Sonntag, 20. November 2016, 14:57 Uhr

Signal der Berechenbarkeit und Stabilität

Selten hatte die Ankündigung einer nationalen Regierungschefin, sich für eine weitere Amtszeit zu bewerben, eine größere internationale Bedeutung als die von Angela Merkel. In einer spätestens seit der Wahl von Donald Trump immer unsichereren und   unberechenbareren Welt ist dies ein Signal der Stabilität.

Deutschland bleibt berechenbar. Deutschland wird die bisher mit den USA gemeinsam beschworenen Werte von Freiheit und Menschenwürde verteidigen – gegen Trump, gegen die Rechtspopulisten in aller Welt, im Notfall auch gegen Marine Le Pen.

Natürlich stehen dafür auch alle denkbaren Kanzlerkandidaten der SPD, aber ihnen fehlen die Erfahrung, das Ansehen und die Autorität, diese Rolle zu spielen.

Angela Merkel wird diese Überhöhung ihrer nationalen Kandidatur nicht gerne sehen. Sie hat es lieber eine Nummer kleiner. Denn darin liegt nicht nur eine ungeheure Herausforderung, sondern auch die Gefahr, daran zu scheitern – wie in der europäischen Flüchtlingspolitik sichtbar wurde. Aber sie kann sich der Herausforderung nicht entziehen.

Innenpolitisch hat Merkel mit der Ankündigung das Momentum der SPD jäh beendet. Das Steinmeier-Hoch ist vorbei. Die SPD ist wieder im Tal ihrer Probleme angekommen. Sie gerät jetzt unter Druck, ihre Personalprobleme schneller zu lösen. Und die CDU wird jetzt mit vier regionalen Jubelkonferenzen und mit der Krönungsmesse auf dem CDU-Parteitag am 6. Dezember den Druck erhöhen.

Sigmar Gabriel oder Martin Schulz – das ist die Frage. Gabriel ist einer der unbeliebtesten Politiker der Republik. Im Direktvergleich mit Merkel steht es 51 zu 21. Auch eine Mehrheit der SPD-Wähler will, das Merkel weiter regiert. Martin Schulz könnte diesen Malus etwas abmildern, mehr aber auch nicht. Von der SPD droht Merkel keine Gefahr. Rot-Rot-Grün ist eine Chimäre.

Von der CSU droht auch keine Gefahr mehr. Sie hat keine andere Wahl, als die Kandidatur zu unterstützen. Zwar bleibt der Dissens beim Thema Obergrenze, aber die CSU wird die “98 Prozent Gemeinsamkeiten” betonen – und den Rest möglichen Koalitionsverhandlungen überlassen.

Auch die AfD ist für eine Wiederwahl Merkels keine Gefahr. Die AfD hat keinen Trump und sie stellt sich  in einem stabileren, liberaleren und sozialeren Land zur Wahl. Ihr Einzug in den Bundestag könnte sogar Merkel nützen, denn dadurch wird eine strategische Mehrheit der CDU/CSU wahrscheinlicher – dass also keine Regierung gegen sie gebildet werden kann.

Langfristig allerdings ist es eine Gefahr, wenn die Wähler SPD und CDU/CSU zu einer neuen Großen Koalition verurteilen würden. Das fördert Erosion und Verdrossenheit. Wohin große Koalitionen auf Dauer führen, kann man in Österreich besichtigen, wo die Rechtspopulisten kurz davor stehen, den Präsidenten zu stellen.

Unter dem Strich aber ist heute ein guter Tag. Deutschland bleibt mit Merkel stabil und berechenbar. Das ist viel in der heutigen Zeit.

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66 Kommentare

1) Politikverdruss, Sonntag, 20. November 2016, 16:30 Uhr

Frau Merkel will 2017 erneut als Kanzlerkandidatin antreten. Es wäre dann ihre vierte Amtszeit. Ist das noch demokratisch? Viele Demokratien begrenzen die Amtszeiten. Aus gutem Grund: Für den Wähler entsteht sonst der Eindruck, Politiker seien nicht mehr abwählbar, wie in Diktaturen.

Nun ist die neuerliche Kanzlerkandidatur ja keine Überraschung. Ihre Hofvasallen (Röttgen, Brok etc.) haben schon mal vorgefühlt, um das mediale Echo zu auszutesten. Der links-grüne Mainstream erwartet nichts anderes. Und nun hat Obama sie auch noch zur Hüterin „westlicher Werte“ ernannt.

Bei Merkel selbst scheinen Anflüge von Größenwahn erkennbar: Wörtlich sagte sie: „Deutschland hat von den USA viel Hilfe bekommen. Jetzt ist Deutschland in der Lage, die Ordnung der Welt aufrecht zu halten.“ Langsam gewinne ich wirklich den Eindruck, „Eliten“ und Volk leben in verschiedenen Welten.

„Deutschland hält die Ordnung der Welt aufrecht“! Ich bin mir nicht mehr sicher, ob Frau Merkel noch alle Sinne beieinander hat. Nun gut, ihre erneute Kandidatur hat auch ein Gutes: Sie kann und wird abgewählt werden. Deshalb hoffe ich, dass R2G das Rennen macht.

2) Alexander, Sonntag, 20. November 2016, 17:31 Uhr

Merkel steht für Kontinuität, Deutschland und Europa brauchen jetzt aber einen Neuanfang und kein “Weiter so!”

Dieses Mal stimme ich der Sichtweise von Herrn Spreng nicht zu. Sicherlich steht Angela Merkel für Solidität und Kontinuität. Die Kontinuität bedeutet hier allerdings aus meiner Sicht eine schwache Politik, bei der Frau Merkel von Krisengipfel zu Krisengipfel hetzt, hechtet, moderiert und Übergangslösungen aushandelt – aber keine wirklichen Problemlösungen. Inzwischen hat Deutschland 180 Mrd. EUR nach Griechenland überwiesen, Griechenland geht es nicht besser sondern eher schlechter. Der Euro zerreisst als Währung den europäischen Kontinent und unterstützt immer weniger den Einigungsprozess. In den kommenden Monaten werden in vielen europäischen Ländern nationale oder rechtspopulistische Parteien massiv gewinnen. Kurz: Europa steht vor der Zerreißprobe!

Jetzt ist deshalb eine andere Politik notwendig: Wir brauchen Führungspersönlichkeiten, die eine neue Vision für Europa und Deutschland erarbeiten und diese durch ein politisches Programm umsetzen. Die bisherige, traditionelle Führungsriege in Deutschland und in Europa wird diesem Anspruch in keinster Weise gerecht. Gabriel, Schulz, Merkel, May und Junckers stehen eben nicht für einen Neuanfang, sondern für ein kontinuierliches Herumwurschteln, Taktieren.

Und da wundert sich Herr Lamp noch, dass es so viele AfD-Wähler gibt?

3) Günter Springer, Sonntag, 20. November 2016, 19:19 Uhr

Ihre Kandidatur ist in ihrer Alternativlosigkeit ein krasses Armutszeugnis für Deutschland!
Auf meine Stimme braucht diese Frau nicht hoffen!

4) Jakobiner, Sonntag, 20. November 2016, 19:50 Uhr

Merkel hat jetzt Trump Bedingungen gestellt–transatlantische Zusammenarbeit bot sie an auf der Grundlage menschlicher und demokratischer Werte. Klang fast so, als späche sie über ein Land wie China. Merkel fordert von Trump als Bedingung einer engen Zusammenarbeit “Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung und politischer Einstellung”–also das volle Kontrastprogramm. Aber genau diese Werte interessieren Trump ja nicht, denn Toleranz, Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde sind ja genau seine Feinde.Bei dem Versuch Merkels Trump demokratisieren und domestizieren zu wollen, wird sie scheitern, bestenfalls werden ein paar Lippenbekenntnisse folgen, denen aber andere Taten folgen werden. Trump kann nur gestürzt werden mittels einer eigenstädnigen linken US-demokratischen Bewegung, die sich nicht auf das alte Demokraten-Establishment ala Clinton stützt. Die Revolution gegen Trumps Konterrevolution muss aus dem demokratischen Herzland USA selbst erfolgen, da andere Staaten dies nicht unterstützen werden.

Trump interessiert merkantilistisch nur, was die EU und die NATO ihm an Geld und Macht bringen, die Idee einer Wertegemeinschaft ist ihm fremd.In seinen Reden hat er niemals von freedom, liberty, human rights, rule of law, human dignity, oder ähnlichem gesprochen, diese Worte fehlen in seinem Vokabular, vor allem in seiner Denke.Bezeichnend auch, dass Trump nicht von einem Sieg von sich und seiner Partei gesprochen hat, sondern von einem Sieg der “Bewegung”(movement)-das ist eher faschistisches Vokabular und es bleibt abzuwarten, ob er auch noch eine Massenbewegung mobilisiert. Er hat ein neues politisches System angekündigt, eine neue Ordnung, die das alte “rigged system”ablösen werde.Lingt eher nach einem US-Faschismus.

5) Jakobiner, Sonntag, 20. November 2016, 20:03 Uhr

Als Francis Fukuyama in den 90er Jahren das “Ende der Geschichte”schrieb, in dem er nach dem Wegfall des Kommunismus einen Siegeszug der liberalen Demokratie weltweit prophezeite, ging er wie die meisten Liberalen davon aus, dass das Herzland der Demokratie niemals selbst eine autoritäre Diktatur werden könne und gegenüber faschistischen Verlockungen resistent und immun sei. Ebenso stellten die Liberalen ihre Kalkulationen nicht auf Basis einer marxistischen Analyse an, die die systemimmanenten Wirtschafts- und Finanzkrisen des Kapitalismus, sowie seine Tendenzen zu Eigentums- und Kapitalkonzentration, sozialer Ungleichheit und Prekarisierung berücksichtigte, wie man dies nach Lektüre des Kapitals von Marx wissen könnte.

Ebenso gingen die Liberalen davon aus, dass es nur noch eine Mittelklasse gebe, die a priori liberal und kosmopolitisch sei und ignorierte Lipsets Erkenntnisse, dass der Faschismus eine “Radikalisierung der Mittelschichten”darstelle, die eben illiberal und nationalistisch werden könne Arbeiterklasse galt zudem ohnehin als Schimpfwort wie Nigger und wurde aus dem soziologischen Vokabular als marxistischer Kampfbegriff getilgt. Nun ist es eben gerade diese Arbeiterklasse, die Bernie Sanders und Trump wählten–”weiße Männer ohne Collegeabschluss” wird nun paraphrasiert, ansonsten spricht Clinton immer nur von der middle class. Dabei rekrutieren sich die “angry white men”und die “forgotten men” eben aus jener radikalisierten Mittelklasse und aus Teilen der Arbeiterklasse, wobei es auch 1/3 der Latinos und Asiaten sind, die Trump wählen, sowie auch viele Frauen.

Umso überraschter und hilfloser reagieren nun die Liberalen auf das Aufkommen autoritärer und faschistischer Bewegungen, zumal es bisher als ungeschriebenes Gesetz und Prämisse galt, dass sich dies in den USA niemals ereignen könnte. Mit Trump könnten wir eher ein Ende der Geschichte unter autoritärem Vorzeichen erleben, einen weltweiten Siegeszug der autoritären und chauvinistischen Diktaturen, die sich aber dann aufgrund ihres Nationalismus untereinander bekriegen werden, denn eine Internationale der Nationalisten gab es bisher noch nicht und somit auch kein Ende der Geschichte, es sei denn die Konkurrenz zwischen den chauvinistischen Nationaldiktaturen führt zu einem Weltkrieg, der die Menschheitsgeschichte dann zivilisatorisch zum Ende bringt.

6) hgsa, Sonntag, 20. November 2016, 20:09 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,

das sehe ich anders: Heute war ein schlechter Tag für Deutschland. Auf ewig große Koalition wird in Deutschland die Populisten stärken.

7) Reinhold Herdler, Sonntag, 20. November 2016, 23:42 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,

sie schreiben über die Kanzlerkandidatur von Frau Merkel, das Deutschland stabil und berechenbar bleibt.

Ich persönlich weis nicht, ob ich jetzt durch die mit Sicherheit eintretende weitere Kanzlerschaft einer höchstens mittelmäßigen Politikerin, beruhigt sein soll.

Mit Frau Merkel haben wir doch nur die Tatsache an der Regierungsspitze, das die Willfähigste, aber nicht die Fähigste zur Kanzlerin gemacht wird. Die Aussagen von Herrn Kohl und Herrn Schröder (“Sie kann es nicht”), haben doch nichts an ihrem Wahrheitsgehalt verloren, wie uns das letzte Jahrzehnt zeigte. Den die Probleme die jetzt auf uns zukommen, sind doch auch durch ihr Handeln entstanden.

Wo bitte würde die AfD den stehen, wenn Frau Merkel einmal versucht hätte, den Bürger mitzunehmen. Ein “Wir schaffen das” und dumme Selfies zu machen, ist für eine Kanzlerschaft einfach zu wenig. Und im Rahmen der Flüchtlingskrise sollte man einmal mehr die Vorgeschichte derselben betrachten, die sehr deutlich zeigt, das Frau Merkel nicht in der Lage ist, Probleme schon im Vorfeld zu erkennen.

Warum sind die Briten aus der EU ausgeschert und die Griechen zeigen unsere Kanzlerin mit Hitler-Bärtchen? Wohl nicht aufgrund der famosen europäischen Politik unserer Kanzlerin.

Selbst die Ukrainekrise wäre bei einem bestehen der Bundesregierung auf unterschriebene Verträge, überhaupt nicht in diesem Umfang entstanden. Was vielfach vergessen wird, erst danach sah sich Russland genötigt, die Krim zurück zu holen und im Osten des Landes ging das Morden erst richtig los.

Welches Bild hat den Deutschland, geführt von einer sogenannten Klimakanzlerin, bei der diesjährigen Klimakonferenz abgegeben?

Wie wurde den die Finanzkrise bewältigt? Im Grunde genommen wurden die Zockerschulden der Banken, doch nur auf den Steuerzahler verlagert. Die Verursacher konnten weitermachen und treiben es heute noch eine Stufe schlimmer.

Herr Spreng, wenn sie praktizierte Unfähigkeit als beruhigend empfinden, ist das ihre Sache. Für mein Teil kann ich das aber nicht sagen, den eine solche praktizierte Unfähigkeit, Politik zu gestalten, brachte 1933 auch einen Herrn Hitler erst an die Macht.

mfg

8) Rainer N., Montag, 21. November 2016, 00:15 Uhr

Ihren Elfenbeinturn … na da lebt es sich wohl sehr naiv … sollten sie mal verlassen

Deutschland ist schon lange nicht mehr ein soziales Land … wie es nach GG Artikel 20 sein soll.

Aber in einem Elfenbeinturm erkennt man das wohl nicht. Haben die Killary-Fans auch nicht erkannt, wie es im Land den Menschen geht. Wenn ERWACHET nicht so negativ besetzt wäre …

9) Felix Binsack, Montag, 21. November 2016, 00:41 Uhr

Die erneute Kandidatur ist ein Fehler, sie hätte Lothar De Maiziere den Vortritt lassen sollen. Bei Herrn De Maiziere würde die AFD schlechter und die CDU besser abschneiden.

10) Erwin Gabriel, Montag, 21. November 2016, 06:28 Uhr

Keine Überraschung.

Ich glaube, dass es nichts ändern wird. Nicht in Deutschland, nicht in Europa, nicht in der Welt.

11) hapeschmidt, Montag, 21. November 2016, 08:17 Uhr

Schade, liebe CDU. Chance vertan.

Ganz viele “normale” Bürger sind der Merkel mittlerweile überdrüssig, nicht nur wegen der Flüchtlingspolitik. Aber viele würden aus tiefsten Herzen gerne wieder CDU wählen, weil sie ihnen politisch am nächsten ist.

Jetzt mal zu Diskussion gestellt: Bürger, die “Merkel muss weg” denken, werden logischerweise nicht mehr die CDU wählen. Aber wen denn? Die SPD, die de facto das Rennen um die Kanzlerschaft schon aufgegeben hat, de facto keinen Kanzlerkandidaten von Format mehr hat seit Steinmeier nicht mehr zur Verfügung steht? Die Grünen, wo Kretschmann und Özedemir sich schon als Merkel-Fans geoutet hatten? Die FDP, die im Zweifel immer gerne an Seit der CDU auf der Regierungsbank Platz nimmt?

Da bleiben nur noch zwei große Parteien übrig, je eine links und rechts. Wir können froh sein, dass es die Linke gibt, sonst würde sich das Protestpotential auf der anderen Seite bündeln…

12) Cato, Montag, 21. November 2016, 09:45 Uhr

Merkel IV:
Bete und arbeite und sei nicht faul,
zahl fleißig Steuern und halts Maul!

13) StefanP, Montag, 21. November 2016, 09:52 Uhr

Ihre Eloquien auf Angela Merkel haben schon langsam den Klang von Fangesängen. Immer auch etwas schief.

Eigentlich gilt es nur an Kommentare vom Wochenende zu erinnern: das Wesen der Demokratie ist der Wechsel. Jeder Mensch nutzt sich an der Macht ab. Es soll wohl ein schlechter Scherz sein, dass es unter 80 Millionen Menschen keinen anderen gibt, der den Job könnte. Sie verweisen auf die große Expertise, die Angela Merkel hätte. Doch die Kanzlerin ist taugt weder zum großen Wurf noch für die Detailarbeit, sie ist eine Managerin der Macht, ohne den Blick über den Tag hinaus.

Ihre Politik hat weder Deutschland noch Europa vorangebracht. Ihre wichtigste Maxime ist das Vertagen. Die Jahre von 2013 – 2017 werden in die deutsche Geschichte als die Zeit des gepflegten Stillstands eingehen. Die gebürtige Hamburgerin ist schlicht unfähig, die Probleme unserer Zeit mit Energie anzugehen. Die Einnahmenrekorde des Staates werden verprasst als gäbe es kein Morgen, die Sozialsysteme werden mit Aufgaben überfrachtet ohne sich auf die wesentlichen Probleme zu konzentrieren. Europa zerfällt ohne dass sich eine Hand rührt. Die Zeit erinnert verdächtig an 1994, wo ebenfalls ein bereits ermatteter Kanzler sich für unersetzlich hielt.

Merkel macht R2G erst möglich, so wird es vielleicht dereinst in den Geschichtsbüchern sehen. Auch Frauen können nicht von der Macht lassen.

14) Johannes Lamp, Montag, 21. November 2016, 11:00 Uhr

Zu 10) Erwin Gabriel
Wo der Hannoveraner Recht hat…

15) Jakobiner, Montag, 21. November 2016, 11:07 Uhr

Die Frage wäre auch: Hätte Ursula von der Leyen nicht auch als Kanzlerkandidatin antreten können? Könnte sie die AfD besser begrenzen? Von der Leyen als Albrechttochter war ja zuerst die Hoffnung der Konservativen, enttäuschte sie dann aber, weil sie für eine moderne Mitte-CDU war.Zumindestens dürfte von der Leyen oder De Maiziere das nächste Mal als Kanzlerkandidaten dran sein.Merkel bleibt jetzt nur noch eine Übergangskanzlerin.

Ganz lustig, wenn es nicht so ernst wäre: Merkel-Deutschland wird symbolische Führungsmacht des liberalen Westens und China Führungsmacht des Frei- und Welthandels–times are changiung. RCEP statt TPP.

16) Rapunzel, Montag, 21. November 2016, 11:10 Uhr

Das international in den letzten 10 Jahren völlig isolierte Deutschland stabil und berechenbar zu nennen, kann ernsthaft auch nur Berliner Auftragsschreibern einfallen.
Wo steht Deutschland nach 11 Jahren Merkel außerhalb der rosa Berliner Gutmenschenbrille!?

17) Rainer G., Montag, 21. November 2016, 11:43 Uhr

@ 9) Felix Binsack 21.11.2016 – 00:41 Uhr

Lothar de Maiziere hat sich schon vor gut 25 Jahren aus der Politik zurückgezogen. Selbst wenn Sie Thomas de Maiziere meinen, bleiben Sie uns den Nachweis schuldig, weshalb die AfD ausgerechnet dann Stimmenverluste hinnehmen müsste, wenn dieser als Kanzlerkandidat antreten würde!

Es ist egal, wen die CDU, oder auch die SPD aufstellt – sie haben es alle vermasselt. Und zwar seit langem schon.
Wie in GB und in den USA werden die Rechnungen zur Bundestagswahl an der Wahlurne geschrieben.
Die Umfragen ergeben vorher selbstverständlich ein anderes Bild. Dahingehend ändert sich wohl auch nichts. Das Erstaunen sowie die Erschütterungen sind dann wieder epochal und täglich grüßt das Murmeltier…

18) Jupp Posipal, Montag, 21. November 2016, 11:46 Uhr

Da wir in Deutschland offensichtlich keine richtige personelle Alternative auf internationalen (!) Niveau haben, wird es wohl so kommen (müssen), obwohl der sklerotische Haufen CDU für mich nicht in Frage kommt.
Die man-sollte, man-müsste oder man könnte-Polit-Pygmäyen der SPD stehen doch für gar nichts mehr. Das ist Chaos-Siggi bei der spürbaen Aufarbeitung z.B. beim schwafeln über Bildungsgerechtigkeit, Nachhaltige Eindämmung einer unsozialen Steuerprogression sowie Industrieförderung (Digitalisierung, Software, Dienstleistungen, IT-Breitbanderschließungszwang, etc.) mit wirklichem Weitblick nicht alleine.
Die Grünen scheinen in den Parlamenten gar nicht mehr vollständig da zu sein, oder beschäftigen sich im Angesicht demographisch essentieller (Alters-)Herausforderungen (Pflege- und Medizinkosten sowie Nachwuchsprobleme), der Kundenverdummung deutscher Automobilhersteller, dem kleptomanischen Bankenwesen (to-big to fail auch in der BRD) lieber mit Nebensächlichkeiten, um klare Positionierungen zu vermeiden.

Ohne demokratischere Entscheidungsfindungen mit dann halbwegs “gerechter” Lasten- und Chanchenverteilung (von Bankengebühren über spürbare Steuerentlastungen bis zum “offenen” Rechtsweg für alle,und nicht nur für die mit dem großen Geldbeuteln) werden sich noch viel mehr “frustrierte” Bürger von der Politik abwenden. Leider werden die besonders Enttäuschten “ihr” Kreuz an den Stellen machen, welche argumentativ weiterhin durch politische Correctness bzw. nichtsagende (ebenfalls palavernde Ausgewogenheit allerding auf noch -!- höherem Niveau) nicht durch nachhaltiges Wort und (Änderungs- bzw. Verbesserungs-)Tat auseinander genommen werden.

Wie das leider zwangsläufig ausgehen wird, war vor mehr als 80 Jahren in einer demokratischen (Fehl-)Entwicklung zu besichtigen.

19) Erwin Gabriel, Montag, 21. November 2016, 15:07 Uhr

http://www.achgut.com/artikel/die_kanzlerin_ist_noch_nicht_fertig_mit_uns

20) Peter Christian Nowak, Montag, 21. November 2016, 15:53 Uhr

Deutschland bleibt berechenbar…Zitat Ende. In welcher Beziehung? Als wir heute gelesen haben, was sich in Deutschland tut, haben wir per IT die Will-Sendung angesehen. Und dann dachten wir anschließend: Armes Deutschland…

21) Horst Klohocker, Montag, 21. November 2016, 17:05 Uhr

Die Königin ist tot – es lebe die Königin! Viele habe schon das Ende von Merkel vorher gesehen – doch Wahrsager haben in diesen Tagen schlechte Karten. Merkel wird es wieder machen – wer den sonst? Für mich zumindest war das keine Überraschung.

Als einen guten Tag kann ich diesen 20. November 2016 nicht bezeichnen – aber eben auch nicht als einen Schlechten. Der „Deutsche Michel“ mag Beständigkeit und keine Überraschungen. Lassen wir ihm also „Mutti“ und schließen mit folgenden Zitat: „Beständigkeit ist oft nur die Furcht, schwach zu erscheinen, wenn man seine Meinung ändert.“ (Alberto Moravia/ italienischer Schriftsteller) Darüber können wir nachdenken oder weiter auf „Mutti“ vertrauen.

22) Siemrohr, Montag, 21. November 2016, 17:31 Uhr

Na toll, wir werden auch die nächsten 4 Jahre beim Eurovision Song Contest den letzten Platz machen, weil unsere Nachbarn uns wegen Merkel’s Politik nicht mehr lieb haben.

23) Alfonso, Montag, 21. November 2016, 17:57 Uhr

Nichts ist zu berechnen und genau darum wird es keine Stabilität geben. Ich denke schon,Herr Spreng,daß Sie als vermeintlicher Profi schon mal hätten besser in das europäische Umfeld schauen sollen.
Wie man Frau Merkel kennt sind faule Kompromisse ihr Markenzeichen und wenn diese mit der Türkei,Ungarn,Polen,womöglich bald mit Österreich und gar noch zum Brexit mit den Briten geschlossen werden,dann rumort es in Deutschland und Europa.
Ihre schlimmste Aktion ist, permanent mit allen Mitteln dafür gesorgt zu haben daß in der Union keinerlei Alternative zu sehen ist.

24) kjens, Montag, 21. November 2016, 19:06 Uhr

“Signal der Berechenbarkeit und Stabilität”
Nach aussen hin, gilt das in jedem Fall, nur fürchte ich, die Zukunft Europas wird im nächsten Jahr in Frankreich entschieden.
Die EU und der Euro….., für mich eine der grandiosesten Ideen der Menschheit wurden von allen beteiligten Verantwortlichen, mit aller zur Verfügung stehender Kraft vermasselt.
Und was wäre bei uns los, hätte Frau Merkel heute ihren Rückzug erklärt?
Wo ist die echte Alternative? Alle in CDU/CSU, die es gekonnt hätten, wurden erfolgreich von Mutti kaltgestellt.
Die SPD ist Dank Herrn Gabriel tot, da kann auch ein guter Mann wie Martin Schulz nichts mehr richten.
Die Grünen sind leider da angekommen, wo sie nie hinwollten, und damit nicht wählbar.
Die Linke hat ihre klare Daseinberechtigung, ist aber mit sich beschäftigt und nicht regierungsfähig. Und das die AFD Verantwortung übernimmt, kann ja keiner wirklich wollen.
Also wird es wieder eine große Koalition werden, die sich recht und schlecht durchwurstelt und nichts Vernünftiges zustande bringt.

Schade, schade…..

25) Johannes Lamp, Montag, 21. November 2016, 19:55 Uhr

Zu 11) hapeschmidt
Die CDU hat keine Chance vertan, sie hat ihre einzige genutzt!
Nachdem Frau Dr. Merkel in bewährter Kohl’scher Manier alle möglichen Rivalen weggebissen, keinen Nachfolger aufgebaut hat, sind den Schwarzen doch alle Felle weggeschwommen. Nur mit Merkel kann Regierungsverantwortung für die Konservativen realisiert werden…

26) karel, Montag, 21. November 2016, 21:39 Uhr

Die SPD regiert nun seit fast 20 Jahren dieses Land.
In der Tat, es ist Zeit für ein “Regime”-Wechsel.

Nur zur Erinnerung.
Von 1998 bis 2005 regierte die SPD mit den Grünen, also 7 Jahre,
Von 2005 bis 2009 reigerte die SPD mit der CDU, also 4 Jahre,
Von 2013 bis 2017 regiert die SPD wieder mit der CDU, also weitere 4 Jahre.
Von 2009 bis 2013 regierte rot-grün weiter mit Hilfe des Bundesrates und den Medien, bis die FDP endlich aufgab und aus der Bundespolitik verabschiedet wurde.

Die Ergebnisse dieser SPD sind inzwischen unübersehbar. Aber nicht für Jeden. 😉

Nun denn……

27) BoozeMachine, Montag, 21. November 2016, 22:10 Uhr

>> Deutschland wird die bisher mit den USA gemeinsam beschworenen Werte von Freiheit und Menschenwürde verteidigen<<

Danke für diesen klugen Satz, Herr Spreng – auch wenn von Ihnen diese wahre Bedeutung nicht intendiert war.
Denn die Betonung liegt auf "beschworen", man könnte genauso "zitiert", "behauptet", "vorgestellt", "erlogen" usw. schreiben, weil es so zynisch ist.
Es ist menschenverachtend, daß Herr Obama Guantamo Bay nun doch nicht geschlossen hat.
Es ist menschenverachtend, daß Herr Steinmeier Murat Kurnaz in der Folterverbannung ließ.
Mit Sicherheit ließe sich viel mehr aufzählen…

Lieber Herr Spreng, zweifelsohne war der Wahlkampf von Trump beschämend, viele Äußerungen widerlich und die Aussicht dieser Figur als Führer der freien Welt beängstigend.
Andererseits birgt seine Präsidentschaft die Möglichkeit für einen Umbruch, nämlich daß sich die USA endlich mal mehr um ihr innenpolitisches Wohl kümmern.

Wie man leicht sehen konnte, war genau das der Grund für den Wahlsieg.
Und zwar nicht, daß man mit Frauenverachtung, Rassismus und Isolierung weiterkommt, sondern das Anliegen, sich überhaupt um die Menschen aus der verarmten Mittelschicht zu kümmern, die z.B. bei der Finanzkrise auf der Strecke geblieben sind, obwohl sie immer fleißig gearbeitet haben.

Übrigens, lieber Herr Spreng, zur Souveränität der Demokratie gehört es dazu, einen gewählten Präsidenten anzuerkennen. Man wird ihn an seinen Taten messen müssen.

Unsere moralischen und ethischen Vorstellungen verpflichten uns oder irgendjemanden damit mitnichten, uns gegen Trump zu stellen.

Von Anfang an bin ich treuer Leser Ihres Blogs, Herr Spreng.
Anfangs begeistert von Ihren messerscharfen Analysen ist über die Zeit in mir die Erkenntnis gewachsen, daß Ihnen immer mehr der Blick für die übergreifende Realität entwächst.

Schade drum, daß Ihr Blog zum Schlagabtausch der (vermeintlichen?) Elfenbeinturmwächter geworden ist.

Machen Sie daraus etwas, bitte?

Mit freundlichen Grüßen,
BoozeMachine

28) Jakobiner, Montag, 21. November 2016, 23:52 Uhr

Trump, Sanders und die Wiederentdeckung der Arbeiterklasse–das Ende der “Mitte”

Diesen Schwachsinn, dass in den USA nur noch 15% Arbeiterklasse in der Industrie sind (in Deutschland 25%)stimmt zwar, aber Marx hat Arbeiterklasse nicht als Industriearbeiter definiert, sondern als lohnabhängig wegen Lohnarbeit und das sind die meisten Leute und die wissen das im Gegensatz zu unseren Antimarxisten bei den Grünen und der SPD oder den US-Liberalen bei den Demokraten und den Republikanern, die stetig in bestem Soziologendeutsch verkünden es gebe keine Arbeiterklasse mehr und dass dies ein vormoderner und ideologieträchtiger Klassenkampfbegriff sei–deswegen wählen sie auch Trump, da Bernie nicht zur Wahl stand und Clinton und diese ganzen Linken, die sich mehr um Schwule, Transsexuelle und Minderheiten kümmern eben schon lange von der Arbeiterklasse losgesagt haben–sie reden nur noch von “der Mitte” und der “Mittelklasse”. Wenn im Zentrum des Weltkapitalismus und ihrer Mittelschichtenideologie ein Bernie Sanders einen “demokratischen Sozialismus”und eine “politische Revolution”fordert, ein Trump sich explizit an die “working class”wendet, während Clinton immer nur von der Mitte und der allseitsverbindlichen “middle class” faselt, zeigt dies die Polarisierung, die von vielen Teilen der Eliten gar nicht wahrgenommen wurde. Trump bedeutet die Wiederentdeckung der Arbeiterklasse als Faktor, auch wenn dies die üblich-verdächtigen Umfrageinstitute als “white man without college degree” umschreiben wollen.Oder man redet mal wieder großkotzig elitenmäßig von den “Globalisierungsverlierern” oder neuerdings von den “Abgehängten”. Ja nicht Arbeiterklasse sagen, das gilt als linksradikal, gestrig, illusorisch, bildungsfern, vulgär, primitiv, altes Denken,etc. Jedenfalls hat mit Trump eben jene immerzu geleugnete Arbeiterklasse neben Bernie Sanders wieder ihren Bedeutungsgewinn, da sie sich in Wahlstimmen deutlich machte neben den radikalisierten Mittelschichten. Aber dass Clinton die ehemals oder noch industriellen Demokratenarbeitergebiete im Nordosten als Swingstates zugunsten Trumps verlor, dürfte da einigen Demokraten, die nur auf Minderheiten-, Frauen und Identitypolitik Stimmung machten einen gehörigen Dämpfer gegegben haben.Nicht, dass man diese Themen vernachlässigen sollte, aber eben auch nicht die Arbeiterklasse, die bei Clinton überhaupt nicht auftauchte, sondern nur immer die middle class. Und diese Mittelklasseideologie ist der Kern des US-Liberalismus, der eine Arbeiterklasse als nichtexistent und als nicht wichtig leugnen will. Die einzigen, die von der Arbeiterklasse sprechen sind Bernie Sanders, Trump und sein neuer Chefstratege Steve Baron:”Americanism”statt “Globalism”–seine zentrale Idee: US-amerikanische working class statt internationale middle class:

“Bannon warf den Anhängern der Globalisierung vor, die amerikanische Arbeiterklasse zugunsten einer neuen Mittelklasse in Asien zerstört zu haben. „Jetzt geht es um Amerikaner, die nicht beschissen werden wollen. Wenn wir erfolgreich sind, bekommen wir 60 Prozent der weißen Wähler und 40 Prozent der Schwarzen und Latinos, und dann regieren wir 50 Jahre lang.“ Den Demokraten warf Bannon vor, den Kontakt zur Realität verloren zu haben. „Sie sprachen zu den Unternehmern mit einer Marktkapitalisierung von 9 Milliarden Dollar, die neun Angestellte haben. Das ist nicht die Realität.“

Ziel seiner Anti-Establishment-Bewegung sei es deshalb in erster Linie, Jobs zu schaffen. „Das alles hat mit Arbeitsplätzen zu tun. Ich bin der Typ, der auf einen billionenschweren Infrastrukturplan dringt“, sagte Bannon in dem Interview in Manhattans Trump Tower. Er wolle Schiffswerften und Stahlwerke wiederaufbauen. „Das wird so aufregend wie in den 1930er Jahren, größer als Ronald Reagans Revolution – Konservative und Populisten (vereint) in einer nationalistischen Wirtschaftsbewegung.“”

http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/donald-trumps-chefstratege-stephen-bannon-findet-finsternis-gut-14535119.html

Interessant, dass Bernie Sanders Trumps schuldenfinanzierte Infrastrukturprogramme unterstützen will, da sie Arbeitsplätze schaffen und die marode Infrastruktur produktiv instandsetzen , während er Trumps Aufrüstungsprogramme fürs Militär, den Rassismus, Sexismus, Nationalismus und Militarismus gleichzeitig bekämpft.Aber es ist interessant, dass Trump und Sanders zugleich um die seitens der Liberalen nicht mehr als existent gesehene Arbeiterklasse kämpfen.Natürlich ist klar, dass der Oberproletarier-Milliardär Trump die Arbeiterklasse unterdrücken würde, sollte sie aufbegehren wegen nicht eingehaltener Wahlversprechen, Das ist dieser noch nicht so klar und die Hoffnung stirbt als letztes, insofern man nicht auf Bernie Sanders umschwenkt.

Als Francis Fukuyama in den 90er Jahren das “Ende der Geschichte”schrieb, in dem er nach dem Wegfall des Kommunismus einen Siegeszug der liberalen Demokratie weltweit prophezeite, ging er wie die meisten Liberalen davon aus, dass das Herzland der Demokratie niemals selbst eine autoritäre Diktatur werden könne und gegenüber faschistischen Verlockungen resistent und immun sei. Ebenso stellten die Liberalen ihre Kalkulationen nicht auf Basis einer marxistischen Analyse an, die die systemimmanenten Wirtschafts- und Finanzkrisen des Kapitalismus, sowie seine Tendenzen zu Eigentums- und Kapitalkonzentration, sozialer Ungleichheit und Prekarisierung berücksichtigte, wie man dies nach Lektüre des Kapitals von Marx wissen könnte.

Ebenso gingen die Liberalen davon aus, dass es nur noch eine Mittelklasse gebe, die a priori liberal und kosmopolitisch sei und ignorierte Lipsets Erkenntnisse, dass der Faschismus eine “Radikalisierung der Mittelschichten”darstelle, die eben illiberal und nationalistisch werden könne. Arbeiterklasse galt zudem ohnehin als Schimpfwort wie Nigger und wurde aus dem soziologischen Vokabular als marxistischer Kampfbegriff getilgt. Nun ist es eben gerade diese Arbeiterklasse, die Bernie Sanders und Trump wählten–”weiße Männer ohne Collegeabschluss” wird nun paraphrasiert, ansonsten spricht Clinton immer nur von der middle class. Dabei rekrutieren sich die “angry white men”und die “forgotten men” eben aus jener radikalisierten Mittelklasse und aus Teilen der Arbeiterklasse, wobei es auch 1/3 der Latinos und Asiaten sind, die Trump wählen, sowie auch viele Frauen.

Umso überraschter und hilfloser reagieren nun die Liberalen auf das Aufkommen autoritärer und faschistischer Bewegungen, zumal es bisher als ungeschriebenes Gesetz und Prämisse galt, dass sich dies in den USA niemals ereignen könnte. Mit Trump könnten wir eher ein Ende der Geschichte unter autoritärem Vorzeichen erleben, einen weltweiten Siegeszug der autoritären und chauvinistischen Diktaturen, die sich aber dann aufgrund ihres Nationalismus untereinander bekriegen werden, denn eine Internationale der Nationalisten gab es bisher noch nicht und somit auch kein Ende der Geschichte, es sei denn die Konkurrenz zwischen den chauvinistischen Nationaldiktaturen führt zu einem Weltkrieg, der die Menschheitsgeschichte dann zivilisatorisch zum Ende bringt.

29) StefanP, Dienstag, 22. November 2016, 10:08 Uhr

@ 26) karel

Das ist doch eine alberne Aufzählung. Genauso gut können Sie behaupten, die Union würde seit 2002 regieren, erst über den Bundesrat, dann von der Regierungsspitze aus. Sie wissen schon: “Der Kanzler bestimmt die Richtlinien der Politik.”? Die Republik jedenfalls ist so blockiert wie am Ende der Kohl-Ära.

Was haben die Christenparteien eigentlich seit 2005 durchgesetzt? Abschaffung der vierteljährlichen Arztpauschale von 10€, Erhöhung des Kindergeldes, Umschuldung der griechischen Staatsschuld von privat zu Staat, ein Ungetüm im Gesundheitswesen, Ausweitung des Leistungskatalogs, Mütterrente, weitere Schrumpfung der Bundeswehr. Die selbst eingehandelte Flüchtlingskrise lasse ich da mal außen vor.

Und damit habe ich nur die Maßnahmen genannt, die auf Initiative der Union zurückgehen. Was sich nicht findet und seit 2005 angekündigt ist: Vereinfachung des Einkommensteuergesetzes, Abflachung des Mittelstandsbauches, Kostenkontrolle im Gesundheitswesen, Ausweitung der Erwerbsarbeit älterer Arbeitnehmer, bessere Förderung von Ehe und Familie, Modernisierung der Bundeswehr – also ein paar Themen, die man nicht unbedingt von sozialdemokratischen Parteien, sehr wohl aber von Konservativen erwarten kann und erwarten muss.

Kein Wunder also, dass so viele Konservative von dieser Kanzlerin mit ihrer Buddha-Politik genug haben.

30) Erwin Gabriel, Dienstag, 22. November 2016, 10:12 Uhr

@ 27) BoozeMachine, Montag, 21. November 2016, 22:10 Uhr

>> zweifelsohne war der Wahlkampf von Trump beschämend,
>> viele Äußerungen widerlich und die Aussicht dieser Figur
>> als Führer der freien Welt beängstigend.

http://slatestarcodex.com/2016/11/16/you-are-still-crying-wolf/

31) Erwin Gabriel, Dienstag, 22. November 2016, 10:14 Uhr

@ 27) BoozeMachine, Montag, 21. November 2016, 22:10 Uhr

>> Zur Souveränität der Demokratie gehört es dazu, einen
>> gewählten Präsidenten anzuerkennen. Man wird ihn
>> an seinen Taten messen müssen.

Dieser Einstellung stimme ich gerne zu.

32) Rapunzel, Dienstag, 22. November 2016, 10:48 Uhr

@Jakobiner
Zustimmung!
Mittlerweile wird die Wählerschicht Donald Trumps weitaus differenzierter wahrgenommen, als in den reflexartigen Darstellungen der Presse direkt nach der Wahl.
Es ist nicht nur die Arbeiterklasse die sich in Zeiten des allseits praktizierten Neoliberalismus von den bestehenden Kreisen ab- und dem “Populismus” zugewandt hat. Es waren auch über 50% der weiblichen amerikanischen Wähler. Die Fehlannahme es würde die Mehrheit der Upper-Class Repräsentantin Hillary Clinton ihre Stimme geben, entspricht leider auch der Selbstbeweihräucherung der schlafenden, etablierten Parteien im Wolke7-Traumschiff Berlin.
Planspiele der Etablierten enden stets in der GroKo oder in einem wenig wahrscheinlichen Schwarz-Grün. Die Grünen werden, selbst wenn Kretschmann Spitzenkandidat werden sollte, nicht mehr genug Wähler mobilisieren. Dazu haben sie unter anderem in der hessischen Koalition bereits zu eindrucksvoll bewiesen, dass man gleich die CDU wählen kann.
Es fehlt eben an wählbaren, linken Altrnativen. Und selbst wenn es linke Mehrheiten gäbe, wäre am Ende doch wieder Merkel Kanzlerin. So wie in jüngerer Vergangenheit.
Diese Erkenntnis erzeugt nur noch Frustration und somit den Aufstiegvvon AFD und Co.

33) Erika, Dienstag, 22. November 2016, 11:02 Uhr

@ 26) karel, Montag, 21. November 2016, 21:39 Uhr

Wau, Sie leben ja richtig in “postfaktischen” Zeiten!

34) Johannes Lamp, Dienstag, 22. November 2016, 11:10 Uhr

Zu 28) Jakobiner
Wie so oft sehr gut , aber auch wie immer zu ( von sich selbst begeistert) zu lang…
Schade um mein nicht veröffentliches Ferkelgedicht – ich sah es, wenn auch wesentlich schwächer, in der Tradition von Gernhard: Der Kragenbär, der holt sich munter
Einen nach dem andern runter

35) Erika, Dienstag, 22. November 2016, 11:14 Uhr

@)27) BoozeMachine, Montag, 21. November 2016, 22:10 Uhr

“Es ist menschenverachtend, daß Herr Steinmeier Murat Kurnaz in der Folterverbannung ließ.”

Wer behauptet denn das? Es sind diejenigen, die den Irak-Krieg mit Lügen begonnen haben, die Herrn Kurnaz entführt haben, die Herrn Kurnaz gefoltert haben, die behaupten es hätte das Angebot gegeben Kurnaz käme frei. Es sind die, die sich für das “Nein” zum Irak-Krieg rächen wollen.

36) hapeschmidt, Dienstag, 22. November 2016, 14:08 Uhr

Zu 25) Johannes Lamp

Also mir fallen da spontan noch ein:
– Annegret Kramp-Karrenberger
– Jens Spahn
– Ursula von der Leyen
– Wolfgang Schäuble (als Übergangskanzler)

37) Roland K., Dienstag, 22. November 2016, 15:06 Uhr

Als die Kanzlerin dem US-Trump quasi “Bedingungen” gestellt hat, konnte ich vor Lachen fast nicht mehr. Ausgerechnet diejenige, die sich als Erfüllungsgehilfin ausgezeichnet hatte, will dem neuen Präsidenten Vorschriften machen? Was macht sie denn, wenn Trump sich nicht darum schert?Die USA “sanktionieren”?
Frau Merkel, nehmen sie einfach das zur Kenntnis, was “Realität” genannt wird……..und in der haben Sie nun mal eher weniger weltpolitisch zu melden.

Ihre Kandidatur ist allerdings wirklich “alternativlos”. Wer sonst käme in Frage? Frau vdL hat in jedem Job klar gezeigt, daß sie es nicht kann; einer wie Röttgen ebenfalls. Es gibt derzeit in der CDU (auch in der SPD) absolut niemanden! Wer hat denn noch so Dinge wie “Persönlichkeit” oder gar “Charisma”?
Vom derzeitigen Personal wäre mir gar niemand geläufig; die Vorzeigefiguren sind praktisch beliebig austauschbar. Welcher Minister oder “in” zeichnet sich denn durch “solides Arbeiten” aus? Frau Nahles oder Herr De Maiziere? Flickschusterei ud Pannen allenthalben.
Von den Themen Arbeit/Rente/Bildung/Krankheit, die ich für die wirklich wichtigen halte…….wo hat sich für den Bürger wirklich was “verbessert”?

38) wschira, Dienstag, 22. November 2016, 16:04 Uhr

Die Zerrissenheit in diesem Land lässt sich auch an den Kommentaren von Herrn Spreng ablesen, es genügen schon die Überschriften:

“Merkels Niederlage” ein Kommentar vorher

“Signal der Berechenbarkeit und Stabilität” jetzt.

“Deutschland bleibt berechenbar. Deutschland wird die bisher mit den USA gemeinsam beschworenen Werte von Freiheit und Menschenwürde verteidigen”

Welche Werte? Die Werte, wahllos Menschen zu ermorden, andere Länder zu überfallen und Black Ops zu Regierungswechseln in Ländern zu betreiben, deren Regierungen nicht willfahig sind? Waffen an Schurkenstaaten wie Saudi-Arabien zu liefern, die nicht nur damit Nachbarländer zusammenbomben, sondern auch z. B. den IS mit Waffen versorgen?

Danke, auf solche Werte kann ich verzichten.

39) Tulpen, Dienstag, 22. November 2016, 17:38 Uhr

Bis auf den Punkt, daß Frau Merkel kein rassistisches und faschistisches Begehren befriedigt, wüßt ich nicht, worüber sich die bisherigen Merkelanhänger, also ihre Wähler, beklagen sollten und ihr Mißpolitik attestieren.
Ok, es fing wohl bereits mit der Unterstützung Griechenlanfs an, dem “Geldsegen” für dieses “faule Pack”…
Deutschland geht es wirtschaftlich besser denn je, es ist auf dem dritten Platz als Herberge der reichsten Menschen- was will denn der Gutbürger innenpolitisch mehr???
Eine Humanistin ist also unter den werten Wertkonservativen unerwünscht…?

40) Paulus, Dienstag, 22. November 2016, 18:35 Uhr

Spreng hat für meinen Geschmack Rolle und Funktion von AM stark übertrieben. Merkel und Stabilität? Sind ihre sprunghaften Kurswechsel (Energiewende, Grenzöffnung, Klimapolitik usw.) sowie ihr “Krisenmanagement” in Brüssel und zur € “Rettung”, mit der sie die gewaltige Risiken für D (ESM Traget2 Salden) erst mal auf die lange Bank schiebt (während Infrastruktur und Schulen weiter verfallen) schon vergessen? Wenn Stabilität daran gemessen wird, wie oft oder selten eine neues Gesicht auf einer Pressekonferenz in Erscheinung tritt, ist dieses Land und seine Regierung nicht “stabil”, sondern auf der abschüssigen Bahn unterwegs und nimmt auf dieser Fahrt auf.

Wenn immer das gleiche Gesicht einer Regierungschefin auftaucht, muss dies als Ratlosigkeit, Hilflosigkeit auf komplett veränderte Lagen in weiten Kreisen der Gesellschaft verstanden werden. Auf die AM auch nicht im Ansatz zu reagieren bereit und fähig ist. Mit Merkel und EU auf dem “Highway to hell”….. ist das Fazit, das ist die Lage von D. Falls sie wirklich eine Naturwissenschaftlerin ist (kaum zu glauben), kann man nur den Kopf schütteln.

Gruß
Paulus

41) Politikverdruss, Dienstag, 22. November 2016, 19:14 Uhr

19) Erwin Gabriel, Montag, 21. November 2016, 15:07 Uhr,

Lieber Herr Gabriel,

Sie verweisen wortlos auf einen Artikel von Roger Letsch. Der Autor kritisiert Frau Merkel und verweist u.a. auf „Zwölf Jahre Opportunismus als Regierungsprogramm“.

Was wollen Sie uns nun damit sagen? Dass Sie die Ansichten von R. Letsch teilen? Oder stehen Sie für das Gegenteil?

42) Alexander, Mittwoch, 23. November 2016, 05:25 Uhr

@ 26) karel – Die Erfolgsbilanz der SPD und der Linken ist niederschmetternd!

Sehr schönes Statement über die Konzeptlosigkeit, Phantasielosigkeit und Abgehobenheit dieser Funktionärselite, die einstmals eine Volkspartei war und heute den gemeinen Arbeiter verachtet.

Für mich ist die Erfolgslosigkeit der SPD die Hauptursache für die Wahlerfolge der AfD. Die Linken – also SPD, Grüne und die Partei der Linken – haben allesamt versagt und ihre eigene Klientel völlig vergessen.

Welcher Arbeiter, welcher Proletarier interessiert sich denn für das akademische Political-Correctness-Geschwätz und Gender Mainstream-Kasperletheater der Linken?

Der heutige linke Politiker ist von seiner Sozialisierung her ein Lehrerkind, ein Wohlstandskind, hat irgendetwas Soziales studiert, ist etwas verwöhnt und verhätschelt und ohne jegliche Bodenhaftung und Kontakt zur “einfachen” Bevölkerung, also der Friseurin, dem Schlosser oder Polizisten. Wie sollen solche Menschen denn für die Arbeiterklasse denn eine neue Politikstrategie sich erarbeiten können?

43) Günter Springer, Mittwoch, 23. November 2016, 09:06 Uhr

42)Alexander
Sie haben doch sicher bei Ihrer Nennung der schuldigen Parteien die CDU und die CSU vergessen, die Parteien, die inden letzten Jahren doch maßgeblich die Politik bestimmt haben, oder waren die nicht zugegen?
Kann man so vergesslich sein?

44) Erwin Gabriel, Mittwoch, 23. November 2016, 09:21 Uhr

41) Politikverdruss, Dienstag, 22. November 2016, 19:14 Uhr

>> Was wollen Sie uns nun damit sagen?

Dass die Wahl von Herrn Steinmeier zum Bundespräsidenten nicht annähernd unser größtes Problem ist …

http://www.achgut.com/artikel/die_unheimliche_ansage_der_angela_merkel

Ich habe meine Meinung zu Frau Merkel, aber ich verstehe, dass Sie aus dem Ausland besser bewertet wird als in Deutschland, und dass Frau Merkel für viele im Hinblick auf die Alternativ-Kandidaten die bessere Wahl scheint (und im Hinblick auf Sigmar Gabriel teile ich sogar diese Meinung).

45) Erwin Gabriel, Mittwoch, 23. November 2016, 09:24 Uhr

@ 36) hapeschmidt, Dienstag, 22. November 2016, 14:08 Uhr

Jeder von denen wäre ein Garant für Rot-Rot-Grün

46) Tulpen, Mittwoch, 23. November 2016, 10:23 Uhr

Pardon, Alexander, Du willst die SPD für den offenkundigen Rassismus und Faschismus(für andere Inhalte steht die AfD nicht) verantwortlich machen?!
Ich bin auch schon lange unzufrieden mit dem sozialdemokratischen Ideal der SPD, aber deshalb werd’ ich nicht gleich zum Antidemokraten und Faschisten!
Könntest Du mir diesen Deinen Prozeß weg von der SPD bitte nochmal erläutern?
Ich bin neugierig, mehr von Dir zu erfahren… ; ‘)

“Vorwärts und nicht vergessen die Solidarität!
Unsere Herrn, wer sie auch seien, sehen unsre Zwietracht gern, denn solang sie uns entzweien, bleiben sie doch unsre Herrn!”

Mir so,idarischem Gruß, Tulpen

47) Jakobiner, Mittwoch, 23. November 2016, 11:16 Uhr

Viele Trump- wie auch Brexitkritiker machen den Fehler, dass sie unmittelbare negative Folgen dieser politischen Entscheidungen an die Wand malen, die sich dann nicht so bewahrheiten, weswegen Trump- und Brexitbefürworter sich dann bestätigt sehen, dass dies alles nur Angstmacherei der Eliten sei, die dann nicht mehr verfinge.Statt Trumpcrash nun Kursfeuerwerk an der Wallstreet: Der Dow-Jones knackte erstmals die historische Marke von 19000. Unternehmens- und Einkommenssteuern sollen gesenkt werden, was Investitionen in den USA ankurbeln soll, den Staatshaushalt wohl in Schwierigkeiten bringen und möglicherweise einen Steuerunterbietungswettbewerb weltweit auslösen kann. Banken, Versicherungen gehen in die Höhe, da Trump den Dodd-Frank-Act, also die Bankenregulierung abschafft, also exakt jene Regularien, die eine neue Finanzkrise ala 2008 eindämmen und verhindern sollen. Damit legt er den Grundstein für eine neue Finanzkrise.

Rüstungsaktien sind heiß begehrt, da das größte Aufrüstungsprogramm seit langem ansteht, Pharmabranche und Versicherungen boomen, weil Obamacare abgeschafft wird,Stahl, Kohle, Öl, Gas, Atomkraft boomen, weil Schutzzölle und weitgehende Deregulierung, vor allem des Umwelt- und Klimaschutzes angekündigt sind.

Nur die Hitech-Aktien fielen, da sich Trump bisher vor allem um alte Industrien, nicht aber das Silicon Valley kümmert und dieses viel enger abhängig von internationaler Arbeitsteilung ist.Es fiel ohnehin auf, dass weder Trump noch Clinton in ihrem Wahlkampf über die kommende Digitalisieruzng und Industrie 4.0, die 4. industrielle Revolution und damit verbundenen Auswirkungen auf Staat, Gesellschaft, Arbeitsmarkt und Bildungssystem sprachen. Trump versprach eine Renaissance der alten Industrien, Clinton wollte die USA zur Supermacht bei erneuerbaren Energien machen, aber das Silicon Valley und seine neuen Industrien thematiserte keiner. Auch nicht, dass viele Arbeitsplätze nicht so sehr durch Werksverlagerungen und outsourcing wegfallen, sondern durch Rationalisierung und Automatisierung und künftig halt durch Digitalisierung.

Zudem noch ein riesiges Infrastrukturprogramm, das auch von Bernie Sanders unterstützt wird–auf Pump, das mit auf Schulden finanziertem Aufrüstungsprogramm und Steuersenkungen die Staatsverschuldung in die Höhe treiben wird, sowie wohl auch nur durch Kürzungen in dem ohnehin nicht üppig ausgestatteten Sozialbereich erfolgen kann.

Dem anfänglichen Boom wird absehbar der Crash folgen und da die Marktkräfte radikal entfesselt werden, wird dieser und die Katerstimmung, ja die Wut danach exzessiv ausfallen. Zudem bleibt abzuwarten, inwieweit die Erhebung von Schutzzöllen und die Aufkündigung von Freihandelsabkommen nicht auch zu Wirtschaftskriegen und einer vermehrten Konfrontation führen wird, wenn nicht gar zu einer Weltwirtschafts- und ohne Bankenregulierunfg wieder zu einer formidablen Finanzkrise. Nachdem Merkel-Deutschland sich zur symbolischen Führungsmacht des liberalen Westens aufgeschwungen hat, gibt sich China nun als die kommende Führungsmacht in Sachen Frei- und Welthandel. Da Trump Obamas Transpacific Partnership Programme (TPP), einen Freihandelsblock, der China ausschließt, kippen will, springt nun China mit seinem Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP)- Freihandelsblock, der wiederum die USA isolieren will in die Lücke.

Zu erwarten ist es, dass Trump mit seinem Wirtschaftsnationalismus am Anfang einige Erfolge erzielt, ja vielleicht auch bei der schon laufenden Beseitigung des Islamischen Staas und der Ukrainekrise, aber ähnlich wie bei Hitler werden nach diesen Anfangserfolgen, die ihn durchaus populär machen können, die alten Widersprüche mit China, Iran und anderen Staaten wieder aufbrechen. Gut möglich, dass Trump hofft, dass er Russland in ein Bündnis gegen China gewinnen könnte, da er Rußland vor allem nur als militärische Macht sieht, während China aufgrund seiner wirtschaftlichen Stärke und zunehmender Aufrüstung der eigentliche Konkurrent für ihn als Weltmacht ist.Der anfänglichen Boomperiode wird auch wieder der wirtschaftliche Einbruch mit Rekordverschuldung folgen. Mal sehen, ob China dann auch noch bereit sein wird, die Staatsverschuldungspapiere der USA in entsprechendem Umfang aufzukaufen oder ob man dann auf militärischem Gebiet Erfolge feiern muss, sollten die wirtschaftlichen ausbleiben.

48) Reinhold Herdler, Mittwoch, 23. November 2016, 11:20 Uhr

Zu 36) hapeschmidt

Entschuldigen sie bitte, aber diese Aufstellung von möglichen Kandidaten ist doch nicht ihr ernst. Das sind zum größten Teil doch nur Lückenfüller, um die Plätze im Bundestag zu füllen, aber keine Führungskräfte.

Was nützt uns z.B eine Kanzlerin, wie Ursula von der Leyen, die nur aufgrund der Gnade ihres Geburtshauses, in eine wichtige politische Position gekommen ist. Wenn man der nicht mitteilt, was sie zu sagen hat, ist sie doch Rettungslos verloren. Frau von der Leyen beherrscht die Kunst, viel zu reden, aber nichts zu sagen.

Was nützt uns ein Herr Spahn, der ein typischer Karrierepolitiker ist. Er wird schon Aufgrund seines eingeschlagenen Berufsweges, niemals die Lebenserfahrung sammeln können, damit er bei wichtigen Entscheidungen in der Lage wäre, Akzente setzen zu können. Er ist der typisch jugendliche Parlamentarier, der z.B. über die Rente und das Gesundheitswesen schwadroniert und sich selbst alles vom Steuerzahler in den Allerwertesten schieben lässt.

Herr Schäuble selbst war und ist einfach nur ein Politiker der zweiten Reihe. Aufgrund seines Charakters ist er einfach nicht für die Position des Kanzlers geschaffen. Sein öffentliches bloßstellen von Mitarbeitern, zeigt doch schon seinen Mangel an Führungsqualitäten. Herr Schäuble wird niemals über seine Rolle als politische Bulldogge, die an der Leine gehalten wird, herauskommen.

Zu Frau Kramp-Karrenberger kann und will ich mich nicht äußern, weil ich sie zu wenig kenne. Für mich persönlich heißt das, sie hat eine Chance verdient. In diesem Fall möchte ich ihnen also zustimmen.

mfg

49) karel, Mittwoch, 23. November 2016, 12:31 Uhr

41) Politikverdruss

Dieser von E.Gabriel verlinkte Artikel auf achgut.com ist in der klassischen Augstein-Spott-Kultur verfaßt. Und diese Journalismus-Un-Kultur prägt bis heute stark die Medien. Und somit das Land.
Weshalb ich schon in den 80ern Jahren mein langjähriges SPIEGEL-Abo kündigte. Und mich nicht mehr “prägen” ließ.

ARD mit der Tagesschau und ZDF mit diesem HEUTE habe ich längst auf das Allernötigste reduziert.
Allein diese Zuwandserungs-“Willkommens-Orgien” Mitte des letzten Jahres haben mich veranlaßt, sofort wegzuschalten, hatten die Redaktionen bei mir seinerzeit den Eindruck erzeugt, als hätten sie vor Beginn der Sendung “irgendwas geraucht”……
Und nun war’s die Kanzlerin mit ihrem “wir schaffen das”…….
Armes Deutschland….. versorgt von einem in weiten Teilen merkwürdigen Journalismus.

Was man ja in Sachen Trump wieder einmal zeitnah nachvollziehen kann. Von Meck-Pomm bis nach Kalifornien, ganz offensichtlich eine einzige Einheitsmeinungs-Informations-Szenerie.

Freiheit ist für mich, eine eigene Meinung zu haben. Auch wenn ich sie hin und wieder mal neuen Einsichten anpasse. Wie Erwin Gabriel.
Vielen Zeitgenossen, wenn sie denn die 30 überschritten haben, gelingt dies nicht mehr so.

Nun denn…. 😉

Gruß
karel

50) karel, Mittwoch, 23. November 2016, 14:29 Uhr

39) Tulpen

Der Geldsegen für das “faule Pack”, wie sie es bezeichnen, wurde ja erst möglich duch den Beitritt Griechenlands in die EURO-Zone. Und das ermöglichte einst ein “Reform-Kanzler” mit seiner Unterschrift trotz vielseitiger Mahnungen, auch in den eigenen Reihen. Einer Unterschrift, die ein Finanzminister Waigel nur 2 Jahre vorher verweigerte mit dem Argument “Die schaffen das nie”…..die Einhaltung der Stabilitätskriteren….womit er ja auch Recht behielt. Bis heute.
Der “Reform-Kanzler” dagegen wurde deshalb nie in den Medien gerügt, handelte er ja doch “einvernehmlich” mit den anderen Euro-Ländern.
Eine Kanzlerin, die tatsächich nicht die Alternative hatte, ihre Zustimmung zu dem Bruch der No-Bailout-Klausel zu verweigern, wird dieses heute pausenlos vorgeworfen, obwohl diese Zustimmung ja auch “einvernehmlich” mit den anderen EURO-Ländern erfolgte.
Ein “feiner” Journalismus, den wir da hatten und auch heute noch haben…….
mit einem nachhaltigen Eindruck bei vielen unserer Zeitgenossen.
Mit einer bewußt in Kauf genommene Pleite Griechenlands hätten die europäischen Banken Kreditausfälle von ca. 300 Mrd. Staatschulden sowie 400 Mrd. Privatschulden nicht mehr verkraftet nach der vorausgegangenen Lehman-Pleite. Eine gigantische Pleitewelle für Europa war die Alternative.
Und da frage ich nach: wer wollte die? Am wenigsten die Kanzlerin.
Fällt der EURO, fällt Europa. Das war in der Tat ein reales Szenario dieser Zeit.
Die Weltwirtschaftskrise von 1929 wäre dagegen ein “Kinderspiel” gewesen.
Ein Zusammenbruch der europäischen Währungen und Märkte hätte weltweite Auswirkungen gehabt, bis hin nach China, nach Amerika, denen die überlebenswichtigen europäischen Absatzmärkte gefehlt hätten mit all den Folgesfolgen. Und von dem Vermögensverlust, der Massenarbeitslosigkeit, der damit einhergehenden Massenarmut, der politischen Radikalisierung, dem Zusammenbruch der europäischen Sozialsysteme ganz zu schweigen.
Die Kanzlerin, die Anfangs die No-Bailout-Klausel durchsetzen wollte, hat mit ihrem Schwenk unsere “heile Welt” erhalten. Ja natürlich hat “man” das nicht bemerkt, bemerken wollen. Stand ja auch so nicht in den Zeitungen.
Dafür wurde “die Merkel” für die Griechen-Schulden nun haftbar macht
Mit Erfolg, wie man heute sehen kann.

Ich schreibe dies nicht wegen der Kanzlerin, wie mir jetzt wieder unterstellt werden wird.
Es ging und geht mir um die Nennung der prägenden Fakten. Von denen leider zu wenig die Rede ist.

51) wschira, Mittwoch, 23. November 2016, 18:43 Uhr

@26) karel

Also Ihr Tunnelblick und Ihre Merkel- und CDU-Vergötterung sind wirklich köstlich.
Nur zur Erinnerung:

-Von 2005 bis 2009 reigerte die SPD mit der CDU, also 4 Jahre
Und wer war da Kanzler und bestimmte nach der Verfassung die Richtlinien der Politik?

-Von 2013 bis 2017 regiert die SPD wieder mit der CDU, also weitere 4 Jahre.
Und wer war da Kanzler und bestimmte nach der Verfassung die Richtlinien der Politik?

-Von 2009 bis 2013 regierte rot-grün weiter mit Hilfe des Bundesrates und den Medien, bis die FDP
endlich aufgab und aus der Bundespolitik verabschiedet wurde.
Dummes Zeug. Die Regierung bestand aus CDU/CSU und FDP. Frau Merkel war Kanzlerin und
bestimmte die Richtlinien der Politik.

Halten Sie Ihre Mitmenschen für bescheuert?

52) Rapunzel, Mittwoch, 23. November 2016, 19:20 Uhr

Und die Polizeigewerkschaft jammert über eine angeblich inkonsequente Justiz.
Leider am falschen Ende.
Nicht nur Reichsbürger und Ku-Klux Klan Angehörige sind in der Polizei organisiert und werden allzu spärlich verfolgt. Es ist dies eine Gefährdung unserer Demokratie und unserer Sicherheit!
Warum gab es wohl derart viele “Pannen” bei der Nichtaufklärung des NSU Terrorfeldzuges!?
Die Polizei und die Geheimdienste müssen schleunigst “reformiert” werden.

53) Daniel, Donnerstag, 24. November 2016, 10:09 Uhr

Trump nur unter Auflagen Kooperation anbieten, aber Schmusekurs mit dem Sultan vom Bosporus fahren. Rumgemerkel in Reinkultur…

54) Paulus, Donnerstag, 24. November 2016, 12:37 Uhr

@42 Alexander

Ergänzung: Die Linke ist intellektuell ausgeblutet, sie konnte – nach Karl Marx – nie wieder dessen analytische Schärfe erreichen, die auch von fundamental anders ausgerichteten Ökonomen anerkannt wird. Sein Hauptmanko: er liefert eine Wert- keine konsistent Preiserklärung (auf Basis von Mehrwert). Marx, Vertreter der politischen Ökonomie (Klassik) kennt Werte ohne Preise. Die Neoklassik, Preise ohne Kosten (subjektive Wertlehre). Sie verbindet Werte und Preise nur tautologisch. An diesem Mangel ändern alle Weiterentwicklungen der Neoklassik (Spieltheorie, Wohlfahrtsökonomie usw.) nicht das Geringste. Die Neoklassik ist in ihrem Kern sogar eine “Erklärung” ökonomischer Wahlentscheidungen (unter Budgetbeschränkung) die ohne Geldsystem auskommt.

Der Eindruck der praktischen Politik, die von der Linken seit Jahren angeboten wird, beschränkt sich auf monotone Beschwörung von Pazifismus (Nato-Kritik) und je nach Aktualität, der Thematik von Umverteilung von unten nach oben (nicht sehend die dabei von der Rolle des Geldsystems ausgeht9 , exzessiver Auslegung des Asylrecht, der GFK und der EFK. Sie, die Linke findet nicht den Mut einzuräumen, dass der Sozialstaat und innerstaatliche Demokratie auf Basis von Rechtsstaatlichkeit (nach allen Erfahrungen) nur in nationalstaatlichen Rahmen umsetzbar ist. Die Tendenzen nach denen die EU in einen Superstaat zu transformieren ist, werden von der Linken sogar noch unterstützt. Sehenden Auges dabei, dass durch Kompetenzzuwachs in Brüssel, die parlamentarische Rechte auf nationalstaatlicher Ebene ausgehöhlt und nicht an anderer Stelle kompensiert werden. In Brüssel regiert die “Kommission” im Stile eines Politbüro – angeblich von gewählten Repräsentanten so gewollt = “Demokratie” der 3. Ordnung.

Gruß
Paulus

55) Erwin Gabriel, Donnerstag, 24. November 2016, 16:27 Uhr

@ 2) Rapunzel, Mittwoch, 23. November 2016, 19:20 Uhr

>> Und die Polizeigewerkschaft jammert über eine angeblich
>> inkonsequente Justiz. Leider am falschen Ende.

Nein, nicht am falschen Ende! Keinesfalls!

Ich verstehe zwar, dass Sie das “rechte” Auge weiter aufreißen wollen – das ist ja auch angesichts der zu recht angeführten Vorkommnisse richtig. Aber warum wollen Sie dafür immer die anderen Augen zukneifen?

56) riskro, Donnerstag, 24. November 2016, 18:06 Uhr

Weitere 4 Merkeljahre bedeuten, vier Jahre weiteren Stillstand.
Hier kann man M.S.nicht widersprechen, in dieser Frage bleibt dann Deutschland zu 100% stabil und berechenbar.

Wie man als großer Politikversteher dass allerdings als gut bezeichnen kann, erschließt sich mir nicht.

Spreng schreibt:
……Deutschland wird die bisher mit den USA gemeinsam beschworenen Werte von Freiheit und Menschenwürde verteidigen – gegen Trump, gegen die Rechtspopulisten in aller Welt, im Notfall auch gegen Marine Le Pen……..

Obama und Merkel, die beiden angeblich mächtigsten Politiker der Welt, haben wohl vor lauter Arbeit dafür zu sorgen, dass die Rechtspopulisten der ganzen Welt nicht an die Macht kommen, übersehen, dass nach wie vor Hunderte von Menschen im Mittelmeer ertrinken. Menschen- in der Hauptsache aus Afrika. Die vor Hungersnot fliehen. Einer Hungersnot, die nicht zuletzt auf die imperialistische Politik der USA und seiner Verbündeten zurückzuführen ist.

Sind hier die gemeinsam beschworenen Werte von Freiheit und Menschenwürde wissentlich im Sinne des eigenen Machterhaltes und -anspruches auf der Strecke geblieben?

Wie glaubwürdig ist man als Verteidiger von den beschworenen Werten Menschenrechte und Meinungsfreiheit, wenn man mit der Türkei Verträge schließt, ein Land, dass diese Werte mit Füssen tritt, nur um das Flüchtlingsproblem nicht wieder hochkochen zu lassen. Oder will man innenpolitisch nicht unter Druck geraten um einen Machtverlustes zu verhindern.

Nach 11 Jahren Merkel-Kanzlerschaft ist Deutschland in Europa isoliert, wie es noch nie der Fall war.

Die EU ist zerstritten wie es noch nie der Fall war und droht zu zerbrechen.

Der Kalte Krieg lebte in der Merkelära wieder auf und wird heiß befeuert, wie es lange nicht mehr der Fall war.
Die Ukrainekrise wäre wie Kommentator Reinhold Hertler (7) richtigerweise ausgeführt hat, nicht so eskaliert, wenn man sich der falschen Einschätzung der Lage durch die Ami`s entgegengestellt hätte. Statt den Maidan aufzusuchen wäre Steinmeier besser nach Moskau gereist, Genscher wäre so ein Fehler nicht passiert.

Innenpolitisch wurden keine ernsthaften Versuche unternommen, die bekannten Baustellen:

– Sozialbereiche
– Bildung, usw.,
– Infrastruktur

zukunftssicher zu machen

Landauf – landab schwafeln die Politiker und Politikversteher nur noch von Trump, Putin,
Marine Le Pen, AFD, Populismus, und und

Wobei viele unserer Politiker die größten Populisten sind. Man erinnere sich an die Aussage von Schäuble:

„Kein Deutscher hat durch die Aufnahme der Flüchtlinge einen Cent weniger im
Geldbeutel“

Da hat er recht, wäre ja noch schöner, wenn dass der Fall wäre.

Aber, dass keine Steuermittel mehr vorhanden sind um Schulen zu renovieren. Marode Straßen, Brücken, Schleusentore usw. Instand zu setzen verschweigt er.

Das ist Populismus pur.

Wie zahlen Steuern nicht zu letzt dafür, dass unsere Kinder hygienische saubere und funktionierende sanitäre Anlagen und saubere Klassenräume in Schulen vorzufinden. Unsere Wirtschaft ist auf heile Straßen und Brücken angewiesen um Konkurrenzfähig zu sein, findet aber allerorts eine marode Infrastruktur vor. Dafür ist wohl kein Geld mehr da, wo sind denn die Mrd.?

Merkel stellt sich gestern im Bundestag hin und erklärt:

Den DEUTSCHEN geht es so gut wie nie

Sie meinte also auch die Bürger, die in Mülltonnen nach etwas Essbaren suchen, oder die, die Flaschen sammeln müssen, um über die Runden zu kommen.

Dass muss doch in deren Ohren Populismus pur sein.

Aber alles halb so schlimm, Hauptsache Merkel wird wieder Kanzlerin. Dann ist Deutschland stabil und berechenbar.

57) Jakobiner, Freitag, 25. November 2016, 05:44 Uhr

Zu Paulus:

So ganz stimmt das nicht: Es gibt inzwischen seitens der Linken die Wertkritikschule, die eine Weiterentwicklung von Marx ist. Wen das interessiert: Am 24.und 25.3.2017 findet an der Carl Ossietzky Universität der Uni Oldenburg ein Symposium zu 150 Jahren Kapital statt, das eine Renaissance des Marxismus anvisiert.

“Sie, die Linke findet nicht den Mut einzuräumen, dass der Sozialstaat und innerstaatliche Demokratie auf Basis von Rechtsstaatlichkeit (nach allen Erfahrungen) nur in nationalstaatlichen Rahmen umsetzbar ist.”

Wäre die EU anders strukturiert, so wäre Sozialstaat und Demokratie auch im europäischen Rahmen möglich. Nicht einmal die CSU glaubt noch an den alleinigen Nationalstaat als Retter, sondern hat schon seit Goppel und FJStrauß die Devise: Bayern die Heimat, Deutschland das Vaterland, Europa die Zukunft. Zudem betont sie das Subsidaritätsprinzip, dass dem Nationalstaat immer noch genügend Raum einräumt.

58) Günter Springer, Freitag, 25. November 2016, 17:43 Uhr

Herr Sprng
Wo bleiben die weiteren 50 Stellungnahmen zu diesem Thema?
Bitte um Antwort.

59) vera, Samstag, 26. November 2016, 06:20 Uhr

“gegen Trump, gegen die Rechtspopulisten in aller Welt, im Notfall auch gegen Marine Le Pen”, nur nicht gegen weiteren Sozialabbau. Schade, eigentlich, dabei wäre das gar nicht mal so dumm. Tja.

60) Günter Springer, Samstag, 26. November 2016, 09:15 Uhr

Herr Spreng
Ich warte immer noch auf Ihre Antwort.

61) m.spreng, Samstag, 26. November 2016, 09:32 Uhr

Sehr geehrter Herr Springer, ich habe keine Erklärung, wieso die Kommentare verschwunden sind. Ich werde mit den Leuten sprechen, die mich technisch unterstützen und hoffe, am Montag oder Dienstag die Frage beantworten zu können.

62) Erwin Gabriel, Samstag, 26. November 2016, 12:10 Uhr

@ Reinholde Herdler

Zustimmung! Zutreffend auf den Punkt gebracht.

63) Erwin Gabriel, Montag, 28. November 2016, 09:37 Uhr

Eine Leseempfehlung:

http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/neue-volksverachtung-der-grosse-luemmel-ld.130269

@ Politikverdruss:

Sie fragten mich an anderer Stelle, wie ich zu dem Beitrag stehe, den ich kommentarlos verlinkt hatte.

So wie in diesem Fall sollte Ihre “Sorge” um meine Meinung nicht der Punkt sein, um den es in diesem Blog geht. Wenn ich etwas lese, dass mich zum Nachdenken anregt, gebe ich das gerne weiter. Was solch ein Artikel in Ihrem Kopf oder in anderen Köpfen bewirkt, ist dann die Sache von Ihnen bzw. den jeweiligen Mitlesern. Ich beteilige mich am Blog von Herrn Spreng in erster Linie, um meine Meinung zu bilden, nicht die der anderen.

@ Michael Spreng:

Ich mag in der letzten Zeit nicht mehr so oft mit Ihrer Sicht auf die Welt übereinstimmen, aber Ihre Kommentare und der Austausch hier im Forum helfen mir bei meiner politischen “Weiterbildung.”
Dafür meinen steten Dank!

es grüßt
E.G.

64) Reinhold Herdler, Mittwoch, 30. November 2016, 17:19 Uhr

Sehr geehrter Herr Spreng,

ich würde gerne einmal wissen ob es sich noch lohnt bei ihnen im Blog mitzumachen. Gerade in letzter Zeit verschwinden einfach zu viele Kommentare und ich habe nicht mehr den Eindruck, das dieses zufällig geschieht. Schließlich macht das, was man Putin vorwirft, Frau Merkel schon lange. Früher sagte man dazu, das die JU wohl wieder einen Großkampftag hatte.

Bitte denken sie aber daran, das die Kommentare in ihrem Block, oft das Salz in der Suppe sind. Wenn aber Kommentare sich auf andere Kommentare beziehen, die man selbst nicht mehr lesen kann, weil sie wieder ins Nirvana verschwunden sind, fehlt etwas wesentliches auf ihrer Seite.

Ansonsten möchte ich mich bei Ihnen, für ihren Blog und den vielen interessanten Kommentaren darin, bedanken.

mfg

65) Erwin Gabriel, Sonntag, 04. Dezember 2016, 12:26 Uhr

@ Reinholde Herdler

Da die Konmentare nicht gezielt nach Inhalt, sondern in ganzen Nummern- oder Datumsblöcken verschwinden und wieder auftauchen, und das Ganze erst seit dem “Umzug” bzw der Umstellung der Seite, liegt wohl ein grundsätzliches technisches Problem beim Provider vor, für das Herr Spreng nichts kann. Es wird ihn mehr ärgern als uns.

Viele Grüße
E.G.

66) Erwin Gabriel, Montag, 05. Dezember 2016, 09:51 Uhr

Sehr geehrter Herr Herdler,

Bitte entschuldigen Sie den Schreibfehler in Ihrem Namen. Vielleicht hat Herr Spreng die Güte, das richtig zu stellen.

Wie ist Ihre Meinung?

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