konventionsflüchtling, anerkannt. (Wiki)

2) Otmar Wagner, Freitag, 22. Januar 2016, 19:05 Uhr

Einer macht den Anfang, die Frage ist, ob noch Andere folgen werden.

Bouillon streicht „Maulkorb“ für Polizei aus internem Erlass

Von Michael Jungmann, 16. Januar 2016, 02:00 Uhr

Die Polizei darf wieder konkret über die Beteiligung von Ausländern an Straftaten berichten. Bisher war dies nur in Ausnahmefällen möglich. Nach den Kölner Ereignissen ließ Minister Klaus Bouillon einen alten Erlass ändern.
Die Vorfälle in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof, wo hunderte Männer, vorwiegend algerischer, marokkanischer und tunesischer Abstammung, Frauen sexuell belästigten und ausraubten, hat auch für die saarländische Polizei Konsequenzen. Die Polizei in Köln musste sich scharfe Kritik gefallen lassen, weil sie sehr spät über die Ereignisse informierte und eher zurückhaltend den Migrationshintergrund erwähnte. Hintergrund dafür waren interne Verfügungen, wonach die Beamten dort nur in Ausnahmefällen über die Herkunft Tatverdächtiger informieren durften.

Bis Donnerstag stand eine ähnliche Passage auch im Erlass über die Öffentlichkeits- und Medienarbeit der Saar-Polizei. Polizeiintern war hier mitunter von einem „Maulkorb-Erlass“ die Rede.

Innenminister Klaus Bouillon (CDU), derzeit Vorsitzender der Innenministerkonferenz, hat jetzt angeordnet, dass eine Passage ersatzlos aus dem Erlass gestrichen wird. Konkret dieser Satz: „Hinweise auf eine Beteiligung von Ausländern, ethnischen oder religiösen Minderheiten oder deren Hautfarbe haben grundsätzlich zu unterbleiben, sofern nicht im Einzelfall die Information aus sachlichen Gründen für das Verständnis des berichteten Vorganges oder zum Zwecke der Fahndung zwingend erforderlich ist.“ Die Polizei darf also wieder Angaben zur Nationalität und Herkunft von Tatverdächtigen machen. Wie bisher gilt für die Polizeisprecher weiter: „Die Berichterstattung darf nicht diskriminierend und vorurteilsschürend wirken.“

Polizeisprecher Georg Himbert informierte gestern seine Kollegen. Er sagte gegenüber der SZ: „Keinesfalls sollte der Eindruck entstehen, die Polizei des Saarlandes wolle durch ihre Medienarbeit die Öffentlichkeit über das polizeilich relevante Verhalten nichtdeutscher Personen im Unklaren lassen.“
http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/saarbruecken/Saarbruecken-Bouillon-Polizeisprecher-Verbrechensfaelle;art446398,6036489

3) Politikverdruss, Freitag, 22. Januar 2016, 19:08 Uhr

132) Michael Schmidt, Dienstag, 19. Januar 2016, 22:02 Uhr,

Zustimmung!

Wir haben es in unserem Land mit einem unglaublichen Demokratie-Desaster zu tun:

-Die Exekutive wird von einer „Selbstermächtigungs“-Kanzlerin beherrscht.

-Die Legislative wird von Partei-Apparatschiks an der Ausübung ihrer Kontrollfunktion gegenüber der Regierung gehindert.

– Und die Judikative verletzt die Neutralitätspflicht, indem sie sich in die aktuelle Obergrenzen-Diskussion einmischt(Vosskuhle, FR).

Ich habe mich politisch noch nie so hilflos gefühlt!

4) Politikverdruss, Samstag, 23. Januar 2016, 15:13 Uhr

135) Michael Schmidt, Dienstag, 19. Januar 2016, 22:38 Uhr,

der Steinigungsvers des Korans lautet im arabischen Original:

« الشَّيْخُ وَالشَّيْخَةُ إِذَا زَنَيَا فَارْجُمُوهُمَا الْبَتَّةَ نَكَالًا مِنَ اللهِ وَاللهُ عَزِيزٌ حَكِيمٌ »

« aš-šaiḫu wa-š-šaiḫatu iḏā zanayā fa-rǧumūhumā l-battata nakālan mina Llāhi wa-Llāhu ʿazīzun ḥakīmun »

Die Übersetzung lautet:

„Wenn ein bejahrter Mann und eine bejahrte Frau Unzucht treiben, so steinigt sie auf jeden Fall als Strafe Gottes. Und Gott ist gütig und weise.“ (Wiki)

Fazit: Von Unzucht treibenden, die bejahrt sind, ist die Rede, nicht von Transsexuellen. Da haben die arabisch sprechenden „Jugendlichen“(Focus) entweder ihren Koran nicht verstanden oder das Ganze hat nichts mit dem Islam zu tun. Und manch einer meint, es handele sich sogar um eine „koranische Strafe, die nicht im Koran steht.“

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/steinigung-koranische-strafe-die-nicht-im-koran-steht-11027194.html

Wer will nun diesen „arabisch sprechenden Jugendlichen“ angesichts des Auslegungsdschungels verübeln, dass sie sich auch mal in ihrer Religion „verirren“. Fast möchte man ihnen den Leitspruch der Aufklärung zurufen: Sapere aude! Ich fürchte aber, das ist momentan noch vergebene Liebesmühe.

5) Politikverdruss, Sonntag, 24. Januar 2016, 13:44 Uhr

An der SPD-Basis brodelt es. Nur mühsam können SPD-Kommunalpolitiker aus NRW durch die Ministerpräsidentin Kraft zurückgehalten werden, offen gegen die illegale Flüchtlingspolitik von Frau Merkel zu demonstrieren. Die Flüchtlings-Krise spitzt sich zu. Die exekutive „Selbstermächtigung“ des Kanzleramtes wird nun mehr und mehr auch unter den Aspekt des Rechtsbruchs debattiert. Lange dauerte es, bis die deutsche Rechtswissenschaft erwachte.

„Ehemalige Verfassungsrichter sprechen von einer Krise des Rechts, und es wird immer rätselhafter, wodurch die einsame Entscheidung der Kanzlerin gedeckt ist, die Grenzen im September des vergangenen Jahres zu öffnen. Denn es gibt offenbar keine entsprechende Anordnung, jedenfalls wurde sie nicht veröffentlicht, und das angesichts der enormen Tragweite dieser Entscheidung. Das verletzt alles, was der Bürger in einer Demokratie und einem Rechtsstaat erwarten kann. Leben wir bereits wieder in einer Zeit, in der staatliches Handeln geheime Kommandosache ist? Kanzler und Minister haben schon aus geringeren Gründen ihren Abschied genommen.“

https://www.ndr.de/info/sendungen/kommentare/Es-muss-einsam-geworden-sein-um-die-Kanzlerin,merkel2070.html

Wir erleben das nahezu vollständige Versagen der deutschen Volksvertreter und damit ein Versagen der parlamentarischen Demokratie. Von den 631 Abgeordneten geht kaum Widerstand aus gegen die rechtlich außerordentlich fragwürdige Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin. „Besorgt“ um die eigene Parteikarriere, kujoniert durch Partei-Apparatschiks wie Kauder und mitschwimmend im Mainstream, erleben wir „Volksvertreter“, die keine mehr sind.

Natürlich war es schwierig für die Abgeordneten. Denn die Zustimmung zu Merkels Flüchtlingspolitik war groß: Die Politik quer durch die Parteien und die Medien überschlugen sich vor Zustimmung, die Wirtschaft bejubelte die so sehnlich erwarteten „Fachkräfte“ ebenso wie die „Kunst-und Kulturschaffenden“ des Landes. Und die Kirchen erteilten ausdrücklich Absolution.

Aber „Köln“ und die Selbstermächtigung der Kanzlerin haben auch ihr Gutes. Sie verdeutlichen den katastrophalen Zustand unserer parlamentarischen Demokratie: „Volksvertreter“, die das Volk nicht mehr vertreten, Gewaltenteilung, die durch eine sich krakenhaft ausdehnende Parteiokratie ausgehebelt wird und Staatsmedien, die in einer linksgrünen Ideologie gefangen sind, die selbst Politik machen wollen und die dem inzwischen überwiegend links der Mitte angesiedelten Parteienspektrum nach dem Mund reden.

Werden wir inzwischen durch „Geheimerlasse“ regiert? „Zahlreiche Medien haben darüber berichtet, dass das Bundesministerium des Innern Ende August/Anfang September 2015 auf der Rechtsgrundlage des Paragraphen 18 Absatz 4 Nr. 2 Asylgesetz angeordnet haben soll, aus humanitären Gründen von der in Absatz 2 dieser Vorschrift zwingend angeordneten Zurückweisung asylsuchender Ausländer, die aus einem sicheren Drittstaat einreisen, für ankommende syrische (und andere?) Staatsangehörige auszusetzen.“

„Wir wissen nämlich bis heute nicht genau, ob eine solche Anordnung tatsächlich ergangen ist, in welcher Form und welchen genauen Inhalt sie hat. Wer ist, wenn es sie denn geben sollte, ihr Adressat, für welchen Personenkreis gilt sie und wie lange?“ Und: Wer hat das angeordnet?
http://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/fluechtlinge-ein-geheimerlass-zur-oeffnung-der-grenze-14024916.html

6) fiktiv, Sonntag, 24. Januar 2016, 14:48 Uhr

Können Sie sich noch erinnern, als ich Ihnen vor Jahren schrieb, Linke und Rechte Gewalt wären beide gleich gefährlich für unseren sozialen Frieden? Daran werden auch Sie bald nicht mehr vorbeikommen.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110972/3232797
24.01.2016 – 09:33

Karlsruhe (ots) – Am Samstagabend, kurz vor 21.00 Uhr, wurde ein 36-jähriger Mann, welcher gerade im Begriff war im Bereich der Rembrandstraße in Neureut Wahlplakate der AfD aufzustellen, Opfer eines zunächst verbalen, dann bewaffneten Angriffs. Der Plakataufsteller wurde hierbei von einem unbekannten Mann unflätig angesprochen. Danach begab sich der Aufsteller zu seinem Pkw und setze sich hinters Steuer. Zeitgleich hatte sich der unbekannte Aggressor auf die Beifahrerseite begeben, holte etwas aus seiner Tasche und hielt diesen Gegenstand in die Richtung des 36 Jahre alten Mannes. Kurz darauf hörte der Geschädigte einen blechernen Knall und musste feststelle, dass die Beifahrerscheibe seines Pkw daraufhin zersprungen war. Als ihm dann noch gewahr wurde, dass es sich bei dem Gegenstand um eine kleinere Pistole handelte, flüchtete er unverletzt mit seinem Fahrzeug einige Straßen weiter, um schließlich die Polizei zu verständigen. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen bislang ohne Erfolg. Eine kriminaltechnische Untersuchung des beschädigten Pkw erfolgt noch im Laufe des Tages. Die Polizei bittet Zeugen sich unter der Rufnummer 0721/939-5555 an den Kriminaldauerdienst zu wenden.

Der Täter kann wie folgt beschrieben werden: Männlich, geschätztes Alter von ca. 20 – 25 Jahren, ca. 180-185 cm groß, trug Kopfbedeckung und schwarzes Halstuch mit einem weißen Muster vor Mund- und Nasenpartie, trug eine grüne Jacke (vermutlich Parka) mit Camouflage-Muster, führte dunkle kleinere Pistole mit sich, fuhr ein dunkles Mountainbike mit leicht schräger Querstange und Gepäckträger.

Stefan Moos, Führungs- und Lagezentrum

Polizeipräsidium Karlsruhe
Telefon: 0721 666-1111
E-Mail: karlsruhe.pp.stab.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

7) Cristina Hutchinson, Sonntag, 24. Januar 2016, 18:48 Uhr

Es ist schon bemerkenswert, wie spät die Medien dieses Thema aufgegriffen haben. Bis heute, scheuen viele Journalien nicht, dieses Thema aufzugreiffen, ohne neue Erkenntnisse darüber zu besitzen. Die Berichterstattung zeigte sich dermaßen irreführend, dass aus den Straftaten in Köln, eine Flüchtlingsdiskussion ausartete. Wären diese ungeheurlichen Straftaten von deutschen Gutbürgern begangen, müsste das Augenmerk auf das Versagen der Polizei und Behörden gerichtet werden.
Auch auffällig die Tatsache, dass einige Journalien anfingen dann bei anderen Städte das selbe Geshehen zu suchen und daraus einen Artikel zu machen. Es ist abartig und hat mit seriösen Journalismus nichts zu tun. Blätter wie Berliner Morgenpost und Tagesspiegel haben sich die Finger dreckig gemacht.
Jetzt brodelt es von super schlauen Hinweisen, wie die Frauen sich benehmen sollen, siehe Vorschlag der Bürgermeisterin aus Köln.

Ein anderer Schlaumeyer möchte die U-Bahn-Wagons für Frauen extra markieren. Jetzt kommen die alle aus ihren Löchern gekrochen. Es gibt sogar die „besorgten Bürger,“ die Wache halten für die deutsche Frauen und verschweigen dabei, dass ihre eigentliche Motivation ist, unter diesem Vorwand, die Flüchtlingsheime auf offener Strasse zu terrorisieren.
Diese Republik steht Kopf.

8) Zwackelmann, Sonntag, 24. Januar 2016, 23:12 Uhr

Wir machen uns noch keine Vorstellung von den Katastrophen und Wanderungen des kommenden Jahrhunderts. Und wir können sie außerhalb Deutschlands, vielleicht Europas, nicht verhindern. Es wäre schon eine gute Sache, wenn Hunger und Bomben, Terror à la ISIS dauerhaft einen Bogen um unser Land machten. Dazu müssen wir uns aber aufstellen und anstrengen. Wenn wir alles treiben lassen, wird die Katastrophenwelle auch über unseren Köpfen zusammenschlagen. Fangen wir also an.

9) Ockenga, Montag, 25. Januar 2016, 14:10 Uhr

Versagt haben, weil nicht mehr zeitgemäß, unsere Werte. Sie taugen pragmatisch nicht mehr viel in der Welt. Sie sind weitgehend zu idealisierten Wunschvorstellungen geworden, die immer weniger mit den Realitäten in Einklang zu bringen sind. Diese Erkenntnis ist ein Sakrileg, eine grenzenlose Anmaßung, ein Schlag in das Grundgesetz. Und dennoch! Unsere Auffassung von der christlichen Nächstenliebe und die der ebenfalls in die gleiche irdische Richtung zielenden Werte des solidarischen Sozialismus haben sich überlebt. Selbst in den Ländern der westlichen Hemisphäre, von denen wir bisher glaubten, dass auch dort die christlichen Werte verteidigt und angewendet werden, wird über uns mitleidig der Kopf geschüttelt. Wir haben auch hierfür keine namhaften Verbündeten. Die Tugenden, die uns ökonomisch auszeichnen, wenden sich im globalen Werte/Ethik-Wettstreit gegen uns. Unser prinzipieller Idealismus ist nicht mehr konkurrenzfähig. Ähnlich geht es den Amerikaner mit ihrem Demokratieverständnis. Nicht nur im ach so konsequent katholischen Polen, auch in anderen westlichen Ländern wird inzwischen eine andere Melodie der Nächstenliebe gespielt. Selbst die Kirchen haben sich von ihren tradierten Glaubensinhalten weit entfernt. Sie wollen es nur nicht wahr haben. Die Vordenker der ev. Amtskirche haben einen Großteil der Glaubeninhalte kampflos aufgegeben. Beweis: Interview im SPIEGEL mit dem Atheisten Moore und HH-Pastor Claussen, demnächst Kulturbeauftragter er ev. Kirche in Berlin. Selbst die Schöpfung wird von Pastor Kiene in Chrismon, mit Verweis auf andere Theologen, als nicht mehr wahrscheinlich bezeichnet. Auch das FAZ-Interview mit Mosebach und Graf kommt zu vergleichbaren Ergebnissen. Und dass der Mensch die Krönung (Ebenbild!) der Schöpfung sein soll, ist schon lange ein Märchen, an das nur noch die gänzlich Verstockten glauben.. Die Glaubensinhalte sind von Kanzel zu Kanzel, von Kontinent zu Kontinent beliebig geworden. Auch in der kath. Kirche ist es im globalen Vergleich nicht viel anders. Auch sie will es nur nicht wahr haben! Damit ist es auch an der Zeit, über den Begriff der Nächstenliebe nachzudenken. Wenn schon alle anderen Glaubensinhalte interpretationsfähig sind, warum dann nicht auch die Nächstenliebe?

10) riskro, Dienstag, 26. Januar 2016, 09:30 Uhr

Plan A : Wir schaffen das!
Plan A 1: Wir schaffen das und machen dazu ein freundliches Gesicht!
Plan A 2: Wir schaffen das, machen dazu ein freundliches Gesicht und ääääähhhh!

11) Erwin Gabriel, Mittwoch, 27. Januar 2016, 12:52 Uhr

@ 148) Michael Schmidt, Freitag, 22. Januar 2016, 10:53 Uhr

>> Kann Deutschland 60 Millionen Flüchtlinge aufnehmen,
>> ja oder nein? … Wenn Sie nein sagen, dann müssen
>> Sie sagen, wer rein darf und wer nicht.

Das war gemeint; Sie haben es deutlich besser auf den Punkt gebracht als ich.
Vielen Dank

@ 150) Politikverdruss, Freitag, 22. Januar 2016, 16:31 Uhr

>> Ist das hier noch ein Rechtsstaat?

Solange Sie noch Ihr Knöllchenn kriegen, nachdem man Sie geblitzt hat, mag ich das nciht verneinen.
Ich denke aber, dass der Staat in einigen Bereichen seine Funktion nicht mehr aufrecht erhalten kann oder (etwa an der Grenze) nicht mehr will.

12) Erwin Gabriel, Mittwoch, 27. Januar 2016, 12:56 Uhr

Apropos „Lückenpresse“: Die Ausladung der AfD aus der rheinland-pfälzischen „Elefantenrunde“ durch den SWR mit der Begründung, dass dann SPD und Grüne wegbleiben wollen, ist sowohl für den Sender als auch für die Parteien entlarvend.

13) Jakobiner, Mittwoch, 27. Januar 2016, 15:47 Uhr

DIe, die Sozialleistungen für Flüchtlinge auf ein niedriges europäisches Kaufkraftniveau zu senken, hat meiner Ansicht nach einen Denkfehler. Zum einen ist die Vergleichsgrösse der Flüchtlinge, die Leistungen, die sie in den UNO-Lagern bekommen, bzw. eben nicht bekommen, da die Geberländer die Hilfe um 2/3 gekürzt und somit eine Hungersnot ausgelöst haben, was die Fluchtwelle so richtig in Gang setzte. Man müsste also die Leistungen auf das Niveau der UNO-Flüchtlingslager setzen, um keinen ökonomischen Anreiz mehr zu haben, was unmenschlich wäre. Zweitens übersieht das, das neben den ökonomischen Anreizen die Willkommenskultur eben eine grosse Rolle spielt und die offene Ablehnung anderer EU-Staaten. Soll man die Flüchtlinge jetzt abschreckend mißhandeln, damit diese auch kein Anreiz bietet. Wie gesagt: Anstatt solche ökonomischen Stellschrauben zu drehen, wäre es eben besser eine Obergrenze zu ziehen. Ab dieser Obergrenze werden die ankommenden Flüchtlinge in den Bus gesetzt unnd zurück in die UNO-Flüchtlingslager gefahren. Dabei müsste man die UNO-Flüchtlingslager finanziell kräftig aufzustocken, dort die Lebensverhältnisse mittels Wohnungsbau- Bildungs-, Kultur und Gesundheitsprogramm nachhaltig zu verbessern anstatt immer mehr Leute nach Deutschland kommen zu lassen. Ebenso wäre das die billigere Variante. Da die Kaufkraft im Nordirak, dem Libanon, Jordanien, Nordsyrien ca. 1: 10 betragen dürfte, könnte man mit gleichem Resourceneinsatz das Zehnfache an Leistungen erbringen.

14) maler, Mittwoch, 27. Januar 2016, 18:51 Uhr

Dem ist nichts hinzuzufügen. Mich hinterlassen solche Vorfälle sprachlos, was geht da in unserem Land vor sich?

15) Michael Schmidt, Freitag, 29. Januar 2016, 12:07 Uhr

@154) Politikverdruss

Danke für Ihren süffisanten Kommentar – die Ironie ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen.

Aber Obacht! Am Ende liefern Sie versehentlich den linksgrünen Relativierern weitere Munition, die standhaft behaupten, Moslems hätten nichts mit dem Islam zu tun, Mohammed habe nichts mit dem Islam zu tun, und auch der Islam habe nichts mit dem Islam zu tun.

Übrigens hier ein lesenswerter Kommentar des Deutsch-Kurden ALI ERTAN TOPRAK: „Hört endlich auf, uns Denkverbote zu erteilen!“

Siehe http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/hoert-endlich-auf-uns-denkverbote-zu-erteilen/

Es ist schon erstaunlich, dass nur Deutsche, die von Einwanderern abstammen, den Mut besitzen, Tacheles zu reden. Wer weiß, vielleicht wird er noch wegen Äußerung „stramm-fanatischer nationalsozialistischer Äußerungen“ aus den Grünen ausgeschlossen. Überhaupt überrascht es mich, dass es bei den Grünen noch Leute zu geben scheint, die noch nicht komplett durchgeknallt sind.

16) Politikverdruss, Sonntag, 31. Januar 2016, 12:24 Uhr

165) Michael Schmidt, Freitag, 29. Januar 2016, 12:07 Uhr,

gern geschehen! Vielen Dank auch für den Hinweis auf den Toprak-Artikel. Toprak ist leider in der falschen Partei, weist aber mit seinen Aussagen in die richtige Richtung.

Er spricht von einer „freien, demokratischen muslimischen Gesellschaft“. Diese freie Gesellschaft gelingt aber nur, wenn Staat und Islam (Kirche) getrennt werden und der Islam politisch-gesellschaftlich entmachtet wird.

Davon sind die Muslime in islamisch geprägten Ländern, und nicht nur dort, noch Lichtjahre entfernt. Beispiel:

Scheich Saleh ibn Fawzan, verantwortlich für die Lehrpläne Saudi-Arabiens und Mitglied des höchsten religiösen Gremiums, dem Rat der Rechtsgelehrten seines Landes, verkündet öffentlich: „Sklaverei ist Teil des Islam“. Besonders interessant: Seine Lehrpläne gelten auch für Lehreinrichtungen im Ausland, so z.B. für die König-Fahd-Akademie in Bonn-Lannesdorf. (Bruno Schirra, ISIS, Seite 223/224)

Bei Gesprächen mit überzeugten Muslimen gelingt es selten, sie mal auf die Ungeheuerlichkeiten ihrer gesellschaftspolitisch verbindlichen Religion festzunageln. Man ist dann meist mit exegetischen Ausflüchten konfrontiert und versucht vergeblich, den „Pudding an die Wand zu nageln“.

In dem Fall „Sklaverei“ bin ich der ja hinlänglich bekannten Verharmlosungsmethode, „Das-hat-nichts-mit-dem-Islam-zu-tun“, mal auf den Grund gegangen. Ich wollte wissen, ob die ISIS- Mörder sich bei der Versklavung von jesidischen Frauen und Kindern auf offizielle Stellen berufen können. Und siehe da, sie können!

17) Gabi Gensler, Donnerstag, 04. Februar 2016, 03:24 Uhr

Ich frage mich nur, wie eine „eiskalte Macherin“ sich so wandeln kann, um sog. „Herz“ zu zeigen. Dies nehme ich unsrer diktatorischen Kanzhlerin niemals ab! Sie muss wohl einen ganz anderen Plan gehabt haben, um sich selbst , nicht nur als „größte und mächtigste“ Frau in der Welt zu präsentieren, sondern auch noch dazu als „Mutter Teresa“! Dies passt nicht zu dieser Angela, niemals! Sie hat sich verzockt, ob ihrer selbstherrlichen Optionen! Sie meinte, dann wären wir „nicht mehr ihr Volk“? Ich frage mich, wann sie denn jemals „unsre Kanzlerin“ war? Sie rühmte sich, außerpolitisch aktiv zu sein, hat dabei „ihr Volk“ total vergessen. Warum bitte, sollte grade jetzt „ihr Volk“ alles stemmen, was sie zuvor an Politik versäumt hat?!
Sorry, Merkel war niemals „meine Kanzlerin“, sie ist unglaubwürdig, in ihrem Machtgetue. Für meine Einschätzung spricht auch das verlogen-chrichtliche Aylpaket II! Sowas kann nur eine „sadistische“ Person kreieren, die vorgibt, menschlich zu sein und dann Familien seelisch verhungern lässt!
Nein, Frau „tolle“ Merkel, Sie sind für mich niemals „toll“, sie scheinen vor lauter „Allmächtigkeit“ nicht mehr zu wissen, was Sie tun!?

18) Dr. Dr. Joachim Seeger, Samstag, 30. April 2016, 23:52 Uhr

Das ist doch wirklich lächerlich, was Herr Overbeck von sich gibt. Die Deutschen müssen auf ihren „Wohlstand verzichten“, um das Niveau der Flüchtlinge zu erreichen? Ich bin praktizierender Katholik und glaube, ein Bischof sollte sich primär um das Seelenheil der Gläubigen kümmern. Wenn man 11.000 Euro im Monat verdient und eventuell noch an der Spirituosen-Herstellung der Familie (Overbeck-Schnaps) beteiligt ist, sollte man sich zuerst an die eigene Brust klopfen! Hat die Kirche keine anderen Themen mehr? So vertreibt man noch weitere Gläubige, die dann aus der Kirche austreten. Das sollten Sie sich einmal überlegen, geschätzter Herr Bischof! Dr. Dr. Joachim Seeger, Recklinghausen

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