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Sonntag, 29. März 2009, 23:10 Uhr

Merz & Merkel – so fing alles an

Warum sind Friedrich Merz und Angela Merkel von Parteifreunden zu erbitterten Feinden geworden? Auch in der CDU rätseln immer noch viele, wie es so weit kommen konnte, dass sich Friedrich Merz, eines der größten CDU-Talente, mit der Bundestagswahl 2009 aus der Politik völlig zurückzieht. Denn Merz und Merkel waren lange Zeit Verbündete – 1999 bei dem Sturz des Denkmals Helmut Kohl und Anfang 2000 bei dem Sturz Wolfgang Schäubles als Partei- und Fraktionschef, dessen Ämter sie unter sich aufteilten. Um das Zerwürfnis zu verstehen, hilft eine Schlüsselszene, die mir Angela Merkel 2002 erzählte:

Merz war gerade Fraktionschef geworden und fuhr zum Antrittsbesuch bei Edmund Stoiber nach München. Als er zurückkam, traf er Merkel und berichtete ihr in Hochstimmung, Stoiber habe keine Ambitionen, 2002 Kanzlerkandidat zu werden. “Das mache ich dann”, teilte er der überraschten Angela Merkel mit. Und er setzte dann, offenbar verblüfft über seine eigene Kühnheit, hinzu: “Aber Angela, was machst du dann?”. Merkel reagierte cool ( ”Mach` dir mal keine Sorgen”) und ließ es dabei bewenden.

Seit diesem Gespräch waren die beiden erbitterte Rivalen. Merkel wusste, dass für sie der Weg ins Kanzleramt nur über die Entmachtung von Merz führen wird. Deshalb war ihre zentrale Bedingung, als sie Anfang 2002 beim berühmten Wolfratshausener Frühstück Stoibers Kanzlerkandidatur zustimmte, dass sie nach der Bundestagswahl auch Fraktionsvorsitzende wird. Damit war das Schicksal von Merz besiegelt, denn Stoiber hielt sich an die Vereinbarung, schenkte Merz aber vor der Wahl nie reinen Wein ein. Der glaubte bis zuletzt, auch aus der für ihn typischen Überheblichkeit, er könne Fraktionsvorsitzender bleiben und fühlte sich beim Sechs-Augen-Gespräch am Wahlabend von Stoiber verraten.

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4 Kommentare

1) jc-karlsruhe, Dienstag, 31. März 2009, 18:20 Uhr

Die Überheblichkeit von Friedrich Merz habe ich selbst ebenfalls mal erlebt – als Praktikant saß ich in der Präsentation seines “Bierdeckel”-Plans mit Abgeordneten der Jungen Gruppe in einem Sitzungsraum im Haus der Parlamentarischen Gesellschaft – Merz kommt rein, begrüßt alle mit Handschlag, auch den etwas verpeilt aussehenden JU-Bundesvorsitzenden. Aus dem Augenwinkel scannte Merz dann meinen Praktikantenausweis und ging dann an mir vorbei zum nächsten Handshake. Da hatten alle anderen Abgeodenten in dieser Zeit eine weitaus bessere Kinderstube.

2) Android, Dienstag, 31. März 2009, 19:46 Uhr

Nette Polit Anekdote über Antilope Merz & Löwin Merkel.

OT:
Die arme Frau Merkel musste heute ein gute Miene zum bösen Spiel bei Opel machen, als das Management ihr Hybrid-Auto für 2011 vorstellte.

Hier die Gedanken von Frau Merkel (Physikerin) während der Präsentation:

“Ja,Ja Herr Opel-Manager ihr Hybrid-Auto für 2011 ist klasse für nicht Physiker, Währe da nur nicht dieses physikalische Gesetz das besagt:

Die kinetische Energie (von griechisch kinesis = Bewegung) oder auch Bewegungsenergie ist die Energie, die ein Objekt aufgrund seiner Bewegung enthält. Sie entspricht der Arbeit, die aufgewendet werden muss, um das Objekt aus der Ruhe in die momentane Bewegung zu versetzen. Sie hängt von der Masse m und von der Geschwindigkeit v des bewegten Körpers ab.”

MfG
Eure Elektro Lüse

3) Marc, Mittwoch, 01. April 2009, 11:48 Uhr

Wie kam denn Merz auf das schmale Brett, dass er 2002 von der Union auf den Schild gehoben wird? Kannte der seine Partei nicht? Null Regierungserfahrung in einem Bundesland, ebenso wenig irgendwo als Minister. Mit diesen Nicht-Qualifikation hätte doch Hessens MP Roland Koch (auch wenn er damnals eigentlich noch eine Wiederwahl gebraucht hätte) eher das Rennen gemacht.

4) Israel09, Sonntag, 31. Mai 2009, 23:51 Uhr

@jc-karlsruhe:

Wer trägt im BT auch den Hausausweis offen rum, außer die Autogrammjäger?

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