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Mittwoch, 28. Oktober 2009, 08:16 Uhr

Kein politisches Zwangsfernsehen

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat ARD und ZDF heftig kritisiert, weil sie seine Wiederwahl nicht live übertragen haben. Das ist sein gutes Recht, hat er aber auch recht? Auch der Bundestag unterliegt den Gesetzen der Mediengesellschaft. Das heißt, auch seine Veranstaltungen müssen spannend und kontrovers, zumindest aber interessant sein und einen Erkenntnisgewinn vermitteln. Das kann man von den langwierigen Prozeduren bei der Wahl des Bundestagspräsidenten und seiner Stellvertreter wirklich nicht behaupten. Wer nicht “Bianca – Wege zum Glück” im ZDF sehen wollte, weil er seit Wochen voller Spannung auf die Wahl des Bundestagspräsidenten gewartet hatte, wurde bei Phoenix bestens bedient – ein Sender, der übrigens überall zu empfangen ist.

Politisches Zwangsfernsehen bei ARD und ZDF wäre sicher kein Ausweg aus dem sinkenden Interesse an Politik – im Gegenteil, es wäre kontraproduktiv und könnte den Verdruss noch steigern. Der Bundestag konkurriert mit allen anderen Medieninteressen und Medienangeboten. Das heisst, wenn er tatsächlich drängende zentrale und existenzielle Fragen kontrovers diskutiert, wenn es im Bundestag endlich wieder große Debatten gibt, dann bahnt er sich automatisch seinen Weg ins Erste. Er muss wieder das Forum der Nation werden, dann verdient er jede mediale Unterstützung.

Bezeichnend ist, dass Lammert in seiner Rede die dramatisch sinkende Wahlbeteiligung nur am Rande streifte und gleichzeitig eine Verlängerung der Legislaturperioden auf fünf Jahre vorschlug. Weil immer weniger Bürger an Wahlen teilnehmen, sollen sie auch weniger wählen dürfen? So wird das nichts mit der Politik als Hauptprogramm.

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Dienstag, 27. Oktober 2009, 10:03 Uhr

250.000 Besucher – danke!

Früher als von mir erwartet hat die Zahl der sprengsatz-Besucher am Wochenende die Marke von 250.000 überschritten – rund acht Monate nach dem Start. Allein im September waren es 60.000 Besucher. Darüber freue ich mich sehr und ich danke allen, die meinen sprengsatz lesen. 250.000 Besucher, das macht mich ein bisschen stolz, auch vor dem Hintergrund, dass sich mein kleiner, bescheidener sprengsatz an die kleine Gruppe politisch Hochinteressierter wendet.

Der Erfolg wäre nicht möglich ohne die vielen Empfehlungen und Hinweise – von denen ich nur einige nennen kann: die ruhrbarone, Chris von fixmbr, Cartadie NachDenkSeiten von Albrecht Müller, Stefan Niggemeier, Cicero.de. Bei allen möchte ich mich herzlich bedanken und natürlich bei den inzwischen 725 Kommentierern mit ihren 1720 Kommentaren, die dem sprengsatz erst die richtige Sprengkraft verleihen.

Ich hoffe, die Erwartungen meiner Leser auch künftig erfüllen zu können.


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