Kommentare
4
Tagcloud
BILD Bild am Sonntag CDU CDU/CSU Christian Wulff CSU Der Spiegel Die Linke FDP Grüne große Koalition Hartz IV Helmut Schmidt Kohl Linkspartei Merkel Philipp Rösler Schäuble Schröder Schwarz-Gelb Seehofer Sigmar Gabriel SPD Steinbrück Steinmeier Steuersenkungen Stoiber Wahlkampf Westerwelle zu Guttenberg
Donnerstag, 26. Februar 2009, 11:52 Uhr

Wem Beck hilft, der ist verloren

Dass Kurt Beck kein Meister politischer Klugheit ist, das ist eine Binsenweisheit. Aber muss er das immer wieder aufs Neue beweisen? Sein Lob für den jobgefährdeten ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und seine Angriffe auf Angela Merkel in diesem Zusammenhang sind das Dümmste, was dem ZDF-Mann passieren konnte. Denn damit ist die Auseinandersetzung um die Zukunft Brenders endgültig dort angekommen, wohin sie auf keinen Fall gehört – im Parteienstreit des Superwahljahres.

Beck hat Brender mehr geschadet als Roland Koch, der den ZDF-Mann unter verlogenen Vorwänden ablösen will. Wenn Beck ein kluger Politiker wäre, dann hätte er die Auseinandersetzung mit Koch der kritischen Medienöffentlichkeit überlassen, die sich in diesem Fall vorbildlich engagiert. Gegen diese Öffentlichkeit hätte Koch verloren. Wenn aber die SPD den Fall Brender zu ihrem macht, dann hat Koch schon halb gewonnen. Dann kommt am Ende als sogenannter Kompromiss heraus, Brender gegen einen anderen angeblich SPD-nahen Journalisten auszutauschen. Damit hätten dann  - nach ihrer Logik – beide Parteien gesiegt. 

Sowohl Kochs Kritik an Brender als auch Becks Votum für Brender beweisen nur eines: dass der unselige Anachronismus aus den 70er Jahren, die öffentlich-rechtlichen Anstalten zur Beute der Parteien und zur Versorgungsanstalt parteinaher Journalisten zu machen, immer noch nicht besiegt ist. Es wird Zeit, dass sich ZDF-Intendant Schächter dazu eindeutig erklärt.

Sie können Ihren eigenen Kommentar weiter unten abgeben.

4 Kommentare

1) Max, Donnerstag, 26. Februar 2009, 17:49 Uhr

Erstmal: ein schöner Titel. Aber ich finde, Becks positive Eigenschaften werden hier ein bisschen vernachlässigt. Schließlich schafft nicht jeder ins Abseits geschickte Politiker aus der pfälzischen Provinz, so treffsicher ins Fettnäpfchen zu springen (Wobei ich das nicht pauschalisieren will, ich glaube nicht, dass es eine repräsentative Statistik zur Fettnäpfchen-Treffsicherheit pfälzischer Provinzpolitiker gibt.).
Also, Herr Spreng, beim nächsten Mal bitte auch die “positiven” Seiten erwähnen…;-)

2) Wahlleiter.de, Samstag, 28. Februar 2009, 21:25 Uhr

Die Freiheit verteidigen: CDU im September abwählen.

3) nona, Donnerstag, 05. März 2009, 17:05 Uhr

Ausgehebelt und abgesägt durch die helfende Hand des Tanzbärs aus der Pfalz – irgendwie verleiht das dem Begriff “Beckmesser” eine völlig neue Bedeutung. Wenn es denn so kommt.

Nach dem erstaunlich lauten (aber noch immer nicht genügend lautstarken) Aufschrei in der Medienlandschaft kann Brender zumindest für sich in Anspruch nehmen, als moralischer Sieger der indirekten Auseinandersetzung mit Koch dazustehen. Leider kann er sich für all das Schultergeklopfe und Rückengestärke zunächst mal nichts kaufen.

4) Alexander Kouril, Dienstag, 24. Juli 2012, 13:48 Uhr

Und da sind wir wieder bei der Personalie Kurt Beck. Dieses Mal mit dem Scheitern des Nürburgring-Vorhabens. Hier zeigt sich doch, wie feige Kurt Beck ist. Er kann noch nicht einmal eingestehen, dass er einen großen Fehler begangen hat und das falsche Projekt mit den falschen Managern protegiert hat. Und Kurt Beck hat nichts mehr zu verlieren. Seine politische Karriere nähert sich dem Ende.

Das Scheitern dieses Vorhabens offenbart all die charakterlichen Schwächen von Kurt Beck: Er ist zu feige, die politische Verantwortung zu übernehmen, er schiebt die Schuld auf die EU.

Grund ist nach Angaben von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), dass die EU-Kommission die vom Land beantragte Rettungsbeihilfe von 13 Millionen Euro voraussichtlich nicht vor dem 31. Juli genehmigen wird. Allein diese Argumentation ist lächerlich bis peinlich. Wer die Struktur und Dynamik von großen politischen Vorhaben kennt, der weiß eben auch, dass solch ein Vorhaben nicht an 13 Mio. Euro – also neudeutsch “Peanuts” – scheitert!

Wie ist Ihre Meinung?

Kommentar schreiben


Ihr Kommentar *


* Pflichtfelder


apparent media - iPhone Apps aus Berlin