Samstag, 16. April 2016, 12:49 Uhr

Verantwortung

Zwischen Jan Böhmermann und der Kanzlerin gibt es viele Unterschiede. Einer aber ist besonders aktuell: Böhmermann muss sich im schlimmsten, aber eher unwahrscheinlichen Fall dem Urteil eines deutschen Gerichts stellen, Angela Merkel aber täglich dem Urteil der internationalen Staatengemeinschaft. Jede ihre Handlungen hat Auswirkungen auf die Weltpolitik.

Die Kanzlerin muss nationale und internationale, strategische und geopolitische Gesichtspunkte berücksichtigen. Sie muss permanent die Folgen ihrer Politik bedenken und einkalkulieren. Sie kann und darf es sich bei ihren Entscheidungen nicht leicht machen.

Ein Komiker oder Satiriker dagegen kann es sich leicht machen. Er haut seine Witze, Beleidigungen und Verunglimpfungen raus, wie es ihm gerade passt. Er denkt nicht an die Folgen und berücksichtigt nicht die Reaktionen, wenn er die Provokationsspirale immer weiter dreht.

Das Duell Böhmermann gegen Merkel war ein Duell der Verantwortlichkeit einer mächtigen Politikerin gegen die Verantwortungslosigkeit  eines freischwebenden Satirikers.

Auch wenn die Kanzlerin das Duell nach Meinung eines Teils der Bevölkerung verloren hat, sie konnte nicht anders, als die deutsche Justiz zu ermächtigen, gegen Böhmermann wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes zu ermitteln.

Sie musste bei ihrer Entscheidung unter anderem die Bedeutung des EU-Türkei-Abkommens über die Flüchtlinge berücksichtigen, die NATO-Mitgliedschaft der Türkei, die Gefühle der in Deutschland lebenden türkischen Wähler Erdogans, eines frei und demokratisch gewählten Staatsoberhauptes.

Dabei spielt keine Rolle, dass uns seine Innenpolitik nicht passt und er dabei ist, die Türkei in einen autoritären Staat zu verwandeln.

Wer Merkel jetzt dafür kritisiert, macht es sich sehr leicht. Um sich mit Böhmermann zu solidarisieren, genügt ein Click im Internet. Merkel jetzt einen Kotau vor Erdogan vorzuwerfen, kostet nichts, gibt aber dem Absender das mächtige Gefühl, die Freiheit zu verteidigen.

Politik aber kann sich nicht an kurzfristigen Empörungsritualen orientieren. Sie muss immer auch die langfristigen Folgen berücksichtigen.

Frau Merkel kann auch nicht wie Böhmermann abtauchen und eine Sendung ausfallen lassen. Für sie gibt es keine Flucht aus der Verantwortung.

Deshalb hat sie richtig gehandelt. Bei der Justiz ist der Fall in den richtigen, unabhängigen Händen. Böhmermann hat mit seinem vulgären und rassistischen Gedicht nicht nur die Grenzen der Satire ausgelotet, sondern auch die Grenzen des Anstands überschritten. Dafür muss er sich verantworten. Was ist daran anstößig?

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

108 Kommentare

1) Rainer N., Mittwoch, 20. April 2016, 14:03 Uhr

Ach, Herr Gabriel, Sie haben den Transkript entweder nicht gelesen, oder nicht verstanden.

Ihre Vorurteile gegen Böhmermann werden immer deutlicher. Naja, Vorurteile sind ja eine Spezialität … nicht nur bei ihren Beiträgen zu erkennen. Und Dumm ist nicht das Gegenteil von Intelligent. Also bedeutet “nicht Dumm” nur, “nicht Dumm”.

Der S. P. ist ja wohl anderweitig beschäftigt.

Und auch Sie fallen auf den Trick von Merkel rein. Da befinden Sie sich ja in “großer Gesellschaft”.

Den Beitrag

https://www.lawblog.de/index.php/archives/2016/04/15/angela-merkel-dialektik-auf-die-spitze-getrieben/

haben Sie wohl auch nicht gelesen. Vielleicht lesen Sie diesen Beitrag mal:

http://www.cicero.de/berliner-republik/causa-boehmermann-der-rechtstaat-braucht-merkels-ermaechtigung-nicht/60795

Wenn Merkel ihre Entscheidung – wie der „Spiegel“ schreibt – auch als Signal an die Türkei verstanden wissen will, wie ein Rechtsstaat funktioniert, denn hätte sie auf die Erteilung der Verfolgungsermächtigung verzichten können. Erdogan standen – wie vorstehend dargelegt – andere Mittel zur Seite, um mit rechtsstaatlichen Mitteln seine Interessen durchzusetzen.

Da lobe ich mir die Briten:

http://www.bbc.com/news/world-europe-36086563

“The fact such a trial could even be contemplated demonstrates that Germany is becoming little more than a satrapy [province] of Erdogan’s.”

2) Rainer N., Mittwoch, 20. April 2016, 14:07 Uhr

Oh, einfacher geschrieben – alte Redewendung – man schlägt den Sack und meint den Esel.

Meine “Übersetzung” – ist das nun ein “Schmähgedicht?

Schläger = Böhmermann / Sack = Erdogan / Esel = Merkel.

Grund aus meiner Sicht – der Pakt mit dem “Teufel” um die Flüchtlinge zu vermeiden.

3) mac4ever, Mittwoch, 20. April 2016, 17:57 Uhr

@ 37 Rainer G. Dem schließe ich mich an. Respekt für Kalkofe! Dem ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen, danke für den Link.

4) Klaus Barth, Mittwoch, 20. April 2016, 20:40 Uhr

Der Kommentar spricht mir aus der Seele

5) Politikverdruss, Donnerstag, 21. April 2016, 09:54 Uhr

51) Rainer N., Mittwoch, 20. April 2016, 14:03 Uhr,

vielen Dank für die interessanten Ausführungen im „Lawblog“: „ Ach ja, das alles sind keine theoretischen Erwägungen. Nach § 2 StGB gilt nicht das Strafgesetz am Tattag, sondern im Falle einer Gesetzesänderung immer das mildeste Gesetz zum Zeitpunkt des Urteils. Wenn ein Paragraf völlig das Zeitliche segnen würde, gibt es also keine Grundlage für eine Verurteilung mit der Folge, dass das Verfahren eingestellt werden oder der Angeklagte sogar freigesprochen werden müsste.“

Wissen Sie, was ich mir jetzt wünsche? Ich wünsche mir eine politisch unabhängige
Staatsanwaltschaft in Mainz. Leider sind unser Staatsanwaltschaften aber immer noch von der Politik weisungsabhängig. Vielleicht aber ist da ein Staatsanwalt, mit „Mut vor Königsthronen“, der nicht bereit ist, auf Grundlage eines Gesetzes ein Strafverfahren zu eröffnen, das abgeschafft werden soll.

Wenn dieser Wunsch nicht in Erfüllung geht, hoffe ich auf einen unabhängigen Richter. Noch ist die Richterschaft unabhängig. Sie wird aber auch zunehmend von den „Parteien“ okkupiert. Vielleicht aber sitzt ja in Mainz noch ein Richter, der Frau Merkel Mores lehrt.

6) Erwin Gabriel, Donnerstag, 21. April 2016, 11:50 Uhr

@ 51) Rainer N., Mittwoch, 20. April 2016, 14:03 Uhr

Ach, Herr N. Sie tun genau das, was Sie anderen vorwerfen: Nicht zuhören, nicht richtig nachlesen. Ich habe keine “Vor”-Urteile über Herrn Böhmermann (dazu gehört eine Verurteilung “vor” dem Vergehen), sondern ein Urteil über sein Verhalten geäußert – wie schon an anderer Stelle erwähnt, ein sehr subjektives Urteil, basierend auf meinen Vorstellungen vom Umgang miteinander. Böhmermanns Freiheit hört da auf, wo die der anderen anfängt – in einem Rechtsstaat auch denjenigen gegenüber, die sich selbst nicht ans Recht halten.

Und Ihre (nicht nur Ihre) Spezialität, Leuten mit abweichender Meinung immer wieder die geistige Befähigung abzusprechen, beschreibt Sie besser als über mich. Immerhin versetzt Ihre geistige Befähigung Sie in die Lage, auf Argumente gegen Ihre Vorurteile mit Beleidigungen zu antworten.

7) Erwin Gabriel, Donnerstag, 21. April 2016, 11:52 Uhr

@ 43) Jakobiner, Dienstag, 19. April 2016, 09:10 Uhr

Nach einem Autokorrektur-Durchgang würde ich Ihnen zustimmen 🙂

8) wschira, Donnerstag, 21. April 2016, 13:58 Uhr

@56) Erwin Gabriel

Gott, Herr Gabriel, Ihr Beitrag ist der Versuch davon abzulenken, dass Sie sich vergaloppiert haben. Etwas Selbsterforschung würde, glaube ich, nicht schaden.

9) Jakobiner, Donnerstag, 21. April 2016, 14:04 Uhr

Ganz interessanter Gedanke von Dieter Nuhr, der Böhmermann kritisiert:

“Böhmermann hatte in seiner TV-Show den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verbal angegriffen, um nach eigenen Worten den Unterschied von erlaubter Satire und verbotener Schmähkritik zu zeigen. Satire dürfe aber nicht alles, schreibt Nuhr. Der Begriff “Ziegenficker”, der im Gedicht auftaucht, sei rassistisch.

Er gehe davon aus, dass der Moderator mit der Argumentation juristisch durchkomme, “auf der Metaebene der Metaebene der Kunst” tätig gewesen zu sein. “Dann werden vielleicht bald auch die Judenhasser, Holocaustleugner und Hassprediger Gedichte schreiben und behaupten, das Ganze sei ja nur Satire.””

http://www.welt.de/politik/deutschland/article154556988/Dieter-Nuhr-verteidigt-Ermittlungen-gegen-Boehmermann.html

10) Johannes Lamp, Donnerstag, 21. April 2016, 14:44 Uhr

Zu 56) Erwin Gabriel
“beschreibt Sie besser als über mich” ?
Was wollte der Dichter damit sagen?
Sie korrigieren in 57) Jakobiner und schreiben selbst Quark!
Sie kennen die Bibelstelle mit dem Splitter und dem Balken?
Frohe Pfingsten!

11) karel, Donnerstag, 21. April 2016, 14:48 Uhr

Verantwortungsethik braucht Realität, Gesinnungsethik nicht……

Realität ist,
daß Altkanzler Schröder in seiner Amtszeit die EU-Mitgliedschaft der Türkei wollte
und das Verhandlungsmandat dafür von Brüssel erhielt.
Und vorher das notwendige JA Griechenlands mit dem EURO-Beitritt “erkaufte”.
Nach seiner Ablösung durch Fr. Merkel wollte diese nur die “privilegierte” Partnerschaft und beendete damit die EU-Beitrittsbestrebungen.

Und nun wird Deutschland und somit Fr. Merkel mit den Folgen der “Multi-Kulti-Willkommenskultur” konfrontiert, nämlich dem “Erzwingen” des Beitritts der Türkei zur EU.

Interessant ist auch, daß der SPIEGEL-Artikel “Das neue Deutschland” plötzlich nicht mehr direkt “aufgerufen” werden kann. Der Artikel, der 1 Woche vor dem “Migranten-Selfie” der Kanzlerin schon von 800000 zu erwartenden “Flüchtlingen” in 2015 mit anhaltender Tendenz “wußte”

Zur Realität gehört auch, daß Altkanzler Schröder mit Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft in 2000 die Bundestags-Wahlen 2002 nur ganz knapp mit den 500000 Stimmen der “Türken mit deutschem Paß” gewinnen konnte.

Da frage ich nur mal nach: wer wird in der hiesigen Meinungsbildung vom wem “verkauft” ??

Gesinnung verdrängt Realität.
Das ist jedenfalls meine Schlußfolgerung.

12) Rainer N:, Freitag, 22. April 2016, 00:16 Uhr

Herr Gabriel. @56

Das war mir klar, Sie ziehen sich ja immer gewisse Schuhe an … dann sind Sie mal wieder beleidigt. Dachte ich mir. So Feindbilder zu haben, sagte Pispers mal, und der Tag hat Struktur. Sie haben nicht ein URTEIL über Böhmermann sondern ein Vorurteil gegen Böhmermann getroffen. So wie Sie auch gewisse “Vorurteile” gegen mich haben. Übrigens, ich habe nichts gegen abweichende Meinungen, nur etwas gegen Ignoranten von Fakten. Sie picken sich einen kleinen Teil von Böhmermanns Gedicht und ignorieren den Zusammenhang, in dem diese Aktion zu erkennen ist..

Was ist ein Vorurteil? Schade, da könnte ich hier einen von mir 1998 geschriebenen Text für die Zeitung des Diakonischen Werkes, der dann leider nie veröffentlicht wurde, einstellen. Aber ich fasse mich kurz. Vorurteile sind Fehlurteile, entweder hervorgerufen durch falsche Behauptungen, oder weil Informationen fehlen.

Auch ich, das gebe ich offen zu, habe mir ein Urteil über diesen Vorgang gebildet. Ob das mit der Absicht die Böhmermann hatte, in Übereinstimmung steht, ist mir jedoch nicht bekannt. Dazu müsste ich ja mit diesem Herrn erst einmal unter 4 Augen sprechen … aber was Sie da hineininterpretieren … sehe ich eben als Vorverurteilung an.

Ich habe eben den Verdacht, das mein unter @52 geschriebener Satz die Ursache von Böhmermanns Aktion war. Dann ergibt es für mich einen Sinn.

Denn was Merkel mit Erdogan verabredet hat … können (“” = sogenannte – nur damit sie es verstehen) “Hofnarren” wie Böhmermann oder Hallervorden nur so sichtbar machen. Auf einen groben Klotz … wie Merkel …

EOD

13) Erwin Gabriel, Freitag, 22. April 2016, 09:01 Uhr

@ 62) Rainer N:, Freitag, 22. April 2016, 00:16 Uhr

>> Sie ziehen sich ja immer gewisse Schuhe an
>> … dann sind Sie mal wieder beleidigt.

Nur weil Sie versuchen, mich zu beleidigen, bin ich nicht beleidigt 🙂

Der ständig Beleidigte und Leidende sind Sie, was ich angesichts des einen oder anderen klugen Gedankens von Ihnen immer wieder bedauere.

>> Dachte ich mir. So Feindbilder zu haben, sagte Pispers mal,
>> und der Tag hat Struktur.

Das erklärt schon mal viel – Sie schätzen den Herrn

>> Sie haben nicht ein URTEIL über Böhmermann,
>> sondern ein Vorurteil gegen Böhmermann getroffen.

Lesen Sie noch mal nach: Ein Vorurteil ist eine „vor“ dem Bekanntwerden von etwas gebildete, meist negative Meinung oder Haltung. Ein Urteil ist eine „nach“ dem Bekanntwerden gebildete Meinung.

QED

14) Erwin Gabriel, Freitag, 22. April 2016, 09:29 Uhr

@ 58) wschira, Donnerstag, 21. April 2016, 13:58 Uhr

>> Ihr Beitrag ist der Versuch davon abzulenken, dass Sie sich vergaloppiert haben.

Das Erdogan dabei ist, die Türkei in eine Präsidial-“Diktatur” á la Putin umzubauen, dass er hier geltende Grundrechte wie Meinungsfreiheit dabei nach und nach einschränkt und abschafft, dass er wieder mit Waffengewalt auf die Kurden losgeht, den IS unterstützt hat, uns in Sachen Flüchtlingen abkocht – alles unbestritten. Aber genau darum geht es eben nicht.

All das darf man sicherlich anprangern (selbst wenn ich der Meinung bin, dass Satiriker und Kabarettisten hier genug zu tun hätten, und die mögliche Beeinflussung hinter den Türen durch Politiker wie Merkel, Cameron oder Obama erfolgen sollte). Man darf m. M. nach aber nicht „alles“ sagen und tun, um einen Spacko wie Erdogan bloßzustellen (erst recht nicht, wenn er sich gerade derart gelungen selbst vorführt).

Wenn Herr Böhmermann entweder nicht in der Lage oder nicht Willens ist, die Wirkung seiner Worte bei anderen (damit meine ich nicht Erdogan) abzuschätzen, zu erkennen, wie er in einem fremden Land, in einer fremden Kultur für Zuspitzung, für Radikalisierung sorgt, wie er unfreiwillig Begründungen liefert für ein noch restriktiveres Vorgehen Erdogans oder einfach mal wieder die unglaubliche Arroganz des Westens über Völker wie die Türken demonstriert, tut es mir leid, da fehlt mir das Verständnis.

Herr Böhmermann handelt aus seiner deutschen Komfortsituation in offensichtlicher Verwechselung seiner Eitelkeit mit Brillianz. Seine “Satire” funktioniert vielleicht hier, wo sich so viele grundsätzlich auf der “guten” Seite wähnen, wo Einschränkungen der Pressefreiheit über Geld statt über offensichtliche Gewalt erfolgen, wo viele ihre endlich einen Vorwand haben, ihren Ressentiments endlich mal freien Lauf zu lassen, vielen, die sich freuen, dass endlich mal ein “Guter”, ein Linker, sagt, was sie alle denken. Vorurteil light, hübsch verpackt.

Solange die Gegenproben nicht gemacht und bestanden werden – was wäre passiert, wenn ein Pegida-Anhänger das Gleiche gesagt hätte; was wäre los, wenn Herr Böhmermann bei vergleichbarem Anlass so auf einen jüdischen Ministerpräsidenten losgegangen wäre; wie hätte die BILD reagiert, wenn so etwas in “satirischem” Umfeld über Frau Merkel gesagt worden wäre – sind diese Aussagen für mich untragbar, auch einem Despoten wie Erdogan gegenüber.

Wie schon öfter erwähnt, nur meine Meinung.

PS: Mir (und anderen) ist hier schon Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen worden, weil ich mich in ironischer, satirischer Überhöhung auf der offenbar vergeblichen Suche nach einer für alle verständlichen Meta-Ebene als „bürgerlicher Spießer“ bezeichnet habe. Die Bürgerlichen, so hieß es nicht nur einmal, hätten schließlich damals den Adolf an die Regierung gebracht, also sei auch ich ein potentieller Nazi, und man wisse ja, wohin das geführt hat. Nun halte ich einen vielleicht satirisch gemeinten fremdenfeindlichen, rassistischen, schwulenfeindlich Beitrag für unangemessen, und es ist auch nicht recht.

Das, finde ich, ist ein gelungenes Beispiel für Satire. 🙂

Er grüßt
Rittmeister E.G.

15) Rapunzel, Freitag, 22. April 2016, 15:03 Uhr

Pseudo-Journalisten wie der Herr Spreng können es sich offensichtlich noch einfacher machen, als Komiker und Kabarettisten.
Sprengs Beleidigung der griechischen Regierung (“Dilettanten”), bleibt bis heute folgenlos.
Woran liegt das wohl?
An seiner Nähe zur Kanzlerin und ihrer “Klientel”?
Schluss mit der Doppelmoral dieser ethisch und moralisch völlig verkommenen Berliner Republik!
Es ist bedenklich, wenn die künstlerische Freiheit schon wieder in der Geschichte Deutschlands derartig eingeschränkt wird!

16) karel, Freitag, 22. April 2016, 15:32 Uhr

Böhmermann wirkt…… und das merken fast alle.

Merkel wirkt…… nur will es kaum einer merken.
http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingspolitik-geht-doch-14191689.html#/elections

17) Politikverdruss, Freitag, 22. April 2016, 20:13 Uhr

Michael Spreng überschreibt seinen Artikel mit dem Begriff: „Verantwortung“. Die Umsetzung des Begriffes Verantwortung ist auf gesinnungs-oder verantwortungsethischer Ebene möglich. Max Weber hat die Unterscheidung der Begriffe vorgenommen:

„Wir müssen uns klarmachen, daß alles ethisch orientierte Handeln unter zwei voneinander grundverschiedenen, unaustragbar gegensätzlichen Maximen stehen kann: es kann ‚gesinnungsethisch‘ oder ‚verantwortungsethisch‘ orientiert sein. Nicht daß Gesinnungsethik mit Verantwortungslosigkeit und Verantwortungsethik mit Gesinnungslosigkeit identisch wäre. Davon ist natürlich keine Rede. Aber es ist ein abgrundtiefer Gegensatz, ob man unter der gesinnungsethischen Maxime handelt – religiös geredet: ‚Der Christ tut recht und stellt den Erfolg Gott anheim‘ – oder unter der verantwortungsethischen: daß man für die (voraussehbaren) Folgen seines Handelns aufzukommen hat.“

Bezogen auf die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin lässt sich in diesem Zusammenhang folgendes feststellen: Frau Merkels Flüchtlingspolitik ist gesinnungsethisch ausgerichtet: „Der Herrgott hat uns diese Aufgabe jetzt auf den Tisch gelegt“, war sie überzeugt. Nur, hat sie sich auch einmal die Frage gestellt, was die vielen säkularen Bürger von dieser „göttlichen“ Inpflichtnahme halten?

Als die Flüchtlingsströme dann unbeherrschbare Formen annahmen, versuchte sie die entstehenden Lasten unabgestimmt auf die europäischen Partnerländer abzuladen. Auch dies misslang. Kein verantwortungsethisch ausgerichteter europäischer Regierungschef konnte sich darauf einlassen, von der EU „unbegrenzt Flüchtlinge“ zugewiesen zu erhalten.

Schließlich verfiel Frau Merkel darauf, die Türkei für den Schutz der südöstlichen EU-Außengrenzen anzuheuern, um so die Flüchtlingsströme einzudämmen. Inzwischen aber hatten Österreich und verschiedene Balkanstaaten verantwortungsethisch gehandelt, die Grenzen geschlossen und den Flüchtlingsstrom damit abrupt gestoppt. Etwas, was die Gesinnungsethikerin Merkel für unmöglich hält.

Nach außen hält Frau Merkel weiter an ihrer gesinnungsethisch motivierten Flüchtlingspolitik fest, tatsächlich aber hatte sie umgesteuert, indem sie sich mit Herrn Erdogan auf einen höchst fragwürdigen Flüchtlings-Deal einließ. Nun sind die „unschönen Bilder“ nicht mehr vor der eigenen Haustür, sondern in Griechenland zu beobachten. Damit ist Merkels Politik insgesamt an Heuchelei nicht mehr zu überbieten.

Dieses Übermaß an Heuchelei hätte eigentlich durch die Medien aufgedeckt werden müssen. Merkels „humanitärer Imperativ“ war nichts anderes als Gesinnungsethik, bei der „der Eigenwert des ethischen Handelns allein zu seiner Rechtfertigung dienen soll“ (Max Weber). Stattdessen blieb es einem Satiriker vorbehalten, Merkels Flüchtlingspolitik den Spiegel vorzuhalten.

Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert werden. Böhmermann nun vorzuwerfen, wie Michael Spreng das tut, er „denke nicht an die Folgen und berücksichtigte nicht die Reaktionen, wenn er die Provokationsspirale immer weiter drehe“, lässt ein höchst fragwürdiges Satire-Verständnis erkennen.

18) Rainer N., Freitag, 22. April 2016, 22:18 Uhr

So, und gerade gefunden:

https://www.youtube.com/watch?v=4Gx-yZRnuZQ

gerade AUCH für Gabriel.

19) Erwin Gabriel, Samstag, 23. April 2016, 07:56 Uhr

@ 68) Rainer N., Freitag, 22. April 2016, 22:18 Uhr

Kenne ich, verstehe ich, bin anderer Meinung.

20) Politikverdruss, Samstag, 23. April 2016, 12:32 Uhr

64) Erwin Gabriel, Freitag, 22. April 2016, 09:29 Uhr,

Ihre Kritik daran, dass sich Kritik in Deutschland im „politisch korrekten Rahmen“ bewegen muss, teile ich. Hier ein Beispiel im Fall einer Buchzensur durch ein deutsches Gericht:

„Spätestens seit dem Fall Böhmermann sollte dem Letzten klar geworden sein, wie es um die Meinungs- und Satirefreiheit hierzulande bestellt ist. Dass Kritik nur derjenige üben darf, der sich im politisch korrekten Rahmen bewegt. Und dass sie so zur Pseudo-Kritik verkommt. Kapitalismus- und Imperialismuskritik, Witze über “rechte Vollidioten” und die AfD – all das ist erlaubt und gibt einen schönen systemkritischen Anstrich, der zeitgleich heutzutage gar nichts mehr mit wirklicher Kritik zu tun hat, weil er längst in breiten Teilen der Gesellschaft konsensfähig, weil er Mainstream geworden ist.“

http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/justizskandal-zensur-im-auftrag-der-radikal-islamischen-milli-goerues/

Dabei ist die von einem deutschen Gericht herbeigeführte Zensur des Buches von Sineb El Masrars „Emanzipation im Islam – Eine Abrechnung mit ihren Feinden“ schon ein starkes Stück. Erwirkt hat das der Erdogan-Anwalt Hubertus von Sprenger für die die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs. Milli Görüs gilt wegen islamistischer und antisemitischer Tendenzen als umstritten. Das Bundesamt für Verfassungsschutz kommt zu der Überzeugung, dass Millî Görüş ein antidemokratisches Staatsverständnis zeige sowie westliche Demokratien ablehne. (Wiki)

„In der geschwärzten Stelle ihres Buches beruft sich El Masrar auf einen 2010 in der “Welt” erschienen Artikel. Darin hatte Redakteur Martin Lutz über das Verbot der “Internationalen Humanitären Hilfsorganisation” (IHH) durch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) berichtet. Diese hatte sogenannte Sozialvereine der radikal-islamischen Hamas von Deutschland aus mit Spenden in Höhe von über 6,6 Millionen Euro unterstützt. Damals wurde auch die Kerpener Zentrale der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs durchsucht.

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article154576209/Erdogan-Anwalt-erwirkt-Buchschwaerzung.html

Lieber Herr Gabriel, hier wird deutlich, wie stark demokratische Grundprinzipien bereits angegriffen sind. Kritik ist nur von der „richtigen Seite“ gestattet. Wenn also die AfD fragt, ob der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar ist, ist das keine Frage, sondern „Hetze“. Dann spielt es keine Rolle, wenn islamische Gemeinschaften wie Milli Görüs nach der Überzeugung unseres Verfassungsschutzes ein antidemokratisches Staatsverständnis zeigen.

21) Wolfgang Wegener, Samstag, 23. April 2016, 13:08 Uhr

Also, Ziegenficker, Kartoffel, deutsche Schlampe, das ist doch heutzutage auf dem Schulhof überwiegend Standard, oder?

Die Drucker feiern zum Abschluss ihrer Ausbildung (Gesellenbrief) das sog. Gautschfest. Dabei werden sie in einen Bottich Wasser geworfen. Dadurch sollen sie von “allem Unfug, aller Fehlerhaftigkeit, Murkserei und Hudelei der Lehrzeit” befreit werden. Na ja, das ist das deutsche Handwerk, und nicht die deutsche Politik. Da gibt es bekanntlich keine Prüfungen, das kann jeder machen.

Ich finde, Frau Merkel gehörte auch mal in einen Bottich Wasser geworfen. Die Balkanroute ist geschlossen, Erdogan braucht eigentlich niemand mehr. Dafür bekommt er 6 Mrd. Euro und Visafreiheit? Die Migrationsströme werden sich wohl umorientieren. Denn Frau Merkel macht ja Deutschland nach wie vor zu einem Magneten. Daran wird auch die beabsichtigte Verteilung der Migranten auf Europa natürlich scheitern. Neulich hat Tschechien ein paar Migranten (natürlich christlich, Muslime wollen die da ja nicht haben) im Zuge dieser Kontingente aufgenommen. Die waren schnell wieder weg (Richtung Deutschland, nehme ich mal an). Kommentar eines Regierungssprechers: Wir sind doch kein Reisebüro.

22) erika, Samstag, 23. April 2016, 14:14 Uhr

Wann gibt es das schon mal bei Frau Merkel?

http://www.sueddeutsche.de/politik/fall-boehmermann-merkel-raeumt-fehler-ein-1.2963431

“Politik aber kann sich nicht an kurzfristigen Empörungsritualen orientieren. Sie muss immer auch die langfristigen Folgen berücksichtigen.”

23) erika, Samstag, 23. April 2016, 14:52 Uhr

@61)Karel

<<Jedenfalls ist es eine Pointe der Geschichte. Schließlich war es Merkel, die ihre außenpolitische Karriere als Kritikerin eines EU-Beitritts der Türkei begonnen hatte. Damals galt Erdoğan als hoffnungsvoller Reformer und Merkel als Irrtum der Politik, mindestens als Kuriosum der CDU-Geschichte. Heute ist Erdoğan ein ausgewachsener Autokrat, Kritiker sagen: auch wegen Merkel. Und die deutsche Kanzlerin und die EU sind in ihrer größten Krise auf eine Türkei angewiesen, die politisch weiter von Europa entfernt ist als in den vergangenen 15 Jahren.<<

Aus einem Artikel der Zeit zu dem Thema Merkel / Türkei:

http://www.zeit.de/2016/18/fluechtlingspolitik-tuerkei-angela-merkel-eu-beitritt-buendnis

<<Und doch gibt es da ein Paradox: Während Merkel sich der Türkei angenähert hat, hat Erdoğan sich radikalisiert und sein Land islamisiert. In den Jahren, als Erdoğan sich als vitaler Reformer präsentierte, trat Merkel auf die Beziehungsbremse. Heute, wo Erdoğan immer autoritärer, machtversessener und unberechenbarer agiert, Medien einschüchtert, Demonstranten verprügeln und Gegner ins Gefängnis sperren lässt, ist er zu einem sehr privilegierten Partner geworden. Ausgerechnet auf sein Land, das für Merkel immer außerhalb der europäischen Grenzen liegen sollte, muss sich die Bundeskanzlerin heute verlassen, wenn es um den Schutz der europäischen Außengrenzen geht. Als Angela Merkel vor Jahren mit ihrer Türkei-Politik begann, sicherte sie ihre prekäre Machtposition durch eine harte Haltung. Heute muss sie der Türkei weit entgegenkommen, um sich aus einer prekären Lage zu befreien.<<

24) Reinhold Herdler, Samstag, 23. April 2016, 15:34 Uhr

66) karel, Freitag, 22. April 2016, 15:32 Uhr

Merkel wirkt … ?
Also ich verstehe den Artikel genau anders herum. Er zeigt doch eher die Unfähigkeit unserer Kanzlerin auf. Den das weniger Migranten zu uns kommen und dieses als Erfolg der gesperrten Balkanroute zuzuschreiben ist, ist schon richtig. Nur war dieses niemals ein Plan von Frau Merkel, sondern wurde ihr von den souveränen Balkanstaaten in zusammenwirken mit Österreich aufgezwungen.
Man muss leider schon sagen, das unsere Regierung von Beginn an, dem Problem geistig überhaupt nicht gewachsen war. Der Deal mit der Türkei ist eine daraus resultierende logische Folge.
Der Fall Böhmermann zeigt doch nur zu deutlich, in was für eine hilflose Position sich Frau Merkel damit manövriert hat.

mfg

25) karel, Samstag, 23. April 2016, 23:06 Uhr

67) Werter Politikverdruß,

„Der Christ tut recht und stellt den Erfolg Gott anheim“ hat nun heute in der politisch eher atheistisch geprägten Zeit eine eigentümliche Anmutung. Darauf eine Argumentationslinie zu stützen, verrät einen Notstand. Sorry. Es an der Aussage „Der Herrgott hat uns diese Aufgabe jetzt auf den Tisch gelegt“ anzuknüpfen, verkennt, daß es politisch unklug sein kann, laut die Verantwortung zu adressieren.
An Ihrer Formulierung „als die Flüchtlingsströme dann unbeherrschbaren Formen annahmen“ vermisse ich eine Zuordnung der Verantwortung für die vom SPIEGEL schon avisierten 800.000 mit steigender Tendenz für 2015…. vor dem „Selfie“ …
Die Kanzlerin? Werter Politikverdruß, sie weichen aus. Diese Flüchtlingswelle ist eher der „Multi-Kulti-Besoffenheit“, den „Willkommens-Arien“ der Medien, insbesondere dem ÖR geschuldet.
Da frage ich mal nach: wer steht dahinter….. jedenfalls nicht der Kanzlerin, wie die „Lückenpresse“ dies seitdem nun „pflichtgemäß“ zu vermelden hat, weiszumachen versucht.
Von „Gehirnwäsche“ will ich im satirischen Stile eines Böhmermann nicht reden….

Es ist der Verantwortungs-Ethik geschuldet, die sich aus der Flüchtlingswelle ergebenden Probleme nicht den Partner-Ländern zu überlassen, eher an die „Verursachern“, nämlich der hiesigen „Träumergilde“ weiterzuleiten. Realität ist oft unschön. Genauso wie es die vielen „Idomeni`s“ entlang der Flüchtlingsroute in 2015 gewesen wären bei einer deutschen Grenzschließung

Was die Kanzlerin der EU und somit den Partnerländern zumutet, ist dagegen die Realität, daß Schengen nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten beinhaltet, nämlich die Sicherungen der Außengrenzen. Auch die Asyl-Gewährung nach Völker-Recht beschränkt sich nicht nur auf Deutschland, besser, auf die Kanzlerin. Und die der Kanzlerin vorgeworfenen Rechtsbrüche nach Dublin II begannen vor, nicht mit der Kanzlerin. Wieder ist da die Realität unschön.

Der Versuch, der Kanzlerin „Gesinnungs-Ethik“ zuzuordnen, geht fehl.
Das Handeln der Kanzlerin ist von Verantwortung, auch für Europa, bestimmt.

Die „Böhmermann-Satire“ als Kunstform zu bezeichnen, ja, das ist nach meinem Empfinden auch eine echte „Kunst“. Besonders vor dem Hintergrund, daß ein Altkanzler Schröder zu den zuverlässigsten Befürwortern eines türkischen EU-Beitritts, auch mit Erdogan, zu zählen ist. Auch heute noch.
Ein „Geschmäckle“ hat´s schon, diese „Kunstform“….. Sorry…..

26) Rainer G., Sonntag, 24. April 2016, 09:09 Uhr

@ 68) Rainer N. 22.04.2016 – 22:18 Uhr

Schauen Sie sich mal meinen Kommentar Nr. 37) vom 18. April 2016 an, insbesondere den Link.

27) Politikverdruss, Sonntag, 24. April 2016, 12:13 Uhr

75) karel, Samstag, 23. April 2016, 23:06 Uhr,

lieber Karel,

ich schätze die Standhaftigkeit in Ihren Positionierungen. Gleichwohl muss ich wieder ein wenig Wasser in Ihren „Merkel-Riesling“ schütten.

Erinnern Sie sich noch an Merkels letzten Auftritt bei Anne Will: „Ich schaffe das, wenn Ihr nur fest genug an mich glaubt.“ Diese und ähnliche Aussagen der Bundeskanzlerin deuten auf einen nicht geringen Realitätsverlust hin.

Altkanzler Kohl hat am 28.11.1989 vor dem Deutschen Bundestag den mittlerweile in die Geschichte eingegangenen 10-Punkte-Plan vorgestellt und nicht etwas von „Wir schaffen das“ gefaselt. Frau Merkel dagegen hatte nicht nur keinen Plan B, sondern überhaupt keinen Plan. Aktuell lässt sich die Bundeskanzlerin „strategisch von Gerald Knaus“(ZEIT), Mitarbeiter von George Soros, beraten. Und ihre Flüchtlingspolitik stützt sie auf den Despoten Erdogan ab. Tut mir leid, lieber Karel, aber auf diesem Hintergrund wird sie langsam zu einer Gefahr für Deutschland.

Der Altmeister der deutschen Historikerschaft, Heinrich August Winkler, gibt in der FAZ ein Urteil über Merkels Politik ab, mit dem sie sich zu recht in den deutschen Geschichtsbüchern wiederfinden wird. Winkler schreibt:

„Eine umfassende Prüfung der voraussehbaren Konsequenzen der Entscheidung vom 4. September aber fand offensichtlich nicht statt. Dass Deutschland sich innerhalb der EU isolieren würde, wenn es sich auf einen deutsch-österreichischen Alleingang einließ, war voraussehbar… Die Berliner Folgenabwägung vom Spätsommer 2015 war mithin zu fragmentarisch, als dass man, dem Vorschlag Herfried Münklers folgend, der Bundesregierung im Nachhinein eine durchdachte Strategie unterstellen könnte. Ebenso wenig plausibel wäre es, den starken Rückgang der Flüchtlingszahlen seit März 2016 als Erfolg einer zielgerichteten deutschen Politik auszugeben. Den Hauptanteil an dieser Entwicklung hat die von Österreich inspirierte Schließung der Balkanroute – ein Vorgehen, von dem Deutschland profitiert, das es aber nicht herbeigeführt und von dem es sich sogar offiziell distanziert hat. Glaubwürdig ist die deutsche Kritik an der neuen Wiener Linie aber nicht. Denn erstens ist der von Berlin initiierte “Deal” mit der Türkei kaum “moralischer” als die Schließung der Balkanroute, und zweitens wäre ohne das koordinierte Handeln der Anrainer der Balkanroute, ihren Druck auf Athen und Brüssel, die im März vereinbarte “EU-Türkei-Lösung” schwerlich zustande gekommen. Deutschland war also weder in der Lage, die im Prinzip von allen Mitgliedstaaten erstrebte Sicherung der EU-Außengrenze auf dem von ihm verfolgten Weg, der Offenhaltung der Binnengrenzen, zu erreichen, noch kann es davon ausgehen, dass sich die Verteilung von Flüchtlingen in der EU künftig an den Berliner Vorstellungen orientieren wird. Das aber heißt nichts anderes, als dass Deutschland mit seinem im Sommer 2015 begonnenen Alleingang in der Flüchtlingspolitik gescheitert ist.”

Frau Merkel ist gescheitert!

Und Ihre Behauptung, lieber Karel, „diese Flüchtlingswelle ist eher der „Multi-Kulti-Besoffenheit“, den „Willkommens-Arien“ der Medien, insbesondere dem ÖR geschuldet“, ist nun wirklich nicht nachvollziehbar. Sicher, bis heute unterstützen die links-grünen Medien die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung mit allen erdenklichen Mitteln. Sie aber dafür verantwortlich zu machen, geht mir dann doch zu weit. Lieber Karel, damit kommen Sie nicht durch.

Glaube, lieber Karel, so sagt man ja, könne Berge versetzen. Ich glaube, Merkel glaubt daran.

28) Erwin Gabriel, Sonntag, 24. April 2016, 18:08 Uhr

@ 75) karel, Samstag, 23. April 2016, 23:06 Uhr

Werter Herr Karel,

kein Ding, keine Entscheidung, keine Person ist mit schwarz oder weiß richtig beschrieben.

Frau Merkel hat in vielerlei HInsicht den Flüchtlingsstrom herauf geschraubt. Zum einen durch Ignoranz, als das Flüchtlingshilfswerk der UN immer wieder und immer wieder vergeblich um finanzielle Unterstützung für die vielen Flüchtlingslager warb, die syrische Flüchtlinge versorgten. Erst als dort Essen, Trinken, medizinische Versorgung ausblieb, setzten sich die Massen in Bewegung.

Und die Selfies haben (in Verbindung mit den “Welcome”-Schildern) die Flüchtlingsströme, die unterwegs nach Europa waren, nicht nur den Schleppern schlagende Argumente für ihr schmieriges Geschäft geliefert und somit die syrischen Flüchtlingsströme verstärkt nach Deutschland gelenkt. Sie hat auch in anderen Ländern (Afghanistan, Rumänien etc.) zusätzliche Zuwanderung angeregt. Ihre ständigen Beteuerungen, die deutschen Grenzen offen zu halten, wirkten verstärkend und trieben die Länder an der Route nach Deutschland über die Belastungsgrenze.

Und einmal mehr hat sie versäumt, eine Situation europaweit zu klären, ehe sie ihre Entscheidungen traf; sie hat so ein europäisches Problem zu einem deutschen Problem gemacht.

Nichts ist ihre Schuld allein, aber sie hat in vielfältiger Weise durch falsche, unüberlegte oder fehlende Entscheidungen eine kritische Situation spürbar verschlimmert. Das soll nicht heißen, dass Sigmar Gabriel als Kanzler irgendetwas besser gemacht hätte.

29) Erwin Gabriel, Sonntag, 24. April 2016, 18:18 Uhr

@ 36) Politikverdruss, Montag, 18. April 2016, 13:07 Uhr

>> >> „…sondern nur um rassistisch motivierte Beleidigungen“.

>> Böhmermann ist doch kein Rassist! Es ist … absurd, ihm nun
>> plötzlich in seiner Motivation Rassismus unterstellen zu wollen.

Sie haben Recht.

Ich halte die Äußerungen zwar für rassistisch. Aber die Unterstellung, diese Beleidigungen seien aus rassistischer Motivation heraus so gesetzt worden, habe ich zwar formuliert, aber nicht gemeint. Statt “rassistisch motivierte Beleidigungen” hätte es in meinem Kommentar “rassistische Beleidigungen” heißen sollen.

Ich bitte um Entschuldigung.

30) Erwin Gabriel, Sonntag, 24. April 2016, 18:25 Uhr

@ 60) Johannes Lamp, Donnerstag, 21. April 2016, 14:44 Uhr

>> >> “beschreibt Sie besser als über mich” ?
>> Was wollte der Dichter damit sagen?

Sorry, ein “über” zu viel. “Beschreibt Sie besser als mich” sollte es heißen. Wer Andersmeinenden immer wieder vorwirft, es nicht “verstanden” zu haben, ihnen also Intellekt abspricht, beschreibt sein eigenes Niveau besser als das des Beschimpften.

es grüßt
E.G.

Sie korrigieren in 57) Jakobiner und schreiben selbst Quark!
Sie kennen die Bibelstelle mit dem Splitter und dem Balken?
Frohe Pfingsten!

31) Rainer N., Montag, 25. April 2016, 06:52 Uhr

Ach, Herr Gabriel, @69 – Da werden die Fakten klar benannt, die passen Ihnen nicht in Ihr Vorurteil, also werden sie nicht beachtet.

Klasse Outing.

Da ist es in Zukunft überflüssig auf Kommentare von Ihnen überhaupt sachlich einzugehen, die Zeit kann man sich sparen.

32) Erwin Gabriel, Montag, 25. April 2016, 14:53 Uhr

@ 81) Rainer N., Montag, 25. April 2016, 06:52 Uhr

>> Da werden die Fakten klar benannt, die passen Ihnen nicht
>> in Ihr Vorurteil, also werden sie nicht beachtet.

Ach, Herr N…

Was nützen Fakten? Jeder weiß inzwischen, was Herr Böhmermann gesagt hat, jeder weiß inzwischen, was in den gesetzen steht – über diese “Fakten” wird nicht gestritten, und eine Diskussion darüber bringt niemanden weiter.

Herr Kalkofe verkündet nicht die absolute Wahrheit, sondern er hat eine klare Meinung, die er begründet. Mit seiner Meinung steht er nicht allein da. Auch ich verkünde nicht die absolute Wahrheit, sondern habe eine Meinung, die ich begründe, und auch ich stehe mit meiner Meinung nicht allein da.

Das Zauberwort hier heißt “Meinung”. Die gleichen Fakten, die alle gleich erkennen, werden von unterschiedlichen Leuten unterschiedlich interpretiert. Das dürfen die. Man nennt das Meinungsfreiheit.

Und noch einmal: Wenn ich ein Vorurteil gegen Herrn Böhmermann hätte, müsste ich das schon vorher gehabt haben. Aber ich (vor)verurteile nicht den Menschen Böhmermann, den ich dafür viel zu wenig kenne, sondern habe über das, was er sich da erlaubt hat, nur eine andere Meinung als Sie.

>> Da ist es in Zukunft überflüssig auf Kommentare von Ihnen
>> überhaupt sachlich einzugehen

Kein Problem, das haben Sie bislang kaum gemacht.

33) Politikverdruss, Dienstag, 26. April 2016, 18:16 Uhr

Was ist denn bloß in das “blöde Stimmvieh“ unserer Nachbarn gefahren? Ach so, die haben sich „verwählt“!

Rot-Schwarz in Austria hat sofort messerscharf erkannt: Man hat’s dem „Stimmvieh“ nicht genug erklärt. Das soll nun bis zum zweiten Wahldurchgang nachgeholt werden. Außerdem will man nun „näher beim Menschen“ sein und „die Sorgen endlich ernst nehmen“.

„Was ist verkehrt bei euch, liebe Nachbarn“, wollte man bei uns in der „heute-show“ wissen. Dazu gab’s auch gleich die Nazi-Keule in Form eines „Hakenkreuz-Schnitzels“.

http://www.krone.at/Oesterreich/Unsere_deutschen_Nachbarn_schwingen_die_Nazi-Keule-Nach_FPOe-Erfolg-Story-507290

Und was macht der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel? Der fordert „alle demokratischen Kräfte“ dazu auf, sich hinter den „demokratischen“ Präsidentschaftskandidaten Van der Bellen zu stellen. Den Sieger der ersten Runde, Hofer, erklärte der deutsche Vizekanzler damit ohne viel Federlesens zum Undemokraten – wie auch die Wähler, die für ihn stimmten.“

„Die ehemals bewährte Methode, Wettbewerber im rechten Parteienspektrum als undemokratisch zu stigmatisieren und damit für unwählbar zu erklären, funktioniert nicht mehr. Die Anwendung des alten Tricks, rechts mit rechtsextrem gleichzusetzen, wirkt vielmehr kontraproduktiv. Sie setzt einen Teufelskreis in Gang: Der Versuch, solche Kräfte politisch auszugrenzen, treibt ihnen eher noch mehr Bürger aus dem gemäßigten Lager zu.“

„Inzwischen wählen auch Arbeiter und Anwälte FPÖ oder AfD, weil sie ihre Interessen und Sorgen von der „Einheitspolitik“ der gar nicht mehr so großen Koalitionen in Österreich und Deutschland nicht mehr berücksichtigt sehen.“

„Endgültiger Scheidungsgrund war für viele aber erst die von Ultrahumanität und Ultrarationalität geprägte Linie Merkels, wonach die Masseneinwanderung ein Gebot der Werte Europas und zugleich der unvermeidliche Preis für die Vorteile sei, die man aus der Globalisierung ziehe.“ (B.Kohler, FAZ 26.04.16)

Ich bin gespannt, ob die „Versammlung der demokratischen Kräfte“ dazu führt, die „Undemokraten“ in Austria von der Wahl abzuhalten.

„Tu felix Austria“

34) Johannes Lamp, Dienstag, 26. April 2016, 21:18 Uhr

Zu 80) Erwin Gabriel
und wieder konnte er das Wasser nicht halten…

35) Johannes Lamp, Mittwoch, 27. April 2016, 14:15 Uhr

Zu 83) Politikverdruss
So langsam gehen mir die Pollutionen des vorgenannten Untergangspropheten und selbsternannten
Pseudophilosophen, des Erklärers der Weltenläufe gewaltig auf die Cojones (bringt der Zensor vielleicht, Eier hätte er gestrichen).
Überall wittert er Feinde seiner rechten Gesinnungsfreunde, ständig rechtfertigt er dämliche Argumente
pseudodemokratischer Randexistenzen. Keine rechte Äußerung ist ihm dümmlich genug, sie mit
Verve zu verteidigen und dabei einen Autoren des rechten Randes zu zitieren.
Was ich an seinem Hetzbeitrag vermisste, war , dass er den ehemaligen österreichischen Herrenreiterpräsidenten, mit dem später niemand mehr sprach, als wahren Demokraten pries, dann darauf aufmerksam machte, dass Kreisky halt eben aus Sinaitirol stammte – was vieles erklärte…

36) Horst Scharnhorst, Mittwoch, 27. April 2016, 19:36 Uhr

Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Brillanter Kommentar.

37) Erwin Gabriel, Mittwoch, 27. April 2016, 22:11 Uhr

@ 84) Johannes Lamp, Dienstag, 26. April 2016, 21:18 Uhr

>> und wieder konnte er das Wasser nicht halten…

das eint uns

38) Rainer G., Samstag, 30. April 2016, 21:19 Uhr

@ 84) Johannes Lamp, 26.04.2016 – 21:18 Uhr

Wer konnte welches Wasser wieder nicht halten? Und wieso wieder?

39) Politikverdruss, Sonntag, 01. Mai 2016, 13:51 Uhr

Beeindruckendes Interview der ZEIT mit dem großen französischen Romancier und Essayisten Pascale Bruckner.

Bruckner: „Man begegnete in Merkel einem Narzissmus des Mitgefühls…Weil die Europäer Angst haben, dass mit den Flüchtlingen die Soldaten des “Islamischen Staats” (IS) schon bei uns sind. Dass wir uns einer zunehmend undemokratischen Türkei andienen. Erdoğan ist ein gefährlicher Mann. Er verstößt gegen sämtliche Rechte der Kurden, der Armenier, der Zyprioten – und der Journalisten in seinem Land. Er hat beim Aufbau des IS geholfen. Dass der neue Sultan und Merkel, Zynismus, gepaart mit Großzügigkeit, heute die europäische Flüchtlingspolitik diktieren, ist eine große Peinlichkeit.“

http://www.zeit.de/2016/17/pascal-bruckner-schriftsteller-frankreich-intelektuelle-europa

40) Politikverdruss, Sonntag, 01. Mai 2016, 18:36 Uhr

Leider ist unter den Kommentaren wieder ein Fall von Postpubertärem Zwangsvulgarismus zu beobachten. Der Betroffene kann seine Vulgarität schon wieder nicht steuern. Es scheint ein impulsiver Zwang zu sein, gegen den sich der Betreffende nicht wehren kann.

Sehr bedauerlich! Den bereits ans Herz gelegten Rat, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, scheint er nicht zu beherzigen. Stattdessen versucht er mit seinen nichtssagenden Kommentaren immer wieder Aufmerksamkeit zu erlangen. Dabei gleitet er fast regelmäßig in diese zwang- und krankhaften Verhaltensweisen ab.

Von Personen mit dem Tourette-Syndrom weiß man, dass sie häufig eine verlängerte Reaktionszeit benötigen. Bleibt in diesem Fall zu hoffen, dass in einem „lichten Augenblick“ doch noch so etwas wie Einsicht möglich wird.

Mich würde interessieren, wie die Mit-Kommentatoren darüber denken und ob es Therapie-Vorschläge gibt.

41) Johannes Lamp, Montag, 02. Mai 2016, 14:54 Uhr

Zu 90) Politikverdruss
Typisch diese Reaktion eines einsamen Einzelkindes, dem man ein Kotelett ans Bein binden musste, damit wenigstens der Hund mit ihm spielte…
Man kann von meinen Beiträgen sagen, was man will – nichtssagend sind sie jedenfalls nicht.
Besserwisserische, ständig nervig belehrende Kalenderspruchweisheiten aus dem rechten Nähkästchen, soziale Kälte verströmend, gebe ich nicht von mir und Tourette- Syndrom – da gibt es Genies. Es besteht zu keinem Zeitpunkt Gefahr, rechtslastige Vögel zu diesem Kreis zu zählen!

42) wschira, Montag, 02. Mai 2016, 16:31 Uhr

@90) Politikverdruss

Ich würde Ihnen ja gerne helfen, aber wer ein Tourette-Syndrom aus der Ferne diagnostizieren kann, braucht keine Hilfe 🙂

43) riskro, Montag, 02. Mai 2016, 18:25 Uhr

90) Politikverdruss

Kein Vorschlag! Da ist Hopfen und Malz verloren.

44) Johannes Lamp, Dienstag, 03. Mai 2016, 12:02 Uhr

Zu 92) wschira
Besser kann man es nicht ausdrücken!
Zu 93) riskro
Nichts anderes von Ihnen erwartet – Sie fühlen sich nur unter Gesinnungsfreunden wohl…

45) karel, Dienstag, 03. Mai 2016, 14:57 Uhr

Ein “dolles” Forum,
welches sich mehr mit sich beschäftigt
als mit den aktuellen Problemen.

Ein “tolles Haus” ???…..eher ein “Tollhaus”….

46) karel, Dienstag, 03. Mai 2016, 15:02 Uhr

“Toll-Haus”….
Verantwortung?
Hatten wir das nicht eben als Thema?
Dafür ist wohl nur der “Andere” zuständig…..

Diffamieren statt diskutieren……..
der Tod einer jeden Diskussion….
der Tod einer jeden Demokratie !!!!!

Nun denn….

47) Rainer G., Mittwoch, 04. Mai 2016, 07:04 Uhr

@ 89) Politikverdruss – 01.05.2016 13:51 Uhr

Vielen Dank für den Link zum Bruckner-Interview. Ausgezeichnete Aussagen aus der Sicht eines klugen Schriftstellers.

48) Rainer G., Mittwoch, 04. Mai 2016, 07:38 Uhr

@ 90) Politikverdruss – 01.05.2016 18:36 Uhr

Es lohnt sich nicht, sich über die Auslassungen einiger Mitkommentatoren zu echauffieren. Ob man sich an der Debatte oder den gewöhnungsbedürftigen Randbemerkungen einiger Diskutanten erhitzt, ändert nichts.
Ich persönlich bin dem Sprengmeister für dieses Forum sehr dankbar, lese mit großem Interesse die Kommentare und bilde mir zu dem einen oder anderen hier auftretenden Meinungsveröffentlichern (von dem wir nicht einmal den Klarnamen kennen) mein eigenes Urteil. Ich hatte an dieser Stelle vor längerer Zeit bereits einmal erwähnt, dass ich hoffe, dass der Zensor so wenig wie möglich aus den Kommentaren streicht, denn genau das hatte er einmal für den Fall, es ginge zu deftig zur Sache, angekündigt.

Deshalb, lieber Politikverdruss, ob man Sie nun für einen rechtslastigen Untergangspropheten oder selbsternannten Pseudophilosophen hält, ist völlig unbedeutend. Ich persönlich halte Ihre Kommentare für so ziemlich das Beste, was hier geschrieben wird, aber auch das ist nur meine Meinung und somit allemal völlig wurscht. Nach der Lesart des betreffenden Herren bin ich also auch rechtslastig? Eine völlig neue Erfahrung, wenn das stimmen sollte.

Der Unterhaltungswert der gescholtenen Meinungsäußerungen allerdings ist famos. Gelungene Folklore sozusagen…
In diesem Sinne wünsche ich allen einen unterhalt- und erholsamen Feiertag!

49) Jakobiner, Mittwoch, 04. Mai 2016, 08:49 Uhr

Zu Politikverdruss:

“Mich würde interessieren, wie die Mit-Kommentatoren darüber denken und ob es Therapie-Vorschläge gibt.”

Andersdenkende als psychisch krank zu erklären und quasi die Einweisung in die Psychatrie nahezulegen, passt ja wohl ins Weltbild des Politikverdruss. Alle geistesgestört, nur Politikverdruss der einzig mentale Gesunde und im Besitz der Monopolwahrheit. Solche Praktiken hatten wir ja schon mal in der Sowjetunion oder in China, wo Dissidenten in die Psychatrie weggeräumt werden. Aber als Putin- und AfDsympathisant dürfte Politikverduss damit ja keine Probleme haben.

50) Rapunzel, Mittwoch, 04. Mai 2016, 16:02 Uhr

Spreng ist sprachlos.
Die Eingestellte Meinungsfreiheit betrifft eben immer uns alle. Damit hat Herr Spreng wohl nicht gerechnet.
Nachdem Merkel (unter Sprengs Aplaus) den Künstler/Satiriker Böhmermann quasi kampflos an den Despoten ausgeliefert hat, ist nun auch Spreng stumm.

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